Wohngemeinschaft auf 1.200 Quadratmeter eröffnet
Bedrohte Arten ziehen in neue Zoo-WG ein
- Von links: Aufsichtsratsvorsitzender Josef Schöchl, Kuratorin Lisa Sernow, Geschäftsführerin Sabine Grebner, LH Karoline Edtstadler und Bürgermeister Bernhard Auinger bekommen gesunde "Blumensträuße" bei der Eröffnung.
- Foto: Franz Neumayr
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Mit der neuen Südostasien-Wohngemeinschaft hat der Zoo Salzburg ein 1.200 Quadratmeter großes Artenschutz-Gehege eröffnet. Zwergotter, Visayas-Pustelschweine und ein Schopfmakak teilen sich dort künftig einen naturnah gestalteten Lebensraum.
ANIF/SALZBURG. Jüngst lud der Zoo Salzburg zur feierlichen Eröffnung der neuen Südostasien-Wohngemeinschaft im Norden des Tiergartens ein. Neben zahlreichen Besuchern und Angestellten des Salzburger Zoos waren auch Landeshauptfrau Karoline Edtstadler, Bürgermeister Bernhard Auinger, Zoo-Geschäftsführerin Sabine Grebner und Aufsichtsratsvorsitzender Josef Schöchl vor Ort.
- Zwei Zwergotter behalten ihren Mitbewohner neugierig im Auge.
- Foto: Angelika Köppl
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1.200 Quadratmeter für fünf Mitbewohner
Aktuell wird die 1.200 Quadratmeter große Wohngemeinschaft von den Zwergottern Ravi und Mona, den Visayas-Pustelschweinen Miko und Matapang sowie dem Schopfmakak Kera bewohnt. Die sich aufdrängende Frage nach dem Verbleib der Artgenossen für Äffchen Kera kann Grebner aus erster Hand beantworten: Er soll drei weibliche Schopfmakaken aus einem englischen Zoo als tierische Gesellschaft dazubekommen.
Die Herausforderung dabei: Aufgrund des „Brexits“ seien die zu überspringenden behördlichen Hürden deutlich höher geworden, was den gesamten Organisationsprozess gehörig in die Länge ziehe. Neben den drei Affenweibchen erwartet der Zoo Salzburg zudem zwei weibliche Pustelschweine aus dem Vereinigten Königreich.
- Die zwei Visaya Pustelschweine erkunden bereits ihren neuen Lebensraum.
- Foto: Angelika Köppl
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Schöchl: „Von einer Menagerie zum Geozoo“
Die Idee für die Südostasien-WG kam laut Angaben des Zoos aus Berlin. „Hier leben nur Tiere, die stark vom Aussterben bedroht sind“, weiß Grebner und betont weiter: „Das ist ein Artenschutz-Gehege.“ In dasselbe Horn stößt auch Josef Schöchl, der den Salzburger Zoo seit vielen Jahren begleitet: „Früher war der Zoo eine Menagerie, wo nur wichtig war, dass die Tiere gesehen werden. Heute ist es ein Geozoo, wo Tiere selbst entscheiden, ob sie gesehen werden wollen.“
- Von links: Josef Schöchl, LH Karline Edtstadler, Sabine Grebner und Bürgermeister Bernhard Auinger.
- Foto: Franz Neumayr
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Anlässlich der Eröffnung betonen die Verantwortlichen immer wieder die Bedeutung des Artenschutzes. Zoo-Chefin Grebner zitiert in diesem Zusammenhang einen ihrer Mitarbeiter: „Wenn es bis heute keine Zoos geben würde, müsste man sie schnellstmöglich erfinden.“
Über die baulichen Details und Kosten
Vom Spatenstich bis zur Eröffnung dauerte es etwa eineinhalb Jahre. Die Kosten für die Südostasien-WG belaufen sich auf rund 1,2 Millionen Euro. Offiziellen Angaben zufolge wird die Finanzierung zu je einem Drittel vom Land Salzburg, von der Stadt Salzburg und aus einer Erbschaft getragen.
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