17.11.2017, 14:35 Uhr

Güssinger Solartechnik-Firma "Smartflower" ist pleite

Das Unternehmen hat die Photovoltaikanlage "Smartflower" entwickelt, die in Blütenform der Sonne im Tagesverlauf folgt. (Foto: Smartflower)
Die Solartechnologiefirma Smartflower ist pleite. Laut den Kreditschutzverbänden AKV und KSV 1870 wurde über das Vermögen des Unternehmens, das seinen Sitz in Güssing hat, beim Landesgericht Eisenstadt ein Konkursverfahren eröffnet.

Smartflower könne den laufenden Zahlungsverpflichtungen nicht mehr nachkommen, heißt es vom Alpenländischen Kreditorenverband. Die Außenstände betragen laut Angaben des Unternehmens rund 5,2 Millionen Euro. "Gemessen an den Passiva würde es sich um die drittgrößte Insolvenz im Burgenland des heurigen Jahres handeln", berichtet der Kreditschutzverband von 1870.

Die präzisen Insolvenzursachen sowie die endgültigen Vermögensverhältnisse müssten im Zuge des Verfahrens eruiert werden. Rund 20 Gläubiger sollen betroffen sein.

Smartflower hat sich mit seinen Solarsystemen zur Ökostromerzeugung international einen Namen gemacht. Sie bestehen aus Paneelen, die in Form einer Blume mit Blütenblättern angeordnet sind und dem Tagesverlauf der Sonne folgen. Allerdings sind laut AKV nicht genügend „Smartflowers“ verkauft worden, um ein positives Ergebnis zu erzielen.

Noch wurde kein Antrag auf Sanierung eingebracht. Über eine mögliche Weiterführung des Unternehmens liegen noch keine Aussagen vor.

Masseverwalter ist Rechtsanwalt Michael Wagner aus Neusiedl am See. Laut AKV sind vom Konkursverfahren 18 Mitarbeiter betroffen. Bis zum 15. Jänner können Gläubiger ihre Forderungen amelden.
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