21.09.2016, 08:57 Uhr

C&P AG – der Marktführer lässt Graz wachsen

Wohlfühlatmosphäre: Ahmed El Shabba (M.) von Roomz mit Thomas Schober-Plankl (l.) und Marcus Stoimaier (Foto: Prontolux)

Sie bauen die Stadt aus – die C&P AG. Vorstand Thomas Schober-Plankl im Business-Lunch.

Sie sind jung und erfolgreich – sehr erfolgreich sogar. Markus Ritter und Thomas Schober-Plankl machten aus dem Start-up C&P binnen zehn Jahren den österreichischen Marktführer für Anlegerwohnungen im Privatkundenbereich. Jetzt bauen sie sich mit Anfang 30 in Puntigam ihr eigenes Stadtviertel. Thomas Schober-Plankl erinnert sich beim "Business-Frühstück" im "Roomz" an die Anfänge zurück, spricht über die Preisentwicklung am Immobilienmarkt und das Brauquartier.

WOCHE: 70 Millionen Umsatz im ersten Halbjahr 2016, insgesamt schon über 3.000 Wohnungen verkauft. Was ist das Geheimnis hinter diesem Erfolg der C&P AG?


Thomas Schober-Plankl: Wir haben Wohnungen im Gesamtwert von 70 Millionen Euro verkauft – das ist nicht ganz gleichzusetzen mit dem Umsatz. Aber Sie haben Recht, 2016 ist bereits das erfolgreichste Jahr unserer Geschichte. Möglich ist das nur durch unseren großen Arbeitseinsatz und dass wir von Anfang an Leute gehabt haben, die voll mitgezogen sind. Ohne unser hervorragendes Team von 70 Mitarbeitern wäre der Erfolg in der Form nie möglich gewesen.

Erfolgsversprechend klingt auch Ihr Brauquartier in Puntigam, wo nun ja die Grundsteinlegung erfolgt – warum haben Sie sich für diesen Standort entschieden?

Für uns war das einfach ein attraktiver Standort – das Grundstück war ja auch schon sicher fünf Jahre am Markt, nur hat sich niemand drüber getraut. Wir haben uns zwar am Anfang auch für Grundstücke in Reininghaus interessiert, nur wurden wir dann ehrlich gesagt durch die Verzögerungen dort etwas abgeschreckt. Deshalb also Puntigam – ein attraktiver, mit öffentlichen Verkehrsmitteln bereits aufgeschlossener Standort, wo wir auch verhältnismäßig billig Wohnungen anbieten können. Der Preis bewegt sich da zwischen 2.300 und 3.000 Euro pro Quadratmeter. In der ersten Bauphase werden wir 560 Wohnungen errichten, es wird auch ein Supermarkt, ein Wiki-Kindergarten und die Landesdirektion der Allianz dort einziehen.

Kritiker sehen einhergehend mit dem Bauboom aber auch das Leerstandsproblem, dass eben versucht wird, den Markt künstlich hochzuhalten.

Ehrlich, wenn ich höre, dass Politiker so etwas sagen, finde ich das einfach absurd. Kein Anleger kauft eine Wohnung, um sie leerstehen zu lassen – mit einer leeren Wohnung verdient man schließlich nichts.

Wie sehen Sie die aktuelle Preisentwicklung am Grazer Wohnmarkt?

Ich glaube, dass die Preise sich nicht weiter so stark erhöhen werden. Es wird – wenn – nur noch eine moderate Steigerung geben. Wir rechnen unsere Projekte etwa seit zehn Jahren gleich – einzig der Gewinnaufschlag ist immer kleiner geworden. Der Markt lässt einfach keine höheren Margen mehr zu – denn auch die Kosten, vom Grundstück bis zum Bau selbst, sind immer weiter gestiegen.

Warum haben Sie sich vor zehn Jahren entschieden, in die Immobilienbranche zu gehen?

Mein Partner Markus Ritter und ich haben in unserer Schulzeit einen Klassenvorstand gehabt, der uns Wirtschaft spannend vermitteln konnte. Wir haben danach gemeinsam als Vermögensberater gearbeitet, wo wir Immobilien als interessante Anlageform kennengelernt haben. Dann haben wir 2006 eben C&P gegründet und uns auf Anlegerwohnungen spezialisiert. Damals war das am Grazer Markt ja praktisch nicht existent.

Sie sind jetzt 32 Jahre alt – war Ihr junges Alter anfangs ein Vor- oder Nachteil?

Gerade am Anfang war’s sicher so, dass man uns nicht immer ernst genommen hat. Ich sehe das als Vorteil – wenn das nicht so gewesen wäre, wer weiß, ob dann auch alles so aufgegangen wäre.


Steckbrief

Geboren am 28. Oktober 1983 in Graz.
Ist verheiratet (Gattin Nicole) und Vater von Felix (3 Jahre) und Lilly (2 Monate).
Hat an der HTBLA Kaindorf maturiert.
Wohnt in Graz.
Als Schüler wollte er eigentlich Grafiker werden. "Ich hab aber die Aufnahmeprüfung damals nicht geschafft. Töpfern und Co. haben mich nämlich nicht so interessiert."
Seine erste Wohnung hat er im Jahr 2004 gekauft.
Seine Freizeit gehört natürlich großteils seiner Familie. Ansonsten geht er regelmäßig ins Fitnessstudio und im Winter Skifahren. "Golf spiele ich auch gerne – aber das kann man bei mir nicht als Sport bezeichnen."
Den letzten Urlaub hat er zu Hause verbracht. "Ich bin einen Monat nach der Geburt unserer Tochter daheim geblieben. Das war mir sehr wichtig – diese Zeit kannst du nämlich nicht nachholen."
Sein Führungsstil? "Ich bin ein Chef, der seinen Leuten vertrauen können muss – hab ich dieses Vertrauen, dann genießen meine Mitarbeiter viele Freiheiten."
In der Firma zeichnet er für die Bereiche Controlling, Finanzen und Verwaltung verantwortlich – Partner Markus Ritter hat den Vertrieb und die Projektentwicklung über.

Das ist die C&P AG

Gegründet: 2006
Standorte: Premstätten (künftig Graz), Wien, Klagenfurt, Spittal/Drau, Berlin
Vorstand: Markus Ritter (Vorstandsvorsitzender/Leiter Vertrieb und Projektentwicklung), Thomas Schober-Plankl (Vorstand/Leiter Administration und Finanzen)
Mitarbeiter: rund 70
Der Verkaufsumsatz im Jahr 2015 betrug 66,8 Millionen Euro. Im ersten Halbjahr 2016 wurde diese Bestmarke mit 70 Millionen bereits überschritten.
Pro Jahr werden rund 400 Wohnungen verkauft. Insgesamt hat man seit der Firmengründung bereits über 3.000 Wohnungen verkauft.
Aktuelle Projekte: In Puntigam enstehen im Brauquartier rund 800 Wohnungen mit Gewerbe- und Büroflächen (Supermarkt, Kindergarten …). In Split verkauft die C&P AG gerade ihr erstes Projekt (50 Wohnungen) in Kroatien.
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