20.07.2016, 07:00 Uhr

Kaffeehauskultur in historischen Mauern

Gabriele Windisch und Doris Dunelli sorgen bald für Kaffeehaustradition. (Foto: WOCHE)

Gut ein Jahr nach der Eröffnung infolge des Umbaus wird das Kurhaus St. Radegund auch neu belebt.

Im 19. Jahrhundert gelang es Dr. Gustav Novy, das wohlhabende Bürgertum und den Hochadel mit Kaltwassertherapien zu Genesungszwecken nach St. Radegund zu locken. Das von ihm errichtete Kurhaus wurde rasch zum Mittelpunkt der Geselligkeit. Hier, wo einst Peter Rosegger in die Ferne schaute und Béla Bartók als Sechsjähriger sein erstes Werk komponierte, werden ab August Gabriele Windisch und Doris Lunelli Kaffeehaustradition und Systemgastronomie aufleben lassen. "Mit dem Curcafé geht es nicht nur um Gastronomie. Das Gefühl, das man bekommt, wenn man hier Geschichte betritt, ist einmalig", sagt Lunelli, die ihren Gästen ein regionales und biofaires Konzept anbieten will.

Belebung im Ort

Die Entscheidung für ein Café im Haus fiel Bürgermeister Hannes Kogler nicht schwer, zumal es "zwischen Andritz und Graz kein traditionelles Café mehr gibt". Daher werden die beiden auch vonseiten der Gemeinde und des Tourismusverbandes in ihrem Vorhaben unterstützt. Zwar ist St. Radegund weit über die Landesgrenzen hinaus als Kurort bekannt, doch der Ruf allein belebt die Gemeinde nicht. In und vor den historischen Mauern des Kurhauses sollen nicht nur Kurgäste ihren Aufenthalt im Luft- und Kaltwasserkurort St. Radegund genießen können. Zum einen freut sich der Ortschef auf Touristen, Spaziergänger oder Wanderer, die am Fuße des Schöckls Erholung finden wollen. Zum anderen steht der Kursaal als multifunktionaler Raum sämtlichen Veranstaltungszwecken – ob Seminar, Hochzeit, Lesung oder Musikevent – zur Verfügung. Dabei hebt Kogler vor allem aber die Vereine hervor: "Die Vereine und Ortsansässigen können sicher sein, dass das Kurhaus für ihre Anliegen zur Verfügung steht."
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