Der lange Weg zum Radlerparadies

Regionalmanager Patrick Wagenhofer mit der neuen Radwegekarte
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KLEINREGION EBREICHSDORF. Die zehn Gemeinden der Kleinregion Ebreichsdorf haben sich zusammengetan und legen Ende Juni erstmals eine Radwegekarte auf. Darauf sind - in violett - alle Radwege (auch Feldwege etc.) abseits der großen und oft gefährlich geraden Straßen eingezeichnet. "Wer die Karte vorher studiert, kann sicher von Trumau nach Blumau oder von Oberwaltersdorf nach Pottendorf kommen," verspricht Regionsobmann Wolfgang Straus. Zur Präsentation der Karte, an der seit einem halben Jahr gearbeitet wird, setzten sich die zehn Bürgermeister der Region auf ein Gemeinschaftsfahrrad, das auf dem Parkplatz vorm Restaurant Rahofer Bräu geparkt war. Doch einen viel weiteren Weg als von einer Parklücke in die andere schafften die Orts-Chefs nicht. Ein Symbol dafür, dass der Weg zum Radlerparadies "Steinfeld" noch weit ist?

Ein erster Schritt

"Uns ist bewusst, dass die Radwegkarte nur ein erster Schritt ist", sagt Patrick Wagenhofer, Manager der Klima- und Modellregion Ebreichsdorf, der für die Kartenerstellung verantwortlich zeichnet. Als nächsten Schritt soll es eine einheitliche Beschilderung geben (Diese fehlt derzeit an vielen Stellen komplett) und erst im dritten Schritt wird an eine Asphaltierung der Radwege gedacht. Vielfach bestehen die Radwege derzeit als Feldwege, aber man muss eben wissen, wo sie verlaufen. Dazu soll die Karte dienen. "Man kann den Weg von Tattendorf nach Ebreichsdorf einmal studieren und fährt ihn dann immer wieder", hoffen die Bürgermeister.

Hoffnungsgebiet Alte Bahntrasse

Ein weiteres Radler-Hoffnungsgebiet könnte die alte Bahntrasse der Pottendorfer Linie im Zentrum von Ebreichsdorf/Weigelsdorf werden. Da die Bahn ausgebaut und daher an dieser Stelle verlegt wird, eröffnet sich an der alten Trasse die Möglichkeit, Radverleih (gibt es derzeit privat bei Rahofer Bräu) und E-Tankstellen etc. zu etablieren. "Jedenfalls soll das Gebiet nicht verbaut werden", betont der zuständige Bürgermeister Wolfgang Kocevar.
Am unrealistischsten ist eine eigene Steinfeld-Radfahr-App, gesteht Patrick Wagenhofer. "Zu teuer", sagt er. Allerdings könnte man mit Betreibern bestehender Routenapps verhandeln, dass sie die Informationen der neuen Karte in ihre Apps einspeisen. Aber das ist Zukunftsmusik.

Ausflugsgebiet Steinfeld
Mit der neuen Radwegekarte will sich die Kleinregion als Ausflugsregion etablieren. Auf der Rückseite stellen sich alle Gemeinden kurz mit ihren Sehenswürdigkeiten vor. Ein kleines noch vielfach unerforschtes Paradies ist das 34.000 Einwohner starke und brettlebene Steinfeld ja bereits, der Weg zum Radler-Paradies ist aber noch weit.

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