13.03.2017, 11:25 Uhr

Vorbildhaft: Promotech ließ Mitarbeiter typisieren

Das Schalchner Unternehmen Promotech veranlasste in Kooperation mit dem Verein "Geben für Leben" eine freiwillige Typisierungsaktion für Mitarbeiter. Eine stolze Zahl von 61 Mitarbeitern zeigte volles Engagement und ließ sich vom hiesigen Betriebsarzt Steidl eine Blutprobe entnehmen.

SCHALCHEN (penz). Jährlich erkranken etwa 1.000 Personen an Leukämie, darunter auch Kinder. Der gemeinnützige Verein "Geben für Leben" setzt sich dafür ein, dass diese Menschen eine möglichst hohe Überlebenschance haben. Dies ist nur dadurch möglich, indem sich Menschen typisieren lassen und sich somit als Spender und Lebensretter zur Verfügung stellen.

Vorbildhaft: Promotech unterstützt Aktion

Das Unternehmen Promotech in Schalchen zeigt sich vorbildhaft: Die Firma veranlasste in Kooperation mit dem Verein "Geben für Leben" eine freiwillige Typisierungsaktion für Mitarbeiter. Diese zeigten volles Engagement: Von 170 in Frage kommenden Spendern ließen sich 61 typisieren. "Wir sind sehr stolz auf dieses Ergebnis", heißt es von der Firma Promotech, die zusätzlich 2000 Euro an den Verein "Geben für Leben" spendete.

"Wir sind sehr glücklich, dass uns Promotech unterstützt und hoffen darauf, auch weitere Unternehmen für solch Aktionen zu animieren", sagt Walter Brenner vom vorarlbergerischen Verein "Geben für Leben".

Leukämiepatienten sind auf eine Knochenmark- oder Blutstammzellen-Spende angewiesen. Voraussetzung für eine erfolgreiche Transplantation ist die Kompatibilität zwischen Spender und Empfänger. Diese ist nur in seltenen Fällen gegeben: Liegt die Wahrscheinlichkeit unter Geschwistern noch bei etwa 25 Prozent, beträgt sie ansonsten durchschnittlich nur 1:500.000.

Was, wenn es zu einer Übereinstimmung kommt?

Eine Stammzellen- oder Knochenmark-Spende ist heutzutage ein Routineeingriff, bei dem sich die Spender durch die Injektion von Viren leicht grippig fühlen oder einen blauen Fleck „ertragen“ müssen. Mitunter kann der Spender aber ein Leben retten. Die Stammzellen werden bei einer Blutabnahme herausgefiltert. Das Blut wird anschließend wieder zurückgepumpt. Ähnlich wie bei einer Plasmaspende. Bei einer Knochenmarkspende wird das Mark nicht, wie irrtümlicherweise oft angenommen, vom Rückenmark entnommen, sondern von den Beckenknochen. Innerhalb von zwei Wochen regeneriert sich der Körper wieder vollständig.

Als Stammzellenspender kommt man in Frage, wenn man zwischen 18 und 45 Jahre alt ist, körperlich gesund und mindestens 50 Kilo wiegt, bzw. einen Body-Mass-Indesx von 40 nicht überschreitet. In Österreich ist nicht einmal ein Prozent typisiert. In Deutschland sind es ganze zehn Prozent. "Da wollen wir auch hin", blickt Brenner nach vorne.
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