14.10.2016, 15:36 Uhr

Innovationspreis für PCCL Leoben

Wolfgang Kern (PCCL), Gerda Hinterreiter (UAR), Martin Payer (PCCL), Muriel Attané (EARTO), Sandra Schlögl (PCCL), Simone Radl (PCCL), Raimund Schaller (SEMPERIT AG), Armin Holzner (SEMPERIT AG) (Foto: KK)
LEOBEN, BRÜSSEL. Das Polymer Competence Center Leoben (PCCL) wurde als erste österreichische Forschungseinrichtung in Brüssel für die Entwicklung des weltweit ersten anti-allergenen Operationshandschuhs – dem Sempermed® Syntegra UV – mit dem europäischen Innovationspreis EARTO 2016 ausgezeichnet.

Europäischer Innovationspreis

Der heurige Europäische Innovationspreis EARTO geht an PCCL und Semperit. Mit einer innovativen Produktionstechnologie, den einzigartigen Produkteigenschaften und dem energieeffizienten Herstellungsprozess setzten sich die beiden Entwicklungspartner gegen insgesamt 35 Mitbewerber durch. Alleinstellungsmerkmal dieses Produktes ist, dass der Operationshandschuh aus dem Naturlatex-ähnlichen Material Polyisopren anstelle von potenziell allergieauslösenden Beschleunigerchemikalien durch UV-Licht vernetzt wird.

„Wir freuen uns sehr, dass wir mit dem EARTO den bedeutendsten europäischen Innovationspreis nach Österreich holen konnten“, sagt Richard Ehrenfeldner, Chief Operating Officer bei Sempermed. Auch bei der UAR-Forschungsbeteiligung PCCL ist die Freude über die Auszeichnung groß, so Martin Payer, Vorsitzender der Geschäftsführung: „Der EARTO bedeutet für uns eine große Anerkennung unserer mehrjährigen Forschungsarbeit. Unser Ziel war eine ergebnisorientierte, effiziente Forschung, die wir mit Semperit als Partner optimal umsetzen konnten. Wir stehen mit der nächsten PCCL-Semperit-Innovation bereits in den Startlöchern.“

Reduzierung des CO2-Fußabdrucks

Neben der innovativen Produktionstechnologie überzeugten die EARTO-Jury auch die einzigartigen Produkteigenschaften des Handschuhs. Denn der hautfreundliche Handschuh ist einem hochwertigen Latex-Operationshandschuh in puncto Tastgefühl, Tragekomfort und Anschmiegsamkeit ebenbürtig. Ein weiteres Argument war der energieeffiziente Herstellungsprozess, der durch niedrigere Temperaturen und höhere Durchsatzraten zu einer deutlichen Reduktion des CO2-Fußabdrucks führt. Das Verfahren ist patentiert und bereits mehrfach ausgezeichnet.
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