07.11.2017, 15:30 Uhr

"Wels" – Der Fisch des Jahres 2018

(Foto: vladvitek/panthermedia.net)

Der Wels ist auch in der Mattig (Bezirk Braunau) heimisch.

BEZIRK. Der "Wels" wurde zum "Fisch des Jahres 2018" ernannt. Er ist in Anglerkreisen wohl einer der populärsten Süßwasserfische Europas. Umso mehr verwundert es, dass das Wissen über diesen Raubfisch so bescheiden ausfällt. Vorwiegend ist er in der Nacht und der Dämmerung aktiv. Der Raubfisch fällt durch seine unheimlich anmutende Körperform auf. Sein Maul ist mit vielen, kleinen, messerscharfen Zähnen bestückt. Die nach Beute tastenden, am Oberkiefer sitzenden zwei Bartfäden und vier kurzen Barteln am Unterkiefer sind weitere besondere Merkmale. Ebenso die lange bis zur Schwanzflosse reichende Afterflosse.

Größere Aufmerksamkeit geschenkt wurde dieser heimischen Fischart, die sich übrigens unter den zwanzig größten weltweit einreiht, nicht nur wegen seiner zunehmenden fischereiwirtschaftlichen Bedeutung. Sondern auch aufgrund der Erkenntnis, dass dem Wels in natürlichen Gewässern eine bedeutende Rolle zukommt.

Seine natürlichen Lebensräume sind die großen Fließgewässer und die tiefer gelegenen Seen Mittel- und Osteuropas sowie Westasiens. Besonders hervorzuheben sind für Österreich die Vorkommen in der niederösterreichischen March, in der Mattig und in einigen Kärntner Seen. Werden ausschließlich die Nachweise aus Gewässern mit gesichertem und sehr wahrscheinlichem natürlichen Eigenaufkommen berücksichtigt, gilt der Wels als gefährdet.
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