Eine Welle der Hilfsbereitschaft
So helfen die Gemeinden ihren Bürgern

Große Hilfsbereitschaft in der Lebensmittelversorgung für ältere und schwächere Personen.
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  • Große Hilfsbereitschaft in der Lebensmittelversorgung für ältere und schwächere Personen.
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BEZIRK GMÜND. Die Ausgangsbeschränkungen zur Eindämmung der Corona-Epidemie sehen zwar vor, dass Besorgungen von Lebensmittel und wichtigen Produkten wie Medikamente durchgeführt werden dürfen. Ältere oder durch Krankheit geschwächte Personen, die das Haus beziehungsweise die Wohnung nicht verlassen sollten, sind mit der Versorgung von Lebensmittel auf andere angewiesen. Zahlreiche Gemeinden bieten hier umfassende Hilfsdienste an.

Die Stadtgemeinde Gmünd steht für die Risikogruppen, die keine Hilfestellung von Angehörigen haben und dringend Hilfe benötigen als Anlaufstelle zur Verfügung. Hierfür wird gebeten, das Gemeindeamt Gmünd von Montag bis Freitag von 8 bis 12 Uhr zu kontaktieren.

Die Gemeinde St. Martin richtet präventiv ein Team St. Martin ein, dass bei Verschlechterung der Situation den Schutz von gefährdeten Personen aufrecht erhalten soll. Weitere Freiwillige, die nicht zur gefährdeten Personengruppe gehören, werden gebeten sich im Gemeindeamt zu melden. 

Der Bürgermeister der Gemeinde Waldenstein betonte in einer Aussendung, besonderes Augenmerk auf den Schutz der älteren Bevölkerung zu richten, da diese durch das Coronavirus am meisten gefährdet ist. Für den Fall, dass Unterstützung bei der Besorgung von Lebensmittel benötigt wird besteht die Möglichkeit beim Nahversorger Andreas Walenta telefonisch zu bestellen. Für den Bedarf an lebensnotwendigen Medikamenten kann das Gemeindeamt kontaktiert werden. Die bestellten Lebensmittel und Medikamente werden von den Gemeinderäten zu der Wohnungstür gebracht und dort abgestellt. Um den persönlichen Kontakt zu vermeiden und zum Schutz der älteren Bevölkerung können die Waren von der Gemeinde vorfinanziert werden, die Verrechnung erfolgt dann, wann sich das Leben wieder normalisiert hat.

In der Gemeinde Eisgarn bietet der örtliche Nahversorger "Evas G’schäft" Hauszustellung im Gemeindegebiet an. Des weiteren haben sich Freiwillige für diverse Hilfsdienste angeboten, bei Bedarf wird der Kontakt über die Gemeinde hergestellt.

Die Gemeinde Haugschlag hat jenen Personen, die die Grundversorgung mit Nahrungsmittel oder Medikamente nicht mehr selber beziehungsweise durch Familienangehörige oder Nachbarn aufrechterhalten können, angeboten, sich beim Gemeindeamt zu melden wo diese Tätigkeiten  organisiert werden. Auch unser Nahversorger „Dorfg’schäft Mader“ bemüht sich, die Versorgung mit dem Notwendigsten aufrecht zu erhalten. Die Gemeinde Haugschlag ist froh, dass der Zusammenhalt und die Hilfsbereitschaft unter den Menschen so groß ist.

Die Stadtgemeinde Schrems hat aufgrund der aktuellen Lage eine Hilfsaktion für Risikogruppen eingerichtet. Personen, die zurzeit nicht von einer anderen Hilfsorganisation betreut werden, werden von der Stadtgemeinde Schrems bei den täglichen Besorgungen unterstützt. Bei Bedarf steht das Stadtamt für telefonisch zur Verfügung, hier gibts es auch mehr Informationen für freiwillige Helfer. 

In der Marktgemeinde Großdietmanns wurde eine Versorgung von Bürgerinnen und Bürgern, die im alltäglichen Leben Unterstützung benötigen organisiert. Für die Organisation in der Gemeinde Großdietmanns ist Vizebürgermeister Christopf Jindra zuständig. 

Die Marktgemeinde Großschönau verteilte bereits am Montag ein Informationsschreiben für Hilfsangebote an alle Haushalte in der Gemeinde. Personen, die zur Risikogruppe gehören, wurde angeraten Angehörige oder Nachbarn um Erledigung des Einkaufs zu bitten. Die Lebensmittelversorgung ist grundsätzlich durch den Kaufmann Herbert Schagginger gesichert, bei dem auch von Montag bis Freitag von 8 bis 12 Uhr telefonisch bestellt werden kann. Ein Kurierdienst holt die frische Ware am Folgetag im Kaufhaus ab und liefert diese bis 12 Uhr. Im Gasthof Thaler kann unter anderem für Risikopersonen Mittagessen bestellt werden. Für Zustellung im Bedarfsfall wird gesorgt. Ausserdem richtete die Gemeinde einen Notkurierdienst für Medikamente ein.

Die Gemeinde Moorbad Harbach hat für die Unterstützung von lebenswichtigen Besorgungen, etwa Lebensmittel und Medikamente, vier Personen aus der Gemeinde mit der Organisation beauftragt.

Die Gemeinde Reingers steht den Personen, die nicht durch Verwandte oder Nachbarn versorgt werden können, unterstützend zur Seite.

Die Marktgemeinde Eggern ist dabei, im Sinne der Nachbarschaftshilfe ein Angebot für Botengänge zu erstellen. Ältere Personen, die nicht auf die Hilfe von Angehörigen oder Nachbarn zurückgreifen können, sollen von den Gemeinderäten versorgt werden.

In der Marktgemeinde Hoheneich meldeten sich schon einige freiwillige Helfer. Gemeindebürger, die zur Risikogruppe gehören werden ersucht, sich im Notfall an die Gemeinde zu wenden. 
„Falls Sie zur Risikogruppe gehören und keine Möglichkeit haben durch Verwandte oder Freunde mit Lebensmitteln und/oder Medikamenten versorgt zu werden, melden Sie sich bitte umgehend am Gemeindeamt! Die Marktgemeinde Hoheneich bietet einen kostenlosen Einkauf- und Lieferservice für notwendige Lebensmittel und Medikamente an. Ihre Bestellung wird telefonisch (02852/52664) oder via E-Mail (gemeinde@hoheneich.gv.at) von Montag bis Freitag zwischen 8 und 12 Uhr entgegengenommen. Ihre Bestellung wird noch am selben Tag ohne jeglichen sozialen Kontakt bis zur Haustüre geliefert.“
Falls Sie Fragen zur aktuellen Lage haben oder sich aufgrund der Ausgangsbeschränkungen einsam fühlen, scheuen Sie sich nicht uns zu kontaktieren. Wir haben gerne ein offenes Ohr für Sie! (Montag bis Freitag von 08:00 bis 20:00 Uhr)

Die Stadtgemeinde Heidenreichstein hat bekanntgegeben, dass für Personen die zur Risikogruppe gehören bereits zahlreiche Personen vorgemerkt sind, die die entsprechenden Hilfsdienste übernehmen können. 

Die Gemeinde Litschau möchte speziell die ältere Generation beziehungsweise Personen mit geschwächten Immunsystem in dieser schwierigen Situation nicht alleine lassen und sie dabei unterstützen, den Alltag so gut wie möglich zu bewältigen. Dazu gibt es in Litschau auch schon erste selbstständige Initiativen, die kontaktiert werden können. Zusätzlich wird präventiv ein "Team Litschau" zum Schutz von gefährdeten Personengruppen eingerichtet.

Für Gemeindebürger von Bad Großpertholz, insbesondere für ältere Personen stehen insgesamt zehn Personen zur Verfügung, an die man sich für allfällige dringende Besorgungen und Erledigungen wenden kann.

Auch Weitra hat einen umfassenden Hilfsdienst bereit gestellt:

Versorgung mit Lebensmittel und Alltagsprodukten

Auch in den restlichen Gemeinden werden ältere oder schwächere Personen unterstützt beziehungsweise zurzeit Hilfsdienste organisiert. Wir berichten laufend!

Große Hilfsbereitschaft in der Lebensmittelversorgung für ältere und schwächere Personen.
Autor:

Angelika Cenkowitz aus Gmünd

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