Der Wald: Erholungsgebiet und Lebensraum

HAIGERMOOS (caro). Unsere Wälder sind der perfekte Erholungsraum für Jung und Alt und beheimaten zahlreiche Tiere und Pflanzen. Bei Spaziergängen sollten daher ein paar Grundregeln beachtet werden.

Nadel- und Laubbäume bilden die sogenannten Mischwälder, die gängige Waldform in der Region. Neben den Bäumen wie Buchen, Eichen, Tannen und Fichten sind auch zahlreiche Tierarten hier zu Hause. Besonders Rehe, Hasen, Fasane sowie Rebhühner, Tauben und Krähen sind häufig anzutreffen. Auch Füchse, Dachse und Mader leben in unseren Wäldern. Gerade im Frühling bringen diese Tierarten ihre Jungen zur Welt und deshalb ist es zu dieser Zeit besonders wichtig, einige Grundregeln beim Spaziergang durch den Wald zu beachten.

Jagdleiter in Haigermoos Karl Mayr bittet um Rücksichtnahme auf Wildtiere und Pflanzenwelt: „Besonders wichtig ist es jetzt, Jungtiere wie Rehkitze oder kleine Hasen nicht zu berühren. Die Tiere werden von ihren Müttern nur abgelegt und später wieder aufgesucht. Berührt man sie, riechen sie fremd und es besteht die Gefahr, dass sie von der Mutter nicht mehr akzeptiert werden“, erklärt Mayr. Generell gilt immer bei einem Besuch im Wald, nicht in die Natur einzugreifen und auf den Wegen zu bleiben. So stört man die Tiere am wenigsten und kann auch keine Pflanzen versehentlich schädigen.

Ausflugsziel Wald

Der große Erholungswert des Waldes ist allseits bekannt und daher ist er ein beliebtes Ziel für Wanderungen. „Jeder ist willkommen im Wald. Wenn möglich sollte man aber die Morgen- und Abenddämmerung vermeiden, da gerade zu diesen Tageszeiten viele Tiere auf Futtersuche sind und Ruhe benötigen“, beschreibt Mayr.

Während des Tages ziehen sich die Tiere dann wieder in ihre Ruhezonen tiefer in den Wald zurück. Bleibt man auf den Wegen, stört man die Tiere dann nicht mehr so leicht. Ganz wichtig ist es auch, keinen Müll im Wald zu hinterlassen. „Wir müssen leider immer wieder feststellen, dass Müll beim Spazierengehen im Wald entsorgt wird oder auch direkt in größeren Mengen dort abgeladen wird“, so Mayr.

Der Müll verschmutzt nicht nur die Natur und schädigt die Pflanzenwelt. Er kann auch für Tiere gefährlich sein und zu Verletzungen führen. Auch Hundehalter sind gerne mit ihren Vierbeinern im Wald unterwegs. Damit es nicht zu Zusammenstößen zwischen Hund und Wildtier kommt, sollte der Hund stets an die Leine genommen werden. „Gerade jetzt im Frühling sind Jungtiere leichte Beute für frei laufende Hunde“, betont Mayr. Generell gilt, je natürlicher ein Biotop wie der Wald ist, desto besser ist es für die Tier- und Pflanzenwelt und deren Artenreichtum.

Bewusstsein für den Wald schaffen

Die Jägerschaft in Haigermoos ist stets bemüht, das Bewusstsein für den Wald zu schulen. Im Rahmen der Aktion "Schule und Jagd" des Oberösterreichischen Landes-Jagdverbandes, besuchen sie daher regelmäßig mit Kindergartengruppen und Schulklassen die heimischen Wälder und erklären, wer dort lebt und auf was sie achten müssen. „Wir nehmen die Kinder mit und zeigen ihnen, welche Tiere im Wald zu Hause sind und welche Pflanzen dort wachsen. Wir erklären ihnen auch die Aufgaben eines Jägers und wie man sich im Wald richtig verhält“, erzählt der Jagdleiter.

Autor:

Carola Schwankner aus Braunau

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