18.10.2014, 11:48 Uhr

Wachstumskritiker zu Gast im BORG Oberndorf

Niko Paechs Vortrag in der Robert-Jungk-Bibliothek, wo er ebenfalls mit dem Publikum diskutierte. (Foto: Holzinger)
OBERNDRF (fer). Wachstumskritiker Niko Paech kam Mitte Oktober unter anderem nach Oberndorf und diskutierte am BORG mit interessierten Oberndorfern über den Charme und die Notwendigkeit eines konsumreduzierten Lebens. „Unsere technologische Zivilisation basiert auf einer Plünderungsökonomie“. So lässt sich der Befund des an der Universität Oldenburg lehrenden Umweltökonomen zusammenfassen. Unser Wirtschafts- und Konsummodell sei nicht nur ressourcenintensiv, es sei auch auf Schulden gebaut. Zudem stoße es auf psychische Wachstumsgrenzen. Da wir gar nicht die Zeit hätten, alle Güter zu nutzen, die wir anschaffen, entstehe Konsumstress, so Paech. Die Verdichtung des Berufs- und Freizeitlebens durch die Digitalisierung überschreite zudem die menschlichen Verarbeitungskapazitäten, die Folge seien Burnout-Störungen sowie eine Zunahme von Depressionen: „Die Ratgeberliteratur für ein besseres Zeitmanagement boomt, die Ratlosigkeit aber auch“, meint der Umweltökonom.
0
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.