09.05.2016, 00:19 Uhr

Erstmals weniger Raddiebe

Nach einem Anstieg der Fahrraddiebstähle im Jahr 2015 sind die heurigen Zahlen im Bezirk Deutschlandsberg vorerst wieder stark rückläufig.

Sein Fahrrad beim Abstellen mit einem Schloss an einem verankerten Gegenstand zu befestigen, lernt jedes Kind schon bei der Fahrradprüfung. Um sich bzw. seinen Drahtesel auch wirklich vorsorglich zu schützen, gibt es noch einige andere Maßnahmen, wie Bezirkspolizeikommandant Oberstleutnant Helmut Zöhrer bestens weiß. Er kennt auch die genauen Zahlen der Fahrradkriminalität und ist sich daher den Gefahren bewusst. „Im Jahr 2015 kam es zu 101 Fahrraddiebstählen im Bezirk Deutschlandsberg. Eine starke Steigerung, im gleichen Zeitraum gab es 2014 42 Diebstähle.“ Diese Zahlen decken sich auch mit den steiermarkweiten Werten, die in den letzten drei Jahren stets anstiegen. Eine wirkliche Erklärung gibt es, zumindest für den kleinen Raum wie Deutschlandsberg, nicht, meist sind es Gruppen, die innerhalb eines kurzen Zeitraums öfters zuschlagen. „ Im Bereich zwischen Wettmannstätten und Deutschlandsberg konnten wir letztes Jahr 20 Fahrraddiebstähle durch eine einheimische Tätergruppe aufklären“, erzählt Zöhrer. „Und im Bereich Stainz konnten wir eine ungarische Tätergruppe stellen, die hochwertige Räder stahlen.“ Die Zahlen für das erste Quartal 2016 sind nun aber wieder rückläufig, so Zöhrer: „Aufgrund unserer Beobachtungen kann ich sagen, dass die Fahrraddiebstähle von Jänner bis März im Vergleich zum Vorjahr stark zurückgegangen sind.“

Rahmennummer suchen und notieren

Was kann man als Fahrradbesitzer also tun, um ganz sicher zu gehen? Verdächtige Wahrnehmungen sollten gleich der Polizei gemeldet werden. „Wenn sich Personen im unmittelbaren Bereich aufhalten, die einem nicht bekannt sind, fremde Fahrzeuge auffällig durch die Wohngegend fahren“, nennt Zöhrer verdächtige Verhaltensweisen. Präventiv sollte man sich auch die Daten des Fahrrads notieren, allen voran die Rahmennummer, die an jedem Rad anzufinden ist. „Wir stellen hin und wieder Fahrräder sicher und können diese aber nicht zuordnen, wenn wir diese Daten nicht haben“, unterstreicht Zöhrer die Wichtigkeit dieser Rahmennummer. Auf der Polizeidienststelle liegen zu diesem Zweck Fahrradpässe auf, die Bürgerinnen und Bürger holen können, um sich darin ihre Daten zu notieren. Sollte das Rad wirklich einmal weg sein, sind diese bei einer Anzeige äußert wichtig.
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