07.06.2016, 09:30 Uhr

Filmtipp der WOCHE: "Eine fast unmögliche Freundschaft"

„Eine fast unmögliche Freundschaft“: „kreuz und quer“ begleitet einen Rabbi, einen Pfarrer und einen Imam ins Heilige Land.

Treffen einander ein Rabbi, ein Pfarrer und ein Imam … Was wie der Beginn eines Witzes klingt, hat sich tatsächlich ereignet: „kreuz und quer“ hat die drei Herren aus Österreich ins Heilige Land begleitet, wo sie gemeinsam die bedeutendsten Pilgerorte ihrer Religionen aufgesucht und über Gemeinsamkeiten und Unterschiede ihrer Religionen gesprochen haben: Rabbi Schlomo Hofmeister, Pfarrer Ferenc Simon und Imam Ramazan Demir. Mit ihrer Reise unternehmen die drei – gemeinsam mit Studierenden – einen scheinbar unmöglichen Versuch. Denn in der öffentlichen Wahrnehmung stehen einander die drei Religionen distanziert gegenüber.

Miteinander über Grenzen hinweg

Zudem bedeutet die Befolgung der Regeln der jeweiligen Religion auch sich abzugrenzen: Männer von Frauen, Muslime von Juden, Juden von Christen. Es bedeutet unterschiedliche Zeiten einzuhalten, in denen man betet, fastet, arbeitet, keiner Arbeit nachgehen soll. Es bedeutet, bestimmte Orte nicht aufsuchen zu dürfen. Es bedeutet, dass Gemeinsamkeit oft nicht möglich ist. Dass dennoch nicht nur ein Nebeneinander, sondern ein Miteinander und sogar Freundschaft über Religionsgrenzen hinweg möglich ist, dokumentiert Peter Beringers Film „Eine fast unmögliche Freundschaft“, den „kreuz und quer“ – präsentiert von Doris Appel – am Dienstag, dem 7. Juni 2016, um 22.35 Uhr in ORF 2 zeigt.

Um 23.20 Uhr folgt eine „kreuz und quer“-Diskussion zum Thema „Was ist eine gute Religion?“. Es diskutieren der Religionstheologe Karl-Josef Kuschel, die Philosophin und Publizistin Isolde Charim, der Religionswissenschafter Wolfram Reiss sowie der Philosoph Konrad Paul Liessmann. Moderation: Michael Hofer.
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