24.03.2017, 10:57 Uhr

Mit Herz bei der Sache

Der Erfolg der Jungschar Neukirchen ist vor allem der Arbeit von Miriam Priewasser geschuldet.

NEUKIRCHEN (penz). In der Pfarre Neukirchen gibt es 40 Jungscharkinder. Vor acht Jahren waren es gerade mal vier. Dieser Ansturm ist vor allem der harten Arbeit von Miriam Priewasser zu verdanken. Die 22-Jährige investiert viel Zeit und Herzblut in ihre ehrenamtliche Tätigkeit als Pfarrleiterin. "Ich bin in diese Aufgabe sprichwörtlich hineingewachsen. Im Alter von acht bis 14 Jahren war ich hier noch selbst ein Jungscharkind. Bereits mit 15 leitete ich meine eigene Gruppe, mit 16 übernahm ich die Pfarrleitung." Neben dem Ehrenamt studiert die gebürtige Neukirchnerin in Linz "Soziale Arbeit".

Ein volles Programm

"Ich hab mir mal vorgenommen, nicht mehr als sechs Stunden die Woche in die Jungschar zu investieren. Nur gelingt mir das leider so gut wie nie", schmunzelt die Neukirchnerin. Jede Woche gilt es, Heimstunden vorzubereiten. Auch die Organisation der verschiedensten Events bleibt zum Großteil an ihr hängen. Dazu zählen der Jungscharstart, das Jungscharlager, der Adventmarkt, das Sternsingen. Oft bereitet sie auch Heimstunden zu aktuellen Themen vor, etwa über Flucht und Migration. Neben Kinderrechte-Tagen und diversen Workshops, unter anderem mit dem SOS-Kinderdorf, gibt es auch zahlreiche Feste wie Faschingsfeiern und Osterbasteleien zu organisieren. Bei der Umsetzung wird die 22-Jährige von ihren drei Gruppenleiter-Kolleginnen unterstützt. "Wir sind ein super Team, ich bin sehr froh, so tolle Kolleginnen zu haben", zeigt sich Miriam dankbar. Auch hinter den Kulissen gibt es für die Neukirchnerin viel Arbeit. So arrangiert sie regelmäßig Schulungen und Besprechungen für die Gruppenleiterinnen, kommuniziert mit der Diözese Linz und wirtschaftet sinnbringend mit dem verfügbaren Geld.

Kindern einen Freiraum geben

Auch wenn die Arbeit viel Zeit verschlingt, steht Miriam mit Herz und Seele hinter der Jungschar. Sie hat sehr viel geschaffen in den acht Jahren als Pfarrleiterin. Ansporn sind für sie vor allem die Kinder: "Mich hat die Zeit damals als Jungscharkind sehr geprägt. Ich konnte mir viel mitnehmen und es hat mich auch irgendwie zu dem Menschen gemacht, der ich heute bin. Das möchte ich auch den Kindern von heute ermöglichen. Ich will einen Raum schaffen, wo jedes Kind seinen Platz findet. Egal, ob es sportlich ist oder nicht, aus welcher Kultur es stammt oder welche Religion es hat. Jedes Kind ist in unserer Gemeinschaft willkommen. Das möchte ich auch unseren Kindern vermitteln. Es ist sehr schön zu sehen, wie sie sich entwickeln, wie es ihnen gelingt, über den Tellerrand zu blicken. Da machen sich die vielen Stunden der Arbeit dann wieder bezahlt", freut sich Miriam über die Früchte ihres Engagements.

Jetzt nominieren!

Die BezirksRundschau zeichnet dieses Jahr in Kooperation mit dem Land Oberösterreich, der Oberösterreichischen Versicherung und dem ORF OÖ jene Menschen aus, die sich im Bereich Ehrenamt besonders engagieren und deren ehrenamtlicher Einsatz ins öffentliche Licht gerückt werden soll.

Sie kennen jemanden, auf den das zutrifft, oder sind selbst ehrenamtlich tätig? Dann nominieren Sie diese Person oder bewerben Sie sich jetzt via Kupon (BezirksRundschau, Hafenstraße 1–3, 4020 Linz, Kennwort „Florian“) oder im Internet unter meinbezirk.at/florian. Heuer wird erstmals auch der Sonderpreis "Florian für Unternehmen" vergeben, wenn Betriebe ehrenamtliches Engagement besonders fördern. Die Teilnahmefrist endet am 7. April 2017.
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