30.09.2016, 14:25 Uhr

Der Marktplatz der gesunden Ideen

Die Köpfe hinter der Jugendgesundheitskonferenz: Johannes Heher (LOGO), Tamara Lembäcker (SOFA Soziale Dienste), Hitzendorfs Bürgermeisterin Simone Schmiedtbauer sowie Daniela Köck (beteiligung.st). (Foto: beteiligung.st & LOGO)
Wie xund bist du? Das wollen die steirischen Kinder und Jugendlichen genau wissen und präsentierten ihre kreativen Ideen rund um Ernährung, Fitness und seelischer Gesundheit bei der Jugendgesundheitskonferenz 'Xund und du' in der Marktgemeinde Hitzendorf.

Projektideen

Das zweijährige Projekt wurde im Auftrag des Gesundheitsfonds Steiermark von der Fachstelle für Kinder-, Jugend- und Bürgerbeteiligung 'beteiligung.st' sowie dem Jugendmanagement 'Logo' in allen sieben steirischen Großgemeinden umgesetzt. Ziel des Projekts ist es, die Gesundheitskompetenzen und Chancengerechtigkeit der jungen Steirer zu stärken. Letzter Halt war für die Region Steirischer Zentralraum die Kirschenhalle Hitzendorf. Hier haben sich rund 1.000 Besucher durch die 32 eingereichten Projekte probiert oder gekostet. Vereine, Schulen und Jugendzentren konnten auf eine Förderung von 300 Euro durch die Vorsorgemittel der Bundesgesundheitsagentur zählen. Ob gesunde Jause, Gemeinschaftsbeete, Gesundheitschecks und Aufklärungsarbeiten, Fitness oder Tanz – den Ideen und der Umsetzung waren keine Grenzen gesetzt. „Es ist der Marktplatz der gesunden Ideen, die alle einen Mehrwert haben“, sagt Johannes Heher von 'Logo' und betont, dass sich der steirische Zentralraum bereits im Vorfeld besonders gut vernetzt und miteinander verankert habe.

Von der Jugend getragen

Umso mehr freut es Hitzendorfs Bürgermeisterin Simone Schmiedtbauer, dass die Jugendgesundheitskonferenz hier über die Bühne ging. „Das Projekt ist besonders wertvoll, da es von Kindern und Jugendlichen, und nicht, wie vermutet, von der Generation 60 Plus, getragen wird. Aber nicht alle Kinder haben die gleichen Chancen und Zugang zu der Thematik. Das zeigt, dass es nicht nur um Ernährung und Sport, sondern auch um das Miteinander, die seelische Gesundheit geht“, sagt die Ortschefin. Da die Jugend die Zukunft ist, hat das Thema, so Schmiedtbauer, auch eine Chance.
Unter der Gesundheitskompetenz versteht 'Xund und du' die Fähigkeit, im Alltag Entscheidungen zu treffen, die sich auf die Gesundheit positiv auswirken. „Die Jugend soll selbst entscheiden können, was gut für sie ist“, meint Daniela Köck von beteiligung.st. „Der Effekt der Nachhaltigkeit ist bei den Jugendlichen spürbar, es kommt zur Veränderung und das Bewusstsein dafür wird zentraler.“ Im Rahmen des Projekt haben sich daher auch eigene Jugendredaktionsteams gegründet, die sich der Thematik im Speziellen annehmen, etwa durch mediale Aufarbeitung und in den jugendlichen Sprachjargons übersetzt. Ideen für eine Weiterführung der Jugendgesundheitskonferenz gäbe es bereits.
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