05.06.2016, 20:20 Uhr

1.502 Personen sind im Bezirk auf Jobsuche

"Die Sockelarbeitslosigkeit nimmt leider zu“, weiß AMS-Gmünd-Leiter Gerhard Ableidinger. (Foto: privat)

Weiterhin angespannte Arbeitsmarktsituation im Bezirk Gmünd.

GMÜND. Die Anspannung auf dem Arbeitsmarkt im Bezirk Gmünd bleibt auch Ende Mai groß. Der Trend der letzten Monate mit steigendem Arbeitskräftepotenzial, weiter zunehmender (Aktiv)Beschäftigung aber auch steigender Arbeitslosigkeit setzt sich fort.


Teilzeitarbeit bedingt Beschäftigungsplus

„Das Angebot an Arbeitskräften steigt stärker als das gesamte Volumen an Arbeit in den Betrieben. Das Beschäftigungsplus verdankt sich also vielfach steigender Teilzeitarbeit. Für uns heißt es, das Angebot an Vakanzen, egal welches Beschäftigungsausmaß in Kooperation mit den Unternehmen in unser Stellenangebot einzuspeisen“, erklärt der Leiter des Arbeitsmarktservice Gmünd, Gerhard Ableidinger.

Saisonarbeitslosigkeit sinkt

Im vergangenen Monat ist die Saisonarbeitslosigkeit im Bezirk Gmünd nochmals zurückgegangen, ein Großteil der Einstellversprechen wurde im abgelaufenen Monat eingelöst. Ende Mai 2016 waren beim Arbeitsmarktservice Gmünd insgesamt 1.502 Personen arbeitslos vorgemerkt, um 144 (od. 8,7 Prozent) weniger als im Vormonat aber um 80 (od. 5,6 Prozent) mehr als zum gleichen Zeitpunkt des Vorjahres.

Ältere & niedrig Qualifizierte

„Das Wirtschaftswachstum reicht nicht aus, um auch benachteiligten Gruppen den (Wieder)einstieg in den Arbeitsmarkt zu ermöglichen. So hat sich im Laufe des Jahres ein Potenzial an Arbeitslosen aufgebaut, das immer schwerer auf geeignete Arbeitsplätze gebracht werden kann. Besonders betroffen sind Ältere, gering Qualifizierte und Personen mit gesundheitlichen Einschränkungen. Zur Vermittlungsunterstützung setzen wir weiterhin diverse Förderungsinstrumente ein, trotzdem nimmt die Sockelarbeitslosigkeit leider zu“, so Ableidinger. Die Betroffenheit von Arbeitslosigkeit ist gegenüber dem Vergleichszeitpunkt des Vorjahres bei den Frauen (+7,1 Prozent) deutlich höher als bei den Männern (+4,2 Prozent).

Mehr Personen in Schulung

Die in diesem Indikator nicht enthaltene Zahl der Arbeitslosen in Schulungen des AMS ist im Vergleich zum Vorjahr um 42 (oder 26,3 Prozent) auf insgesamt 202 deutlich gestiegen. Somit waren Ende Mai 2016 in Summe 1.704 Personen beim AMS Gmünd vorgemerkt, der höchste Wert zu diesem Jahreszeitpunkt seit rund 30 Jahren.
Von den insgesamt 1.502 Vorgemerkten haben 62, also knapp über vier Prozent, wieder eine konkrete Einstellungszusage für die kommenden Monate. „In absoluten Zahlen stieg die Arbeitslosigkeit am stärksten in den Handels- (+16 oder 10,4 Prozent), Büro- (+16 oder 12,6 Prozent) sowie Verkehrsberufen (+14 oder 45,2 Prozent“, berichtet der Geschäftsstellenleiter des AMS Gmünd, Gerhard Ableidinger. Ein erwähnenswerter Rückgang war in den Hilfsberufen (-17 oder -5,9 Prozent) zu verzeichnen.

Arbeitslosenquote bei 9,7 Prozent

Die geschätzte Arbeitslosenquote liegt in Gmünd mit 9,7 Prozent deutlich über dem NÖ-Durchschnitt von 8,3 Prozent.
Im vergangenen Monat wurden im Bezirk Gmünd 175 Jobsuchende neu arbeitslos, um 16 oder 8,4 Prozent weniger als im Mai 2015. In 363 Fällen (+22 oder +6,5 Prozent) konnte die Vormerkung wiederum beendet werden. Davon konnten 213 Personen mit direkter oder indirekter Unterstützung des AMS wieder eine Beschäftigung aufnehmen, 59 sind in eine Schulung eingetreten und 91 sind aus anderen Gründen (Pension, Krankenstand, Meldeversäumnis, Auslandsaufenthalt, Wochenhilfe, etc.) aus der Vormerkung ausgeschieden.


Stellenangebot über dem Niveau des Vorjahres

Mit Ende Mai waren 130 offene Stellen (davon 44 sofort verfügbar) beim AMS Gmünd gemeldet, im Vergleich zum Vorjahr bedeutet dies ein leichtes Plus von vier Stellen (oder 3,2 Prozent). Im abgelaufenen Monat wurden 87 Stellen vom AMS Gmünd geworben und gleichzeitig 123 Stellen mit geeigneten Arbeitskräften besetzt. Die Dauer bis der Besetzung der gemeldeten Stelle betrug im Durchschnitt nur 15 Tage.

eAMS-Service

Mit dem eAMS-Konto können Jobsuchende und Unternehmen zentrale Dienstleistungen des Arbeitsmarktservice per Selbstbedienung im Internet nutzen. Zum Beispiel per Mausklick einen neuen Arbeitsplatz bzw. passende BewerberInnen finden oder Arbeitslosenversicherungsleistungen abwickeln. „Arbeitsuchende mit Internetzugang sparen sich damit manchen Weg in die Geschäftsstelle. Und Unternehmen können so bequem rund um die Uhr AMS-Services nutzen“, erklärt AMS-Geschäftsstellenleiter Gerhard Ableidinger.
Mit dem online Service bietet das AMS einen zusätzlichen Kontaktweg, damit auch außerhalb von Öffnungszeiten Dienstleistungen genutzt werden können. „Selbstverständlich stehen unsere BeraterInnen in der Geschäftsstelle für persönliche Gespräche weiterhin zur Verfügung. Viele Anliegen werden auch telefonisch über unsere ServiceLine betreut“, stellt der AMS-Chef klar
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