Mehr Windenbergungen
ARA Flugrettung hob im ersten Halbjahr 1.206 Mal ab
- Windenbergungen wie diese haben bei der ARA
Flugrettung im ersten Halbjahr 2024 stark zugenommen. - Foto: Foto ARA/Tomas Kika
- hochgeladen von Julia Anna Strammer
Die drei Notarzthubschrauber der ARA Flugrettung hoben im ersten Halbjahr dieses Jahres insgesamt 1.206 Mal ab, um Menschenleben zu retten. Im Vergleich zum Jahr davor bedeutet dieser Wert einen leichten Anstieg.
KÄRNTEN. Die gemeinnützige ARA Flugrettung ist mit ihren drei Notarzthubschraubern im ersten Halbjahr zu insgesamt 1.206 Einsätzen angefordert worden. Das bedeutet gegenüber dem Vorjahr ein Plus von 15 Einsätzen. "Unterm Strich kann man von einer stabilen Einsatzentwicklung sprechen. Auffallend ist allerdings, dass es bei den Windenbergungen und den Interhospitaltransporten eine doch sehr deutliche Steigerung gibt", berichtet ARA-Geschäftsführer Thomas Jank.
Patienten werden öfter verlegt
Der stellvertretende Geschäftsführer der ARA Flugrettung, Andreas Grießer, erklärt den Anstieg von 33 Prozent bei den Interhospitaltransporten: "Die Krankenhauslandschaft befindet sich im Wandel. Die Universalanbieter von früher werden weniger. Die Fokussierung auf gewisse Fachbereiche schreitet zügig voran. Deshalb ist es immer öfter notwendig, Patienten zu verlegen, um nach der Erstaufnahme rasch die optimale medizinische Behandlung zu gewährleisten."
Windenbergung nimmt zu
Die zweite auffallende Entwicklung gibt es im Bereich der Windenbergungen zu verzeichnen. Im Vergleich zum Vorjahr liegt hier der Anstieg bei beachtlichen 65 Prozent. Weil im vergangenen Winter am Nassfeld erstmals ein Windenhubschrauber zum Einsatz kam, ist ein Teil dieses kräftigen Plus auf den "Einmaleffekt" am Nassfeld zurückzuführen. Doch auch bereinigt um die 39 Windeneinsätze am Nassfeld, fällt die Steigerung mit rund 25 Prozent gegenüber dem Vorjahr stark aus. "Durch die fix angebaute Rettungswinde bringen wir die notärztliche Versorgung rasch zum Patienten. Anstatt mitunter minutenlang nach einer sicheren Landemöglichkeit in unmittelbarer Nähe des Einsatzortes zu suchen, bringen wir Flugretter und Notarzt mittels Winde zügig zum Ort des Geschehens und suchen danach nach geeigneten Landemöglichkeiten", erläutert der Flugbetriebsleiter der ARA Flugrettung Herbert Graf.
Keine Landemöglichkeit
"Von der Pistenrettung aufgrund der Hubschrauberlandung errichtete Absperrungen werden von schaulustigen Schifahrern leider immer öfter ignoriert. Nicht selten kommt es vor, dass wir an der Unfallstelle auf der Piste nicht landen können, weil Schaulustige nicht ausweichen und so eine sichere Landung verhindern. Dann greifen wir zur Winde, denn Sicherheit geht immer vor." Für die 2001 gegründete gemeinnützige ARA Flugrettung sind aktuell 92 Mitarbeiter tätig.
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