09.10.2016, 20:01 Uhr

Feuerwehren aus drei Bezirken bei Katastrophenschutzübung

(Foto: KHD_50 Stabstelle S5)

Feldbach, Leibnitz und Radkersburg entsandten am 7. und 8. Oktober 2016, 680 Feuerwehrkräfte mit 140 Einsatzfahrzeugen in den Raum Lebring-St.Margarethen um gemeinsam verschiedenste Einsatzszenarien zu beüben und abzuarbeiten.


„Waldbrände, Suchaktionen, verletzte Personen retten, Sicherstellen von Radioaktiven Material, Tierrettung“, so hießen die Einsatzbefehle für die drei Katastrophenhilfsdienste aus den Bereichsfeuerwehrverbänden Feldbach, Leibnitz und Radkersburg anlässlich ihrer jährlichen Übung, die seit 2014 gemeinsam durchgeführt wird.

Heuer sorgte der Bereichsführungsstab der KHD-Leibnitz (Katastrophenhilfsdienst Leibnitz) für die Übungsszenarien. Dementsprechend waren auch Brandrat Friedrich Partl, Abschnittskommandant d. Fachdienstes Alfred Muhri und Hauptbrandinspektor Michael Hanscheg federführend an der Ausarbeitung beteiligt. Getüftelt haben die drei Offiziere einige Monate am Übungskonzept.

Die Einsatzszenarien waren in Lebring-St. Margarethen (Feuerwehr- und Zivilschutzschule), in Lang (Lechenberg) und in Ragnitz (Laubegg) vorbereitet. Rund 680 Feuerwehrfrauen und –männer aus den drei Feuerwehrverbänden nahmen mit 140 Einsatzfahrzeugen von Freitag (7.10.) ab 14 Uhr bis Samstag (8.10) 18 Uhr teil.

Annahme für die Übung war eine lang anhaltende Trockenheit, die zu zwei großflächigen Waldbränden führte. Hier hatten die Feuerwehren die Aufgaben den Brand zu löschen, die Ausbreitung zu verhindern, Schlauchleitungen für den Wassertransport über mehrere Kilometer zu legen und ein Wasserreservoir (Füllmenge 9.000 Liter) zu erreichten.

Um die Einsatzkräfte zusätzlich zu fordern, wurde ein Verkehrsunfall mit radioaktivem Material dargestellt. Die Strahlenschutztrupps aus Feldbach, Leibnitz und Radkersburg sicherten die Unfallstelle, suchten das verstrahlte Material und führte alle notwendigen Schritte für die Notdekomaßnahmen durch.

Zudem rückte die Menschenretter- und Absturzsicherungsgruppe zusammen mit dem Bootsdienst und der Tauchstaffel aus um einen verletzten der sich ein seinem Sicherungsgeschirr verhangen hatte zu retten.

Neben der Arbeit für die eingesetzten Mannschaften war das oberste Ziel die vorbereiteten Alarmpläne zu überprüfen. Ein wichtiger Aspekt der Übung ist die digitale Vernetzung unter den Bereichsführungsstäben, das Kennenlernen der einzelnen Stäbe und ihre Arbeitsweise, wobei der neue Digitalfunk sehr hilfreich gewesen ist.

„Die Herausforderung für die Übungsplaner, für die Bereichsführungsstäbe – koordinierten Mannschaft und Einsätze – und die eingesetzten Einsatzzüge waren enorm. Alle haben zusammengehalten, mit vereinten Kräften konnten alle gesteckten Übungsziele erreicht werden. Wir alle können auf unsere Feuerwehren Stolz sein, sie zeigen es ja sowieso tagtäglich“, so der zuständige Bereitschaftskommandant BR Friedrich Partl, vom Bereichsfeuerwehrkommando Leibnitz bei der Schlussveranstaltung.

Zufrieden und mit großen Respekt vor der Arbeit der Einsatzkräfte beobachteten die Landtagsabgeordneten Mag. Bernadette Kerschler, Peter Tschernko, MSc, der Leiter der Fachabteilung für Katastrophenschutz und Landesverteidigung Hofrat Mag. Harald Eitner, der Bezirkshauptmann von Leibnitz Hofrat Dr. Manfred Walch und die drei Bereichsfeuerwehrkommandanten LFR Johann Kienreich (BFK Feldbach), OBR Johann Edelsbrunner (BFK Radkersburg) und der Hausherr OBR Josef Krenn (BFK Leibnitz) den Übungsverlauf.
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