24.08.2016, 06:00 Uhr

"Vermisse Traktoren und Jauche in der Stadt"

Michael Ostrowski (rechts) ist mit "Hotel Rock'n'Roll" ab Freitag im Kino zu sehen. (Foto: Star Movie)

Der Rottenmanner Schauspieler Michael Ostrowski beweist im Interview seinen schrägen Humor.

1973 in Leoben geboren, wuchs Michael Ostrowski in Rottenmann, wo er auch seine Kindheit verbrachte, auf.
Er studierte Englisch und Französisch in Graz, Oxford und New York. Außerdem verfügt er über Italienisch- und Spanischkenntnisse.
Im "Theater im Bahnhof" in Graz kam er zufällig durch einen Bekannten erstmals mit der Schauspielerei in Berührung.

Ein Leben voller Humor
Als er 2001 seine erste Filmrolle annahm, änderte er seinen Nachnamen von Stockinger auf Ostrowski, da er mit einem anderen Schauspieler verwechselt wurde.
Für seinen schrägen Humor ist Ostrowski weit über seine Heimat hinaus bekannt, von dem Sie sich im Interview selbst überzeugen können.


Sie haben Englisch und Französisch studiert. Welchen Beruf wollten Sie früher ausüben?
MICHAEL OSTROWSKI:
LKW-Fahrer oder Kranführer, da war ich mir zuerst nicht ganz sicher.

Sie sprechen auch Italienisch und Spanisch. Haben Sie vor, auch einmal in einem fremdsprachigen Film mitzuspielen?
Ja, hab ich schon ein paar Mal gemacht. Ich hab zum Beispiel in einem kubanischen Kinofilm mitgespielt. Ich hab heuer im Mai einen polnisch-schweizerisch-österreichischen Film gedreht. Ich hab auch öfter in Deutschland gedreht, das is ja quasi auch fremdsprachiges Ausland.

Wie sind Sie zur Schauspielerei gekommen?
Ich bin einfach hingegangen.

Wieso haben Sie Ihren Nachnamen geändert?
In einem Traum ist mir Marlon Brando erschienen und hat mir nahegelegt, den Namen meiner Eltern gefälligst abzulegen, wenn ich im schmutzigen Showbusiness arbeiten will. Ich hab gehorcht.

Man kennt Sie vor allem aus Komödien. Reizen Sie auch Dramen oder Trauergeschichten?
Der kubanische Film war durchaus auch ernst, vor allem meine Rolle. Ich hab immer wieder in Fernsehfilmen auch ernstere Figuren gespielt, das war aber meistens eher fad.

Welchen Bezug haben Sie zu Ihrer Heimatstadt Rottenmann?
Ich bin sehr gerne da. Ich mag den Ort, die Leute und die Berge rundherum sind auch nicht schlecht.

Wo fühlen Sie sich zu Hause?
Wenn man beim Aufwachsen ein gutes Gefühl gehabt hat, dann fühlt man sich der Gegend immer verbunden. Aber man kann Heimat auch ganz woanders erleben, wo man sich aufgehoben fühlt und verstanden. Das kann auch an einem Strand in Kambodscha sein oder in einem Dorf in Afrika.

Was macht den Bezirk Liezen aus?
Dass es keine Autobahn durch die Ennsauen gibt, das zeichnet den Bezirk aus. Und natürlich das schöne Kennzeichen "LI", zu Ehren des chinesischen Philosophen Li Chan Peng.

Gibt es etwas, das Sie in der Großstadt vermissen?
Traktoren und Jauche.

Was machen Sie am liebsten, wenn Sie im Paltental sind?
Da gehe ich gerne in die Palten schwimmen. Manchmal findet man noch alte Granaten aus dem Zweiten Weltkrieg. Ein gefährliches aber schönes Hobby.

Video: Michael Ostrowski und die "Hotel Band" gaben sich auf dem Rostfest die Ehre.
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