Prost
Studie bescheinigt Burgenlands Weinwirtschaft "beachtliche Zahlen"
- Ein Prost auf Burgenlands Weinwirtschaft
- Foto: Franz Tscheinig/MeinBezirk Burgenland
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Burgenlands Weine werden nicht nur in mehr als 60 Länder exportiert, sie sorgen außerdem für eine Wertschöpfung von über 250 Millionen Euro. Das geht aus einer Studie hervor, die am Mittwoch in Donnerskirchen vorgestellt wurde.
DONNERSKIRCHEN. Blicke man auf die Zahlen der Studie, so seien diese "beachtlich", so der Tenor bei der Pressekonferenz in der Genussakademie. Die Bruttowertschöpfung durch die Weinwirtschaft betrug im Untersuchungsjahr 2023 257,71 Millionen Euro, rund 1.800 Winzerinnen und Winzer im Burgenland verkaufen je nach Jahr zwischen 75 und 95 Millionen Flaschen. Über 6.200 Arbeitsplätze gibt es derzeit in dem Sektor und der heimische Wein wird heute in über 60 Länder exportiert.
- Präsentierten Details zur Wertschöpfung durch Wein im Burgenland: (v.l.) Wein Burgenland Obmann Herbert Oschep, Landeshauptmann Hans Peter Doskozil, Weinbaupräsident Johannes Schmuckenschlager, Weinbaupräsident Burgenland Andreas Liegenfeld
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Burgenland-Shops in Schweiz und Deutschland geplant
Die Zahlen würden zeigen, wie wichtig der Wein für das Burgenland sei, so Landeshauptmann Hans Peter Doskozil. Dass nach den Geschehnissen der 1980-er Jahre nicht auf Quantität, sondern auf Qualität gesetzt wurde, sei gut gewesen. Als wichtig erachtet Doskozil auch die "ganz enge Vernetzung" mit dem Tourismus. Auch Kultur und Kulinarik werde dabei mitgedacht. Dies versuche man etwa bereits mit dem Burgenland Shop in Parndorf. Doskozils Wunsch ist es, solche Shops künftig auch in der Schweiz und in Deutschland zu eröffnen. Die ersten Schritte dafür seien bereits gesetzt, sagte der Landeshauptmann auf Nachfrage von MeinBezirk.
„Für mich wäre es eine perfekte Wunschvorstellung, wenn wir dieses Konzept des Burgenland Shops weiter nach außen tragen in jene Destinationen, wo in Wirklichkeit das Burgenland Zielgebiet ist – sprich Schweiz, Deutschland“.
LH Hans Peter Doskozil
Wein Burgenland-Obmann Herbert Oschep sieht den Wein als eine der bekanntesten Marken, die das Burgenland vorzuweisen habe. "Das muss man hegen und pflegen, da muss man sehr drauf aufpassen“, so Oschep. Weintouristische Veranstaltungen wie das Martiniloben, der Weintourismus-Preis „Rot Goldene Traube“, der Weinfrühling im Südburgenland und die Weinwanderwege hätten außerdem ihren Beitrag zum jüngsten Rekordjahr im Tourismus geleistet.
- Reges Medieninteresse an der Pressekonferenz in der Genussakademie in Donnerskirchen
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Mercosur und Indien als Chance
„Wir sind mit Abstand die stärkste landwirtschaftliche Produktionsgruppe im Burgenland“, erklärt Burgenlands Weinbaupräsident Andreas Liegenfeld. Das vor allem in der Landwirtschaft für Kritik sorgende Mercosur-Abkommen sieht er aber als "weniger bedrohlich" für die Weinwirtschaft. Österreichs Weinbaupräsident Johannes Schmuckenschlager sieht darin sogar eher eine Chance, genauso wie im EU-Handelsabkommen mit Indien. "Das ist ein Milliardenvolk und ein riesiger Markt."
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