03.10.2017, 09:26 Uhr

Amstetten gehen die Reli-Lehrer aus

Sendungsfeier des Seitenstettner Religionslehrers P. Andreas Tüchler mit Bischof Klaus Küng. (Foto: Zarl)

Pensionierungswelle schwappt in den Bezirk: Pädagogen-Nachwuchs ist gefragter denn je.

BEZIRK. Derzeit sind die Jobaussichten für angehende Religionspädagogen sehr gut. Denn in den nächsten Jahren kommt es zu einer Pensionierungswelle in der Diözese St. Pölten – und im Speziellen im Bezirk Amstetten.
Aber auch schon jetzt bekommen voll ausgebildete Religionspädagogen meist sofort eine Stelle. "Wir haben keine Wartelisten", erzählt Hermann Kremslehner, Referent am diözesanen Schulamt über die aktuelle Situation im Bezirk.

Wichtiger Gesellschaftsbeitrag

"Die Arbeit der Religionspädagogen ist ein wichtiger Beitrag für Gesellschaft und Kirche. Sie ist eine erfüllende und spannende Tätigkeit und gesellschaftspolitisch von großer Bedeutung", ist Kremslehner überzeugt. "Einerseits vermittelt der Religionsunterricht den christlichen Glauben und gibt vielen Jugendlichen Halt in unruhigen Zeiten", betont Kremslehner. Andererseits ermutige dieser zu "Gerechtigkeit, Bewahrung der Schöpfung, weltweiter Solidarität" und biete "einen wichtigen Überblick über die anderen Religionen".

Voraussetzung für Reli-Lehrer

Voraussetzung für eine Karriere als Religionslehrer sei jedenfalls eine kirchliche Einstellung. "Man muss selbst in der Kirche verankert sein", so Kremslehner. Auch das "pädagogische Talent" dürfe natürlich nicht fehlen.

Gute Aussichten auf Job

Die Zahl der Neuen – heuer sind es 32 – zeige auch, dass sich junge Menschen für den Beruf des Religionslehrers weiterhin interessieren.
Dennoch ist die Anzahl an angehenden Pädagogen zu gering. Immerhin gehen in drei Jahren rund 15 Lehrer in Pension, in fünf Jahren sind es schon 30. Die Pensionswelle wird noch über weitere Jahre hinweg auf diesem Niveau halten, so Kremslehner. Was vielleicht noch weit weg klingt, wird bereits jetzt zu einem Problem, schließlich dauert die Ausbildung mehrere Jahre.
In der Diözese betreuen 650 Pädagogen derzeit rund 70.000 Schüler.


Zur Sache: Im Bezirk Amstetten gibt es derzeit an Pflichtschulen 118 Religionslehrer. An weiterführenden bzw. Höheren Schulen sind es 35 Lehrer im Bezirk.
Ausbildungsmöglichkeiten für Religionslehrer gibt es u. a. an der Philosophisch-Theologischen Hochschule St. Pölten, der Kirchlich-Pädagogischen Hochschule Wien/Krems, der Privaten Pädagogischen Hochschule Linz, der Theologischen Fakultät der Universität Wien und der Katholisch-Theologischen Privatuniversität Linz.
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