13.10.2014, 20:06 Uhr

Ein lachendes und ein weinendes Auge

Reinhard Gruber und Werner Schrittwieser im Zielbereich des Graz Marathons.
Vergangenes Wochenende war es nun soweit, das große Ziel in diesem Jahr - der Graz Marathon - stand am Programm. Nach einer viermonatigen Vorbereitungsphase gemeinsam mit Reinhard Gruber von der Heil & Sport Praxis war nun der Tag X gekommen.

Zu viert machten wir uns am Samstagvormittag mit dem Zug auf den Weg von St. Pölten nach Graz. In unserem Quartier sind wir dann auf den Rest unserer großen bunten Lauftruppe von 16 Personen aus ganz Niederösterreich (Amstetten, St. Pölten, Tulln, ...) gestoßen! ;) Am Abend hieß es dann nochmals Kohlenhydrate laden ... beim gemeinsamen Abendessen in der Pizza Pronto am Grazer Hauptplatz. Danach wieder retour ins Hotel, die letzten Vorbereitungen für den nächsten Tag treffen und ab in die Heia.

Jetzt war es soweit

Sonntag früh - Tagwache um 6.30 - danach noch ein leicht verdauliches Frühstück in Form von zwei Semmerln mit Honig und Marmelade. Um 8.30 machten wir uns dann gemeinsam auf den Weg zum Start bei der Oper, rund 1,5 Kilometer von unserem Hotel entfernt. Nach einem kurzen Aufwärmprogramm und der Abgabe des Startersackerl begaben wir uns in den ersten Startblock.

Gemeinsam mit Roli Hinterhofer und Gery Herbst - wir hatten allesamt das gleiche Ziel die 3h-Marke wenn möglich zu knacken - starteten wir pünktlich um 10:00 ins Rennen. Auf den ersten Kilometern herrschte noch ziemlich "dichter Verkehr" - vorallem auf Grund der Halbmarathonläufer. Wie vorgenommen begannen wir nicht zu schnell, um Kräfte zu sparen, für die vielen Kilometer, die noch vor uns liegen. Bereits nach wenigen Kilometern konnte uns Gery nicht mehr zu 100 Prozent folgen, also setzten Roli und ich das Rennen zu zweit fort.

Punktlandung bei der Hälfte

Ich fühlte mich gut und wir spulten Kilometer für Kilometer ab. Roli und ich versuchten sogar immer wieder die Zuschauer zum Anfeuern zu motiveren! ;) Bei KM 19,5 trennten sich dann die Wege der Halbmarathon- und Marathonläufer. Und auf einen Schlag waren die meisten Leute weg, nur noch wenige blieben über. Beim Halbmarathon gingen wir mit einer Zeit von 1:29:13 durch und waren somit perfekt im Plan - quasi eine Punktlandung.

Und plötzlich war ich alleine

Kurz nach der Halbmarathon-Marke wirkte Roli nicht mehr ganz so locker und bei rund 23 KM musste auch er rausnehmen. Somit hieß es für mich das Rennen alleine weiterzulaufen. Die endlos scheinende Gerade mit Wende war dann schon ziemlich öde. Bei KM 26 machte sich dann auch bei mir erste Schmerzen bemerkbar - meine Oberschenkel-Rückseite mit verkürztem Muskel machte sich wieder einmal bemerkbar. Ich dachte mir nur Zähne zusammenbeißen und weiter. Da ich unterwegs ein Gel ausstreute, musste ich dann mit nur einem auskommen, welches ich bei rund 27 KM zu mir nahm.

Schmerzen machten sich bemerkbar

Obwohl ich nicht mehr ganz so rund lief konnte ich einige Läufer überholen, was mich doch zuversichtlich stimmte. Viele gaben auf oder mussten rausnehmen - ich versuchte das Tempo aber zu halten. Bei KM 34 liefen wir direkt bei unserem Hotel vorbei und dann musste wieder eine Wende gelaufen werde - sehr zach. Die Sonne knallte runter und extremer Durst machte sich bemerkbar. Bis KM 38 war ich auf Kurs Sub-3:00, doch dann ging es nicht mehr und ich musste das Tempo ein wenig drosseln. Da kam auch Reinsch nach seinem Halbmarathon daher und versuchte mich nochmals zu motivieren, doch die Luft war draussen. Ich wusste, dass sich das nicht mehr ausgehen kann.

Neue Bestzeit

Nichtsdestotrotz versuchte ich mein Rennen so gut wie möglich zu Ende zu laufen - und ich finishte mit einer Zeit von 3:02:11. Obwohl ich die 3h-Marke nicht geschafft habe, war ich dennoch sehr zufrieden. Denn das Rennen war von vielen Ausfällen (auch Gery stieg bei KM 33 aus) geprägt und kaum jemand erreichte seine sich selbst auferlegte Zeit (Roli musste sich mit 3:26 begnügen). Außerdem konnte ich meine persönliche Bestzeit um fast 6 Minuten verbessern (zuvor waren es 3:07:51 in Amsterdam 2013).

Auch wenn es ein wenig weh tut um 131 Sekunden die 3h-Marke verfehlt zu haben überwiegt somit die Freude über ein wirklich gutes Rennen und die neue Bestzeit!! Also zusammengefasst also ein lachendes und ein weinendes Auge!

Ein toller Ausklang

Am Abend machten wir dann noch Graz unsicher, nach dem gemeinsamen Abendessen folgte eine Beisl-Rallye in Graz. Es war ein echt seeeehr lustiger Abend. Vorallem gemeinsam mit dem "Nudlaugn"-Trio hatten wir jede Menge Spaß!! :)

Auch wenn der Marathon jetzt mal beendet ist ... neue Projekte werden kommen ... und ich werde euch schon bald darüber informieren!! :)

Also keep on Running - Euer Running Schritti

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