Bürgerdiskussion in Hausmening: Stadtsaal soll Neubau weichen

Ein voller Saal bei der Bürgerdiskussion.
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Neues Zentrum muss leistbar und flexibel sein. Das passiert mit dem Bauhof und der Ortsvorstehung.

HAUSMENING. "Wir brauchen den Stadtsaal", war die einhellige Meinung an diesem Abend. Für die Vereine sei dieser überlebenswichtig. "Es ist eine wesentliche Existenzfrage, dass wir zumindest einen halbwegs vernünftigen Stadtsaal haben", sagt etwa Stephan Eder von den Ulkids über die Theateraufführungen der Nachwuchsschauspieler. Zugleich müsse dieser aber auch für die Vereine leistbar sein.

Reden über den Stadtsaal

Hausmenings Ortsvorsteher Egon Brandl lud die Bewohner des Amstettner Ortsteils zur Diskussionsrunde über die Zukunftsperspektiven des Stadtsaals sowie Bauhofs und Ortsvorstehung ein. Rund 250 Ulmerfelder, Neufurther und Hausmeninger waren gekommen. "Ich muss mich schon ein bisschen selbst an der Nase nehmen, dass nichts weitergegangen ist", sagt er offen zu Beginn. Aber dies solle sich nun ändern. Im Jahr 2000 übernahm die Stadt das Gebäude vom Verein Volksheim.

Stadtsaal ist zu teuer

Die hohen Kosten seien ebenso ein Grund für die mangelnde Auslastung wie der Zustand und die Ausstattung der Räumlichkeiten. Das bestätigten an diesem Abend gleich mehrere Vereine. "Es ist nicht einmal ein Besen vorhanden", meinte einer der Anwesenden. Die Stadt reagierte darauf und wird die Verwaltung von den Amstettner Veranstaltungsbetrieben (AVB) wieder in die Ortsvorstehung verlegen. "Die Zukunft kann nur in der Ortsvorstehung sein", erklärt Vizebürgermeister Michael Wiesner, der auch auf finanzielle Unterstützung für die Vereine seitens der Stadt verweist.

Leistbar und flexibel

Der Abend zeigte eines auf: Ein neuer Stadtsaal oder besser ein Vereins- und Veranstaltungszentrum muss für die unterschiedlichen Bedürfnisse der Vereine flexibel sein. Ein großer Veranstaltungsraum wird ebenso benötigt wie kleine Einheiten für Vereinsabende und Besprechungen sowie ausreichende Lagerräume. Auch Vorschläge zu integrierten Büros oder Arzträumlichkeiten wurden gemacht. Private Feiern sollen, auch aus Gründen der Auslastung, künftig ebenfalls möglich sein. Dringend notwendig sei auch die Lösung der Verkehrs- und Parkplatzsituation. Eine Anrainerin erzählte, dass sie ständig bei Veranstaltungen verparkt werde und auf Besserung der Situation hoffe. Fest stand bereits nach kurzer Zeit, wie es eine Anwesende auf den Punkt brachte: "Wir wollen ein lebendiges Zentrum in der Mitte des Ortsteils, das für alle gut erreichbar ist."

"Vertretbar und lebbar"

Man müsse möglichst "bedarfs- und bedürfnisgerecht" planen, erklärt Bürgermeisterin Ursula Puchebner. "Die Sanierung des Stadtsaals ist auszuschließen", so die Bürgermeisterin hinsichtlich der Kosten. Die Lösung sei ein Neubau, der "vertretbar und lebbar" ist. Diesen müsse man gemeinsam mit den Vereinen entwickeln, welche den neuen Stadtsaal auch nützen sollen und müssen.

Das sind die Pläne für den Bauhof

Schnell war seitens der Bevölkerung bei der Diskussionsrunde im Stadtsaal von Hausmening klar, der Bauhof soll gemeinsam mit dem Bauhof Mauer auf der Landeswiese beim Weißen Kreuz errichtet werden. Dazu müsse allerdings erst der notwendige Grund angekauft werden. Es habe bereits die Möglichkeit des Grundankaufs gegeben, erklärt der für die Amstettner Finanzen verantwortliche Vizebürgermeister Michael Wiesner.

Aber unter den damaligen Bedingungen wäre ein Kauf allerdings "verantwortungslos" gewesen. So wäre es zu einer Konventionalstrafe in der Höhe von 100 Prozent des Kaufpreises gekommen, wenn der Bau innerhalb von zwei Jahren nicht fertiggestellt gewesen wäre, erklärt Wiesner. Allerdings wird es seitens des Landes zu einer neuen Ausschreibung kommen, so Wiesner.

Die Errichtung am jetzigen Stadtsaal-Standort mitten in Hausmening wurde von den Diskussionsteilnehmern im Stadtsaal vehement abgelehnt.

Das sind die Pläne für die Ortsvorstehung

Auch der Ortsvorstehung steht künftig eine Sanierung bevor. Die Anwesenden sprachen sich mehrheitlich für die Sanierung des jetzigen Standorts aus, was auch von Ortsvorsteher Egon Brandl und Bürgermeisterin Ursula Puchebner Zustimmung fand. Allerdings gab es bei der Bürgerdiskussion auch Stimmen für die Zusammenlegung mit einem neuen Stadtsaal.

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