03.07.2017, 13:26 Uhr

Auf des Kaisers Spuren

Schafft 1.200 Höhenmeter in 35 Minuten: Die Zahradbahn auf den Schafberg. (Foto: Foto: Salzburg AG)

Der Schafberg und der Wolfgangsee mit Stil, Geschichte und Natur

ST. GILGEN/STROBL/ST: WOLFGANG (lin). Den Flachgauern das Salzkammergut erklären hieße, Eulen nach Athen tragen. Und doch sei auf ein Erlerbnis hingewiesen, dass sich auch dann lohnt, wenn man es schon kennt: Mit der Zahnradbahn auf den Schafberg, kombiniert mit einer Schifffahrt über den Wolfgangsee. Mit anderen Worten: Wandeln auf des Kaisers Spuren in Kombination mit modernster Technik in atemberaubender Natur.

Seit 1893 dampft eine Kohlelok auf den Schafberg und zieht die historischen Waggons auf fast 1.900 Meter Seehöhe. "Moderne Dieselloks gibt es auf unserer einzigartgen Zahnradbahn zwar auch, aber immer Sonntags holen die nostalgischen Zugpferde aus der Remise", sagte Peter Brandl, Bereichsleiter Verkehr der Salzburg AG. "Die schaffen die 26 Prozent Steigung ebenfalls, und die Fahrgäste lieben unsere historischen Loks."

Die K&K Handy-App

Wo vor 124 Jahren erstmals Damen in langen Kleidern und mondän-wallenden Hüten hochgetuckert sind, informieren sich heute viele der 250.000 Besucher via Handy-App über die Besonderheiten dieser Bahn, der Natur und der Umgebung. "Für Kinder, denen beim Runterfahren langweilig wird, gibt es ein eigenes Programm, und ganz oben auf der Himmelpforthütte wartet eine echte Spezialität auf unsere Gäste: Der Himmelsnektar", schwärmt Brandl. Was genau das ist, will uns der Mann aber partout nicht verraten.

Hochzeit mit Kapitän

Der Talbahnhof liegt in Oberösterreich, und der Gipfel liegt in Salzburg. Die Fahrt ist also ein Grenzgang, und oben am Gipfel ist die Aussicht in beide Länder überwältigend. Wie kleine Punkte sehen dann auch die insgesamt sechs Passagier-Schiffe auf dem Wolfgangsee aus, die den Ausflug in die schönste Ecke des Salzkammergutes erst perfekt machen. "MS Salzburg", "MS Österreich" oder "Kaiser Franz Josef" heißen drei dieser Schiffe. Sie transportieren pro Fahrt bis zu 300 Menschen zu sieben Anlegestellen rund um den See. "Und sie nehmen Fahrräder mit für Leute, die den See umrunden und dann an der Falkensteinwand nicht weiterkönnen", sagt Brandl und fügt hinzu: "Immer beliebter sind unsere Sonderfahrten: Ab 870 Euro kann man sich ein Schiff samt Mannschaft mieten, das nützen viele Leute zum Heiraten oder für ganz besondere Familienfeste." Und für alle, die den See und die Berge in gepflegter Atmosphäre genießen wollen, bietet die Wolfgangsee-Schifffahrt das sogenannte "Bier und Dine". An vier Samstagen in diesem Sommer wird auf dem Schiff ein mehrgängiges Menü serviert, Bier von Someliers verköstigt und dabei bodenständig-intelligente Livemusik der "Jodel-Jazz"-Band "Bock auf Heidi" konsumiert. Dafür gibt es nur noch wenige Restplätze.
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