Dechant Gert Smetanig
Gedanken zum Sonntagsevangelium

Braunaus Dechant Gert Smetanig teilt auch diese Woche seine Gedanken zum Sonntagsevangelium mit uns.
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  • Foto: Hans Schamberger
  • hochgeladen von Katharina Bernbacher

Gert Smetanig, Dechant des Bezirks Braunau, teilt trotz Kirchenöffnung weiterhin seine Gedanken zum Sonntag mit uns. Zwar können Kirchen wieder besucht werden, allerdings gelten dafür Sicherheitsmaßnahmen, wie etwa eine begrenzte Teilnehmerzahl.

BEZIRK BRAUNAU (kat). Braunaus Dechant Gert Smetanig hat uns auch diese Woche seine Gedanken zum Sonntagsevangelium zur Verfügung gestellt. Seit 15. Mai sind zwar die Kirchen in Österreich weiter geöffnet, es gelten aber zahlreiche Sicherheitsvorkehrungen.

Liebe Leserinnen, liebe Leser!

Auf der Rangliste der Jesusworte, die mich besonders ansprechen, steht eines ganz oben: Kommt alle zu mir, die ihr euch plagt und schwere Lasten zu tragen habt. Ich werde euch Ruhe verschaffen. Ich höre ihn immer wieder gerne - diesen Satz Jesu. Aber ich frage mich: Wie können Menschen denn heute erleben, dass dieser Satz stimmt; dass man bei Jesus wirklich zu innerer Ruhe kommt? Und wie kann ich zeigen, dass Leben im Sinn Jesu, dass Christsein nicht Last und Pflicht ist, sondern entlastet und befreit? Wie kann ich die Einladung Jesu, bei ihm auszuruhen, so weitergeben, dass viele sich angesprochen fühlen und sagen: Das möchte ich ausprobieren?
Mitten hinein in meine Fragen meldet sich bei mir der Apostel Jakobus und schlagt mir vor: Erzähl den Leuten doch einfach, wie Jesus mir und den anderen Jüngern beigebracht hat, dass zu einem aktiven Glaubensleben auch das Innehalten, das Aussteigen gehört. Er hat mich, zusammen mit Petrus und Johannes, beiseite genommen und auf einen Berg geführt. Und als wir alle erschöpft von unseren Missionsreisen zurückkamen, sagte er zu uns: Kommt mit an einen einsamen Ort, wo wir allein sind, und ruht ein wenig aus. Jesus hat gespürt, dass wir einen neuen Ort brauchen - einen Ort, an dem wir regenerieren können; an dem wir einander von unseren Erfahrungen berichten können: von der Zustimmung, die wir erfahren haben - aber auch von der Ablehnung, die wir spüren mussten; einen Ort, an dem wir offen über unsere Begeisterung, aber auch über unsere Zweifel und Enttäuschungen reden können. Das könnte doch auch deinen Zeitgenossen helfen: einen Ort finden, an dem sie zu sich kommen und für sich sein können.
Danke, Jakobus, für diesen Tipp - ich glaube auch, dass ein besonderer Ort es leichter macht, ruhig zu werden: eine Kirche oder Kapelle, in die ich mich zum stillen Nachdenken und Beten zurückziehe; eine kleine Ecke in meiner Wohnung mit einer Kerze und einem Bild, wo ich mir immer wieder kurze Auszeiten gönne. Mit ein wenig Fantasie lassen sich noch viele andere solcher besonderen Orte finden, an denen ich mein oft so gehetztes Leben hinter mir lassen und in der Nähe Jesu zur Ruhe kommen kann.
Kommt alle zu mir, die ihr euch plagt und schwere Lasten zu tragen habt. Ich werde euch Ruhe verschaffen. - Wie erleben wir, dass dieses sympathische Versprechen Jesu auch für uns wahr wird?
Sind Sie reif für die Insel? - haben noch vor der Zeit der Pandemie Werbefachleute getextet und damit Schiffsreisen angepriesen. Ich wünsche uns, dass wir jetzt eine Spur reifer für die Insel sind - innerlich eingestimmt auf Inseln in unserem Alltag, auf Ruhezeiten und Ruheorte, und bereit, ihren Reichtum auszuschöpfen und ihre Chancen zu nutzen.

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