16.03.2016, 15:06 Uhr

Der Wolf als Ausstellungsmittelpunkt

Karlheinz Wirnsberger: Der "Mürztaler Bauernschreck" wurde 1921 erlegt
Stainz: Universalmuseum |

Eröffnung am 2. April: Das Universalmuseum Joanneum Stainz beleuchtet das Leben des „Canis lupus“.

„Das Wildtier ist mit Mythen, Sagen und Irrtümern behaftet“, lässt Kurator Karlheinz Wirnsberger, der Initiator der Sonderausstellung, wissen, dass die Schau den Wolf aus wildbiologischer und kulturhistorischer Sicht ausleuchtet. In sieben Ausstellungsräumen gehen die Gestalter der Frage auf den Grund, wie viel Wolf noch im Hund steckt, wie sich sein Wesen als Raubtier darstellt und welche Ähnlichkeiten er im Verhalten zum Menschen in sich birgt.
Großen Wert legen die Gestalter auf Interaktion mit den Besuchern, die mittels Touchscreen etwa das vom Wolf bevorzugte Umfeld, sein Fressverhalten und die Veränderungen im tierischen Versorgungskreislauf bei Präsenz eines Wolfes abrufen können. „Wir sind eine Insel der Seligen“, betont Wirnsberger, dass sich Österreich nur mit durchziehenden Exemplaren auseinandersetzen muss. Länder wie Deutschland, Polen oder Slowakei weisen hingegen eine stattliche Wolf-Population auf. Wie soll man sich den streng geschützten Tieren gegenüber verhalten? Auch darüber gibt die Ausstellung Auskunft.
Die gezeigten Exponate reichen von präparierten Tieren vom Goldschakal über den Wolf bis zum Hund, Skelettfunden, um deren Unterschiedlichkeit darzustellen, bis zu Gemälden von Friedrich Gauermann und Norbertine Bresslern-Roth und einschlägiger Literatur. Als Besonderheiten sind wohl der frühe Fund des ältesten Schmuckstücks der Steiermark in Form eines durchbohrten Wolfszahns und der Abguss eines römischen Grabsteins mit der Geschichte der „Lupa romana“ (römische Wölfin) zu nennen.
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