Sport-Podcast „Gemma!“
„Butter ist Leben“, sagt die Ernährungsexpertin

Zwischen zwei Kursen in der Crossfit-Box schnell die Mails checken: Bine Goldner bei der Arbeit.
23Bilder
  • Zwischen zwei Kursen in der Crossfit-Box schnell die Mails checken: Bine Goldner bei der Arbeit.
  • Foto: Goldner
  • hochgeladen von Stefan Schubert

SALZBURG. Manche Menschen können viel, nichts zu tun gehört aber nicht zu ihren Stärken. Sabine „Bine“ Goldner ist wohl so ein Typ. Sie betreibt in Elixhausen die „Physio-Praxis 510“, macht unter dem Namen „Plan Bee“ Ernährungscoaching und betreibt ganz nebenbei mit „Crossfit Rawsome“ eine eigene Crossfit-Box. Im Sport-Podcast „Gemma!“ spricht sie über ihr Fachgebiet Ernährung und Bewegung und erklärt, warum auch Ernährungsberater manchmal noch nach dem Zähneputzen naschen. 

„Ich bin ein Schadentier“

Der Wunsch, Physiotherapeutin zu werden, entstand gewissermaßen aus Eigenbedarf. „Ich bin ein Schadentier, tu mir ständig selbst weh“, gesteht Goldner. „Daher dachte ich, es wäre vermutlich gut, mir selbst helfen zu können.“ Die eigene Praxis entwickelte sich dann aus einem Drang, eigene Entscheidungen zu treffen. Die Praxis 5101 betreibt sie gemeinsam mit einem Kompagnon, den sie vom Crossfit, ihrer großen sportlichen Leidenschaft, kennt.

„Butter ist Leben“

Kein Satz, der nach Verzicht und Hungern klingt. Das ist, so Goldner, aber auch der falsche Weg. Nahrungsaufnahme möchte sie nicht nur als reine Energiezufuhr verstanden wissen. Sie möchte ihren Klientinnen und Klienten lieber einen intuitiven Zugang zum Essen vermitteln. „Essen hat sehr oft eine emotionale Komponente“, so Goldner. Sie will Wissen vermitteln, damit klar ist, was der Körper wann braucht. „Ich möchte den Leuten einen Leitfaden an die Hand geben, an dem sie sich orientieren können.“ Mit Essen seien auch immer viele Erinnerungen verknüpft, so Goldner. Und genau deswegen gehört auch Butter fix dazu. „Ein frisches Brot, Butter drauf, da brauche ich sonst nichts. Das ist für mich eine Kindheitserinnerung.“

Sabine „Bine“ Goldner.

Planung ist alles

Immer viel zu tun, das kennen alle Selbstständigen. Bine Goldner ist aber keine, die deswegen jammert. „Es hat sich alles schrittweise entwickelt und ich bin in das Zeitmanagement auch reingewachsen“, so Goldner. Ihre Termine, beruflich wie privat, erfasst sie penibel im Kalender. Es gibt zwar auch Tage, an denen es drunter und drüber geht, im Normalfall, so Goldner, „klappt das aber ganz gut“.

Planung ist auch bei der richtigen Ernährung ein wichtiger Bestandteil am Weg zum gewünschten Ziel. Nicht einfach irgendetwas in sich hineinzustopfen, sondern mit Plan zu agieren, braucht Vorbereitung. Goldner empfiehlt, langsam in das Thema hineinzuwachsen und dranzubleiben. „Das ist, wie wenn man bei einer neuen Sprache die Grundvokabeln lernt. Je öfter man das macht, desto routinierter wird man.“ Routinen, so Goldner, müssten etabliert werden und Ausdauer zahle sich einfach aus.

Hier ist Bine die Chefin: Crossfit Rawsome.
  • Hier ist Bine die Chefin: Crossfit Rawsome.
  • Foto: Goldner
  • hochgeladen von Stefan Schubert

Motiviert sein, etwas machen wollen

Bine Goldner ist eine durchaus muskulöse Erscheinung. Ihren Körperbau hat sie ihrer großen Leidenschaft, dem Crossfit zu verdanken. Crossfit ist ein grundlegendes Kraft- und Konditionsprogramm. Das funktionale, ständig variierende und auch recht intensive Training fordert den Körper in vielen Bereichen. Crossfit macht man im Regelfall in einer Gruppe. Neben Kraft und Ausdauer sind auch Koordination und Flexibilität gefragt. 

Informiert man sich online über Crossfit, sieht man meist unglaubliche Athleten mit Sixpack. Viele Interessierte verschreckt das auch. „Wenn man sich dann denkt, ich bin einfach nicht fit genug, um damit anzufangen, ist das schade“, findet Goldner. Sie erinnert daran, dass solche Google-Streifzüge meist die absoluten Top-Athleten einer Sportart zutage fördern. „Die Philosophie hinter Crossfit ist das Training in der Gemeinschaft.“ Sie arbeitet am liebsten mit „Leuten, die motiviert sind und etwas machen wollen“. Dank ihrer Trainer, die auf jeden Teilnehmer eingehen und die Übungen dem Leistungsniveau entsprechend anpassen, sei ein Einstieg problemlos möglich. „Auch die saubere Ausführung der Übungen ist uns sehr wichtig“, stellt Goldner klar.

Crossfit ist ein Teamsport. Trotzdem können die Übungen je nach Fitnesslevel und Zielen individuell angepasst werden.
  • Crossfit ist ein Teamsport. Trotzdem können die Übungen je nach Fitnesslevel und Zielen individuell angepasst werden.
  • Foto: Goldner
  • hochgeladen von Stefan Schubert

Bine auf Insta – klare Folgeempfehlung

Auch auf Instagram ist Goldner sehr aktiv. Unter dem Handle @bicepslikebine – der Name kommt nicht von ungefähr – zeigt sie aber nicht nur tolle Bilder. Auch Misserfolge und Hoppalas werden thematisiert. „Da war am Anfang jeder Model. Ich habe da auch zu viel hineininterpretiert, das zu ernst genommen und mich runterziehen lassen.“ Die perfekte (Schein-) Welt der anderen, immer schöner als die eigene, das kann schnell zur psychischen Belastung werden. „Irgendwann habe ich gemerkt, ich habe nicht die Zeit, nicht die Lust, mich so stark damit auseinanderzusetzen“, so Goldner. Sie habe damals festgestellt, dass es ihr im Großen und Ganzen egal sei, was andere über sie denken. Das habe seinen Ursprung aber eher nicht in Social Media, sondern im richtigen Leben. Wegen „Persönlichkeitsentwicklung und so“, sagt Bine Goldner. Seither postet sie Dinge, die ihr am Herzen liegen, die ihr wichtig sind. Wenn sie damit jemanden mitnehmen könne, sei das gut, wenn nicht, dann eben nicht.

In der Praxis 5101 in Elixhausen kümmert sich Goldner um alle Anliegen im Bereich der Physiotherapie.
  • In der Praxis 5101 in Elixhausen kümmert sich Goldner um alle Anliegen im Bereich der Physiotherapie.
  • Foto: Goldner
  • hochgeladen von Stefan Schubert

Es ist nie zu spät

Auf die gesellschaftlichen Probleme, die es rund um ihr Fachgebiet Ernährung und Bewegung gibt, hat auch Sabine Goldner keine Antwort. Sie baut eher darauf, dass wir uns alle, nimmt man Bezug auf den Erneuerungsprozess der Zellen, noch in der Pubertät befinden. „Unsere älteste Muskelzelle ist zwölf Jahre alt, weil sich die Zellen immer wieder erneuern“, erklärt sie. „So lange wir uns rühren können, können wir Sport machen. So lange wir atmen, können wir uns auch bewegen.“ Das sei der Schlüssel, um langfristig fit und gesund zu bleiben. „Es heißt ja Bewegungsapparat und nicht Herumsitz- und Herumliegeapparat.“

Crossfit kann auch, wie hier beim Wettkampf deutlich zu sehen, als Leistungssport betrieben werden.
  • Crossfit kann auch, wie hier beim Wettkampf deutlich zu sehen, als Leistungssport betrieben werden.
  • Foto: Goldner
  • hochgeladen von Stefan Schubert
Du willst eigene Beiträge veröffentlichen?

Werde Regionaut!

Jetzt registrieren

Kommentare

?

Du möchtest kommentieren?

Du möchtest zur Diskussion beitragen? Melde Dich an, um Kommentare zu verfassen.

Du willst eigene Beiträge veröffentlichen?

Werde Regionaut!

Jetzt registrieren

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

Du möchtest selbst beitragen?

Melde dich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen

Beitrag oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen

Foto des Tages einbetten

Abbrechen

Veranstaltung oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen