09.09.2016, 00:30 Uhr

KOMMENTAR: Die ORF-Gebühr darf nicht erhöht werden

Im Schnitt zahlt jeder Haushalt in Österreich um die 280 Euro pro Jahr an ORF-Gebühren. (Foto: MEV Verlag GmbH)

Hätten Sie gerne eine zehnprozentige Gehaltserhöhung? Oder eine zehnprozentige Erhöhung Ihrer Pension? Oder plötzlich zehn Prozent mehr Einnahmen für Ihre Leistung oder Ihr Produkt, falls Sie Unternehmer oder gar Landwirt sind? Kriegen Sie aber nicht. Der ORF aber wahrscheinlich schon.

Zwar ist noch nichts fix, aber als gelernter Österreicher bin ich sicher, dass der Antrag von unseren Parteien genehmigt werden wird. Konkret stehen für den ORF 10,5 Prozent plus ab dem kommenden Jahr im Raum.

ORF ist einer der reichsten Sender Europas

Dabei ist der rot-weiß-rote Staatsfunk mit Jahreseinnahmen von rund einer Milliarde Euro eine der reichsten öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten in Europa, wie die Tageszeitung "Standard" heuer im April berichtet hat. Reicher sind nach Angaben der "Europäischen Rundfunkunion" nur die Sender in Deutschland, Großbritannien, Frankreich, Italien und der Schweiz.

600 Millionen von den Gebührenzahlern - pro Jahr

Die größten ORF-Zahler sind übrigens Sie, liebe Leserinnen und Leser. Mehr als die Hälfte der ORF-Einnahmen – nämlich sage und schreibe rund 600 Millionen Euro pro Jahr – zahlen Sie an den ORF. Im Schnitt zahlt also jeder Haushalt um die 280 Euro pro Jahr. Mehr zahlen nur die Schweizer (448 Euro), Dänen (330 Euro) und Norweger (326 Euro).

Und jetzt will der ORF also 60 Millionen mehr im Jahr von uns Gebührenzahlern haben. Meine Meinung dazu: keine Erhöhung der ORF-Gebühr. Einer der reichsten Sender Europas muss mit dem auskommen, was er hat.
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Josef Draxler aus Melk | 09.09.2016 | 18:59   Melden
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Alfred Kafka aus Penzing | 09.09.2016 | 19:36   Melden
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