Bezirk Amstetten
Ardagger hat nun Österreichs größten Hybridmarkt
- Foto: Dietl-Schuller
- hochgeladen von Eva Dietl-Schuller
Seit Oktober 2026 gibt es mit ADEG Seba eine neue Nahversorgung zentral am gemeinsamen Schulstandort in Stift Ardagger. Das moderne Hybridmarkt-System ermöglicht Einkäufe während der regulären Bedienzeiten sowie außerhalb dieser Zeiten, etwa abends und an Sonn- und Feiertagen.
ARDAGGER. Auf 700 Quadratmetern Verkaufsfläche erwartet die Kundinnen und Kunden ein vielfältiges Sortiment, eine gemütliche Kaffeeecke und eine heiße Theke mit verschiedenen warmen Speisen für den kleinen Hunger zwischendurch.
Während der regulären Dienstzeiten werden die Kunden wie gewohnt vom Personal bedient. Außerhalb dieser Zeiten lässt sich der Markt unkompliziert mit der Bankomatkarte öffnen. Bezahlt wird anschließend eigenständig an modernen Selbstbedienungskassen. Die erweiterten Öffnungszeiten am Abend sowie an Sonn- und Feiertagen sorgen für zusätzliche Flexibilität.
Nahversorgung und 33 neue Wohnungen
Der neue Nahversorger und die darüberliegenden drei Stockwerke mit insgesamt 33 Wohnungen wurden von der GEDESAG entwickelt und errichtet. Auf rund 2.050 Quadratmetern Wohnnutzfläche entstanden Wohnungen mit Größen zwischen 52 und 74 Quadratmetern.
Das Wohnungsangebot umfasst neun Wohnungen mit der Vergabeart „barrierefreies Wohnen“ sowie 24 Wohnungen mit der Vergabeart „Miete mit Kaufoption“.
Von der Idee zur Umsetzung
Die Pensionierung von Franz Moser im Jahr 2021 gab den Anstoß für eine Neuausrichtung der Nahversorgung in Ardagger. Die Familie Seba übernahm den bisherigen Nahversorger im ehemaligen Kaufhaus Moser und sagte noch im selben Jahr dem neuen Projekt beim Schulzentrum in Stift Ardagger zu. Ziel war es, die Lebensmittelversorgung in der Gemeinde langfristig zu sichern und Einkaufsmöglichkeiten näher zu den Bürgern zu bringen.
Die Marktgemeinde erwarb dafür ein Grundstück bei der Mittelschule. Gemeinsam mit der GEDESAG wurde ein Neubau entwickelt, der Nahversorgung und leistbaren Wohnraum verbindet. Im Oktober 2026 eröffnete ADEG Seba auf 700 Quadratmetern Verkaufsfläche. In den drei darüberliegenden Stockwerken entstanden 33 Wohnungen. Verbesserte Verkehrswege, die zentrale Lage und die Anbindung an öffentliche Verkehrsmittel machen den Standort gut erreichbar.
Stimmen zur Eröffnung
Gottfried Pilz, Obmann der Wirtschaftskammer Amstetten, betonte die Bedeutung des gemeinsamen Engagements für das Projekt: „Es ist beeindruckend, wenn so viele Menschen an einem Strang ziehen. Das ist ein Vorbild für unsere Gesellschaft. Denn wir müssen wieder mehr zusammenrücken und zusammenhelfen. Miteinander können wir das Land weiterentwickeln.“
Auch Landtagsabgeordneter Lukas Michlmayr zeigte sich vom neuen Standort überzeugt. Er hob hervor, dass dieser „gut gelungen“ und auch neben der Schule „logistisch gut gelöst“ sei.
Bürgermeister Johannes Pressl freute sich über die neue Nahversorgung in der Gemeinde: „Ich freue mich sehr, dass hier der Nahversorger der Zukunft entstanden ist. Eine Gemeinde ohne Nahversorger ist keine Gemeinde.“ Dass der Markt so groß werden würde, habe er zunächst nicht gedacht. Dennoch blickt er zuversichtlich in die Zukunft: „Aber ich bin mir sicher, es wird erfolgreich sein, weil die Familie Seba ein Gefühl für die Leute und den Ortsbezug hat.“
Auch die Familie Seba unterstrich die Bedeutung des neuen Standorts. „Das ist für uns nicht nur ein neuer Standort, sondern ein Nahversorger mit Regionalität und persönlicher Betreuung“, erklärte die Familie. Gleichzeitig wolle man den Kunden ein besonderes Einkaufserlebnis bieten.
Die neuen Öffnungszeiten
Montag bis Freitag: 6:45 bis 18 Uhr – Bedienung
Samstag: 7:30 bis 13 Uhr – Bedienung
Sonn- und Feiertage: zusätzliche hybride Öffnungszeiten
Außerhalb der regulären Bedienzeiten können Kunden den Markt mit ihrer Bankomatkarte betreten und ihren Einkauf anschließend selbstständig an der Selbstbedienungskassa bezahlen.
Mit dem neuen Standort werden Nahversorgung und Wohnen miteinander verbunden. Das Projekt soll die Lebensmittelversorgung in Stift Ardagger langfristig sichern und den Bürgerinnen und Bürgern ein flexibles Einkaufserlebnis bieten.
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