Katholische Kirche im Salzkammergut
Predigt von Sabine Pesendorfer für 21. Dezember 2025

Sabine Pesendorfer. | Foto: Pesendorfer

Die Predigt für den 21. Dezember 2025 (vierter Adventsonntag) stammt von Sabine Pesendorfer, Wortgottesleiterin und Begräbnisleiterin in Ohlsdorf, und beschäftigt sich mit Mt, 1, 18 – 24.

SALZKAMMERGUT. Oh mein Gott, wie die Zeit vergeht. Wir haben schon den vierten Adventsonntag! Na, hast du schon alles für Weihnachten vorbereitet? Was feiern wir eigentlich? Ja, natürlich Weihnachten! Aber das ist nicht das Wichtigste. Wichtig sind die Geschenke, die geliebten Kekse, die geputzte Wohnung, das wunderbar zubereitete Festmahl und das alles sollte, wenn möglich, wenig kosten. Alles ist ja so teuer geworden! Und dann noch das Problem, dass die Kinder Ferien haben. Hoffentlich gibt es zu Weihnachten Schnee, dann sind sie beschäftigt. Und ich habe ein wenig meine Ruhe.

Kinder kosten ja so viel!

Wie schwer ist es ein Kind zu erwarten. Besonders dann, wenn man jung ist und nicht sicher weiß, wer der Vater ist. Maria musste das erleben. Doch nicht nur für sie, war diese Situation schwer, auch für Josef. Er war nicht mit ihr intim. Nur verlobt. Unvorstellbar, aber das war so! Josef will sich heimlich von ihr trennen. Denn er wollte kein Kind von einem anderen annehmen. Doch noch in der Nacht hatte er einen Traum, in dem ein Engel sagte: „Hab keine Angst! Die Maria bekommt zwar ein Kind, aber du, Josef, du sollst dich um dieses Kind kümmern. Gott will das so! Nenne den Kleinen Jesus. Er wird einmal groß werden. Denn er wird das Volk von den Sünden erlösen. Josef, weißt du, das alles muss so geschehen. Das sagten schon die Propheten. Und die sagten noch etwas: Sie werden den Kleinen Immanuel nennen. Das heißt übersetzt: Gott ist mit uns.“

Träume sind wichtig

Besonders in der Bibel, spielen sie eine wichtige Rolle. Träume helfen, tiefer hinein zu schauen. In sich zu schauen. Bei Josef bedeutet es: Gott hat für ihn eine wichtige Botschaft. In diesem Fall: Josef soll den Kleinen als seinen Sohn annehmen. Er soll für ihn da sein und begleiten. Und das Wichtige: Gott wird mit ihnen sein! Immer und überall. Und Josef ist froh über diesen Traum. Schließlich mag er die Maria. Ja, trotz allem: noch immer. Dieser Traum veränderte seine Sichtweise. So kann er die Maria und das Kind öffentlich annehmen.

Wahnsinn: Gott ist mit uns!

Kann das sein? Der große, allmächtige Gott ist mit uns? Immanuel. Ja, Gott ist uns nahe. Mit dieser Schwangerschaft beginnt ein neuer Weg. In diesem Kind, können alle erfahren, wie Gott ist. Denn durch dieses Kind wird dieser unaussprechlich große, mächtige Gott auf einmal der liebevolle, barmherzige Vater. Auch wenn unser Leben oft herausfordernd, traurig oder aussichtslos ist: Gott ist mit uns. Immer und überall. Vom Anfang bis zum Ende hält Gott seine Hände: über mich und über dich. Ja, er hat es uns versprochen und nie sein Wort gebrochen. (Gott sagt:) „Glaube mir, ich bin bei dir!“

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