10.11.2016, 16:21 Uhr

Ärzte gaben Denise keine Überlebenschance

Denise Hintringer leidet an offenem Rücken. (Foto: Andreas Krieger)

Seit ihrer Geburt leidet Denise Hintringer an einem offenen Rücken. Trotz Probleme im Alltag beweist die Ennserin ihren starken Lebenswillen.

ENNS (km). Die 20-jährige Denise Hintringer ist eine wahre Kämpfernatur. Seit ihrer Geburt leidet sie an Spina bifida, einem offenen Rücken. Denise spürt deshalb ab der Brustwirbelsäule abwärts nichts mehr. "Man gewohnt sich daran", erzählt die 20-Jährige nüchtern. Als sie sich den Oberschenkel gebrochen hat, habe sie es nur gehört. Durch ständiges Sitzen leidet Denise auch an einer starken Skoliose. Ihre Wirbelsäule ist bereits zu 70 Grad verkrümmt. "Normalerweise würden die Ärzte ab 40 Grad operieren", so Silvia Hintringer, Mama von Denise. "Wir versuchen aber eine OP solange wie möglich aufzuschieben." Im ersten Moment stößt diese Aussage vielleicht auf Unverständnis. Warum die Familie eine OP vermeiden möchte, wird erst klar, wenn man ihre Geschichte kennt.

Denise kämpft fürs Leben

"Wenn man ein Spina bifida-Kind bekommt, erhält man nur die schlechtesten Prognosen", so Mama Silvia. Bei den Kontrolluntersuchungen sei ihrem Arzt aufgefallen, dass Denise' Kopf kleiner war, als es in dieser Schwangerschaftwoche normal gewesen wäre. Der Arzt überwies Hintringer aus diesem Grund in die Frauenklinik. "Zu dem Zeitpunkt hat er noch so getan, als wäre alles okay." Die dortigen Ärzte nahmen dann eine weitere Untersuchung vor. "Mein Mann war damals nicht dabei", erinnert sich Hintringer. "Die Ärzte waren beinhart. Sie sagten mir, das Kind wird es sowieso nicht überleben." Sie rechneten Denise nicht die geringste Überlebenschance aus, rieten Hintringer sogar zur Abtreibung. "Ich weiß nicht mal mehr, wie ich heimgekommen bin", erzählt die Mutter ergriffen.

Silvia und Andreas Hintringer entschieden sich dennoch für Denise. Direkt nach dem Kaiserschnitt bekam die Frischgeborene ein Ventil eingesetzt, um einen "Wasserkopf" vorzubeugen. "Bei der OP lief jedoch etwas schief", erinnert sich die Mutter gefasst. "Es kam zur Gehirnblutung." Die Ärzte gaben Denise abermals keine Überlebenschance. Doch die Ennserin bewies ihren starken Lebenswillen. "Nicht ganz ein Jahr danach riss das Ventil." Denise wurde sofort ins Krankenhaus gebracht und in einen OP überstellt. "Es war Freitag Nachmittag. Wir haben Stunden vor dem OP gewartet", erinnert sich Mama Silvia. "Doch niemand kam mehr aus dem OP – weder die Ärzte, noch Denise." Erst nach Stunden des Bangens bekamen die Eltern Auskunft. Das Ventil sei ins Herz gerutscht. Eine Herz-OP folgte. "Unsere Einjährige war 15 Stunden in der Narkose." Die Herz-OP sollte jedoch nicht ihre letzte bleiben. Es folgten weitere Operationen, auch eine an den Nieren. "Denise hat wirklich schon viel durchgemacht. Deshalb versuchen wir, eine weitere OP so lange wie möglich hinauszuzögern."

Spenden für Therapie

Um ihr derzeitiges Hauptproblem – die Skoliose — zu therapieren und eine OP so weiter aufzuschieben, muss Denise regelmäßig Übungen machen. "Ich muss fast jeden Tag zur Therapie", so die 20-Jährige. Die Bürokauffrau aus Enns finanziert die Therapien auch mit Hilfe ihrer Eltern. Diese sind jedoch ziemlich kostspielig. Am besten für sie ist die Wassertherapie. "Dabei werden Muskelpartien trainiert, die so nicht angesprochen werden." Da Denise ihre Übungen aus gesundheitlichen Gründen jedoch nicht woanders machen kann, benötigt sie dringend eine Einstiegshilfe fürs Schwimmbecken zuhause. Unser Christkind will Denise helfen, ihren Wunsch wahr werden zu lassen.

Spenden & Helfen

Die BezirksRundschau möchte in der Region Enns mithelfen, Denise Hintringers Traum zu unterstützen. Das schaffen wir jedoch nur mit Hilfe unserer Leser. Richten Sie Ihre Geldspende deshalb bitte mit dem Kennwort ENNS an folgendes Konto bei der Raiffeisenlandesbank:

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Erlagscheine für die BezirksRundschau-Christkind-Aktion liegen in allen Raiffeisenbanken in Oberösterreich auf.

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