ARA Flugrettung zieht Bilanz für 2025
Wenn Sekunden zählen und die Nacht zum Einsatzraum wird

Die Flugrettungsprofis der ARA Flugrettung absolvierten im vergangenen Jahr 344 Windeneinsätze – so viele wie noch nie zuvor in der mittlerweile fast 25-jährigen Geschichte des gemeinnützigen Unternehmens. | Foto: ARA/Tomas Kika
  • Die Flugrettungsprofis der ARA Flugrettung absolvierten im vergangenen Jahr 344 Windeneinsätze – so viele wie noch nie zuvor in der mittlerweile fast 25-jährigen Geschichte des gemeinnützigen Unternehmens.
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Rotoren schneiden durch Dunkelheit, Scheinwerfer tasten steile Hänge ab, unten warten Menschen auf Hilfe. Das Jahr 2025 hat der ARA Flugrettung eindrucksvoll vor Augen geführt, wie sehr sich Einsätze verlagern – insbesondere in die Nacht. Während die Gesamtzahl der Alarmierungen leicht zurückging, erreichten nächtliche Windenbergungen einen neuen Höchststand. Ein Blick auf ein Jahr voller Herausforderungen, Innovationen und hochkonzentrierter Teamarbeit.

NASSFELD. FRESACH. Insgesamt 2.145 Alarmierungen verzeichnete die ARA Flugrettung im Jahr 2025. Damit lag das Einsatzaufkommen unter jenem des Vorjahres. Der Rückgang ist vor allem auf betriebliche Anpassungen zurückzuführen, darunter eine temporäre Sommerpause an der Station Nassfeld. Weniger Flüge bedeuteten jedoch keineswegs weniger Verantwortung: Jeder Einsatz stellte höchste Anforderungen an Mensch und Material.

Fresach als verlässliche Konstante

Die Station Fresach blieb auch 2025 ein tragender Pfeiler im ARA-Verbund. Über tausend Einsätze wurden hier geflogen, der Großteil davon als Primäreinsätze direkt am Notfallort. Ob Verkehrsunfall, Freizeitverletzung oder akuter medizinischer Notfall – der Hubschrauber RK-1 hob beinahe täglich ab, um rasche Hilfe aus der Luft zu bringen. Auch wenn die Zahl der Einsätze leicht zurückging, blieb Fresach eine der meistfrequentierten Basen des Unternehmens.

Nassfeld: Präzision im saisonalen Betrieb

Am Nassfeld war die ARA Flugrettung 2025 saisonal im Einsatz. Trotz kürzerer Betriebszeiten zeigte sich die Station als wichtiger Bestandteil der alpinen Notfallversorgung. Vor allem im Winter, wenn Skipisten und hochalpines Gelände stark frequentiert sind, war der dort stationierte Hubschrauber ein entscheidender Faktor für schnelle Hilfe. Jeder Einsatz erforderte präzises Zusammenspiel von Crew, Technik und Erfahrung.

Nächtliche Windenbergungen auf dem Vormarsch

Besonders deutlich trat 2025 ein Trend hervor, der die Flugrettung nachhaltig prägt: nächtliche Windenoperationen. Ihre Zahl stieg gegenüber dem Vorjahr markant an. Diese Einsätze gelten als eine der anspruchsvollsten Disziplinen der Luftrettung. Ohne Zwischenlandungen, oft in unwegsamem Gelände und bei eingeschränkter Sicht, werden Patientinnen und Patienten direkt aus der Gefahrenzone geborgen – ein entscheidender Zeitgewinn, der Leben retten kann.

Neue Technik hebt Sicherheit auf ein neues Niveau

Ein wichtiger Schritt in Richtung Zukunft wurde am Nassfeld gesetzt: Dort kam erstmals in Österreich ein H145-Hubschrauber mit Fünfblattrotor zum Einsatz. Mehr Leistung, höhere Stabilität und bessere Zuladung erweitern die Einsatzmöglichkeiten spürbar. Ergänzt wird diese technische Aufrüstung durch moderne „Pulsing Lights“, ein spezielles Lichtsystem, das den Hubschrauber bei Tag und Nacht deutlich sichtbarer macht – sowohl aus der Luft als auch am Boden.

Einsätze spiegeln Freizeit und Alltag wider

Der Großteil der Alarmierungen resultierte auch 2025 aus Sport- und Freizeitunfällen. Dahinter folgten internistische und neurologische Notfälle. Gerade in Regionen wie Fresach und am Nassfeld, wo Tourismus, Natur und alpine Herausforderungen zusammentreffen, zeigt sich die ganze Bandbreite möglicher Einsatzszenarien.

Menschen hinter den Rotorblättern

Technik allein rettet keine Leben. Insgesamt 88 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter standen 2025 für die ARA Flugrettung im Einsatz – Piloten, Notärzte, Flugretter, Windenoperatoren und Verwaltungskräfte. An allen Stationen wird mit einer vierköpfigen Kerncrew geflogen, die bei Bedarf durch Spezialkräfte ergänzt wird. Dieses Zusammenspiel aus Erfahrung, Ausbildung und Vertrauen bildet das Fundament jeder Mission.

25 Jahre ARA Flugrettung – Blick nach vorne

Gegründet im Jahr 2001, feiert die ARA Flugrettung heuer ihr 25-jähriges Bestehen. Mit Standorten in Fresach, Reutte und am Nassfeld und der engen Zusammenarbeit mit dem Kärntner Roten Kreuz sowie der DRF Luftrettung blickt das Unternehmen auf eine stabile Entwicklung zurück. Das Jahr 2025 hat gezeigt: Die Anforderungen wachsen, besonders in der Nacht – und die ARA Flugrettung ist bereit, ihnen auch in Zukunft entschlossen zu begegnen.

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