02.04.2017, 09:47 Uhr

Amstettner können sich städtische Müllhäuschen kaufen

Derartige Sammelstellen wie diese in der Ardaggerstraße in Amstetten gehören bald der Vergangenheit an.

Änderungen bei der Müllbeseitigung: Bevölkerung kann die Einhausung der Sammelstellen erwerben.

STADT AMSTETTEN. Die Tonnen für die Glas- und Metallverpackungen bei den öffentlichen Sammelstellen werden künftig nicht mehr zum Müllauto geschoben, sondern mit einem Hebekran zum Auto gehoben.

Die Kostenersparnis und vereinfachte Arbeitsbedingungen machen so die Entsorgung effizienter, erklärt Anton Kasser, Obmann des Umweltverbands (GDA).

Einhausungen müssen weg

Dem im Weg stehen noch die in den vergangenen Jahren erbauten Verkleidungen und Dächer der Sammelstellen, die nun bis Anfang 2018 entfernt werden müssen. "Jede einzelne Einhausung hat ihre eigene Geschichte", so Baustadtrat und Vizebürgermeister Dieter Funke von Funktionen als Sichtschutz oder als Schutz vor Verwehungen.

Durch das Design der neuen Abfallbehälter sei allerdings eine Verbauung etwa als Schutz vor dem Wind nicht mehr notwendig, so Kasser.

Verbauung wird verkauft

Für den Abbau überlegte sich die Stadt Amstetten nun etwas Ungewöhnliches: Interessierte Bürger können die Einhausungen erwerben, selbst abbauen und mit nach Hause nehmen. Je nach Ausführung will die Stadt 50 bis 150 Euro verlangen.
"Es sind Anfragen aus der Bevölkerung gekommen", erzählt Funke vom Ursprung der Idee, die Abbau- und Entsorgungskosten sparen soll. Insgesamt sind für die Umstellung 400.000 Euro budgetiert. Der genaue Ablauf und etwaige Fristen werden seitens der Stadt noch bekannt gegeben.

Müll: Weitere Änderungen

Auch weitere Änderungen erwarten die Amstettner. So werden noch heuer die Mehrkammertonnen auf zwei getrennte Tonnen (Restmüll und Bio) umgestellt. Die Umstellung sei aufgrund des hohen Anteils an Störstoffen im Biomüll notwendig, heißt es vom Umweltverband.

Auch Kunststoffverpackungen werden ab Anfang 2018 nicht mehr über Tonnen bei den Sammelstellen, sondern mittels Säcken direkt bei den Häusern entsorgt. Ausgenommen davon sind Wohnhausanlagen mit mehr als sechs Wohnungen, hier wird es Sammeltonnen geben.
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