Zukünftiger Bürgermeister von Gutau
Zu Hause am Fußballplatz, auf Baustellen und in der Welt der Zahlen
- Dominic Brunner
- Foto: SPÖ Gutau
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Nach dem Rückzug von Langzeitbürgermeister Josef Lindner übernimmt Dominic Brunner am 1. September die Amtsgeschäfte in Gutau. Am 1. Oktober wird er dann durch den Gemeinderat zum Bürgermeister gewählt.
GUTAU. Dass er zukünftig für den Fünf-Millionen-Haushalt der Gemeinde Gutau zuständig sein wird, schreckt Dominic Brunner nicht ab. Denn verantwortungsvoll mit viel Geld umzugehen – das ist der 37-jährige Baukaufmann gewohnt. Derzeit hat der Angestellte der Firma Porr gleich zwei große Baustellen zu betreuen: den Bahnhof in Ried im Innkreis und die S 10 in Rainbach im Mühlkreis. Im Rahmen der Betonbau-Arge für die Mühlviertler Schnellstraße ist er unter anderem für Materialbeschaffung, Rechnungsprüfung und Personalangelegenheiten zuständig. Das Budget beträgt 40 Millionen Euro.
Vater und Sohn im Gemeinderat
„Das Wissen, das ich mir bei der Baustellenbetreuung angeeignet habe, kann ich mit Sicherheit gut für die Gemeinde nutzen“, sagt Brunner, der schon als Jugendlicher bei Porr begann. Während seiner Lehre betätigte er sich auch politisch – und zwar in der Sozialistischen Jugend. Es dauerte nicht lange, bis Bürgermeister Josef Lindner und sein damaliger „Vize“ Karl Höller auf ihn aufmerksam wurden. „Ich kann mich noch gut erinnern, als die beiden in meinem Elternhaus am Küchentisch saßen und mich fragten, ob ich mir vorstellen könne, in den Gemeinderat einzuziehen.“ Als er sein Interesse bekundete, meinte sein Vater Michael, der ebenfalls bei dem Gespräch dabei war: „Dann mache ich auch mit.“ Und so kam es, dass 2009 Vater und Sohn Brunner gleichzeitig zu SPÖ-Gemeinderäten wurden.
Reduktion der Arbeitszeit
2015 war er dann schon Fraktionsobmann und 2021 folgte die Kür zum Vizebürgermeister. Als klar war, dass sich Josef Lindner – seit 2003 Bürgermeister – zurückziehen wolle, galt es, innerhalb der Partei die Nachfolge zu regeln. Der Prozess dauerte ein wenig. Auch deshalb, weil ihn die Firma Porr nicht verlieren wollte. „Doch jetzt haben wir eine Regelung getroffen, die für beide Seiten passt“, sagt Brunner. Er wird mit 1. September auf 30 Stunden reduzieren.
Daumen drücken für die Brüder
In seiner Freizeit betreibt er gern Sport – aktiv am Tennisplatz, beim Wandern oder Skifahren, passiv am Fußballplatz. Seine beiden Brüder Florian und Benedikt spielen bei er TSU Wartberg/Aist beziehungsweise bei der DSG Union Gutau. Oft an seiner Seite auf der Fußballtribüne: seine kleine Schwester Marie-Christin (16). Und dann gibt es noch die zweite Schwester Cornelia (35), die in Meitschenhof in Pregarten lebt. Apropos Pregarten: Von der Familie seiner Mama Regina ist Dominic Brunner eher konservativ vorbelastet. Sein Opa Johann Buchberger war Gemeinderat in Pregarten, seine Oma engagierte sich gleichzeitig in der Pfarre. Dass er bei der SPÖ landete, hat viel mit dem 2023 verstorbenen Josef Klaner zu tun. „Er war Betriebsratsvorsitzender bei der Firma Porr und mit ihm habe ich viel Zeit im Auto verbracht. Dabei haben wir natürlich auch politisiert. An Josef hat mich fasziniert, dass er sich für alle eingesetzt und alle gleich behandelt hat. Er war eine Art Mentor für mich.“
Bürgermeisterwahl am 1. Oktober
Am 1. September übernimmt Dominic Brunner die Amtsgeschäfte der Gemeinde Gutau, exakt ein Monat später – am 1. Oktober – findet die Wahl zum Bürgermeister durch den Gemeinderat statt. Da die SPÖ mit 14 von 25 Mandaten über die absolute Mehrheit verfügt, wird es keine Überraschung geben. „Als überzeugter Gutauer kennt Dominic die Gemeinde bestens“, sagt Langzeitbürgermeister Josef Lindner über seinen Nachfolger. „In knapp drei Perioden im Gemeinderat in unterschiedlichen Funktionen, aktuell als Vizebürgermeister, hat er sich beste Kenntnisse erworben. So weiß er, was es zur Gestaltung der Zukunft von Gutau braucht.“ Neue Vizebürgermeisterin wird Beatrice Raber.
⇨ ZUR SACHE
Der Bürgermeister wird aufgrund des gleichen, unmittelbaren, geheimen und persönlichen Mehrheitswahlrechts eigentlich von der Gesamtheit der Wahlberechtigten einer Gemeinde gewählt. Scheidet ein amtierender Bürgermeister – so wie Josef Lindner – allerdings nach dem vierten Jahr der sechsjährigen Legislaturperiode aus, wird der Nachfolger durch den Gemeinderat gewählt.
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