Postsportareal
Ohne Bebauung kein Sport in Hernals

Jennifer Kickert (Vorsitzende des Gemeinderatsausschusses für Petitionen und BürgerInnen-Initiativen) (l.) im Gespräch mit den Vertretern der Bürgerinitiative "Zukunft Hernals" Karl Hans Huber und Angelika Schima
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  • Jennifer Kickert (Vorsitzende des Gemeinderatsausschusses für Petitionen und BürgerInnen-Initiativen) (l.) im Gespräch mit den Vertretern der Bürgerinitiative "Zukunft Hernals" Karl Hans Huber und Angelika Schima
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Im Amtshaus Hernals ging die erste Informations- und Beteiligungsveranstaltung zum Thema "Revitalisierung des Postsportareals" über die Bühne.

HERNALS. Im Festsaal wurde an drei Thementischen angeregt diskutiert, es wurden Ideen gesammelt und über zukünftige Vorstellungen siniert. Bei der von MA21 - Stadtteilplanung und Flächenwidmung organisierten Versammlung war die Post nicht eingeladen.

Schon kurz nach den Begrüßungsworten von Bezirksvorsteherin Ilse Pfeffer (SPÖ) brannte es einem Gast auf der Zunge: "Sind verantwortliche Vertreter der Post hier um mit Ihnen direkt sprechen zu können?"

Pfeffer meinte die Post sei eingeladen, wie sich aber herausstellte, war dies nicht der Fall. Gekommen war dennoch ein Vertreter, nämlich Pressesprecher Michael Homola.

Warum Bürgerbeteiligung?

Doch warum braucht es die Beteiligungsverantaltung? Im September 2019 kündigte die Post AG an, das in ihrem Eigentum befindliche Postsportareal im 17. Bezirk einer Modernisierung unterziehen zu wollen. Kurz darauf tauchten erste Entwürfe (Renderings) auf, welche am Rand des Areals auch achtstöckige Wohnbauten zeigten. Nachdem die bz diese veröffentlichte, gab es bei Anrainern und Sportlern große Verunsicherung. Von Verbauung war die Rede. Mit "Zukunft Hernals" hat sich sogar eine Bürgerinitiative zum Schutz und Erhalt des Areals gegründet.

Dieses Rendering der Post sorgte im September für einen Aufschrei der Anrainer und Sportler.
  • Dieses Rendering der Post sorgte im September für einen Aufschrei der Anrainer und Sportler.
  • Foto: Visualisierung: Post
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Mit Jahresende 2019 beschloss die Wiener Stadtentwicklungskommission begrenzende Vorgaben für eine mögliche Entwicklung in diesem Bereich. Der Beschluss beinhaltet auch einen breiten Informations- und Beteiligungsprozess. Diese wurde mit dem Event im Amtshaus gestartet.

Bebauung, Mobilität und Sport

Drei große Themenbereiche wurden diskutiert: Bebauung und Gebäudenutzung, Mobilität und Durchwegung sowie Grünraum, Sport & Freizeit. Eifrig wurden Ideen gesammelt. Es wurde festgehalten was bisher gut funktioniert und was man sich für die Zukunft wünscht. Auch was aus der Sicht von Anrainern auf keinen Fall passieren soll, wurde aufgeschrieben.

Die Anrainer haben Angst vor einer Verbauung und damit zu viel Verkehr.
  • Die Anrainer haben Angst vor einer Verbauung und damit zu viel Verkehr.
  • Foto: Michael J. Payer
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Auch die Bürgerinitiave "Zukunft Hernals" hat bei der Infoveranstaltung im Amtshaus größflächig ihre Argumente präsentiert. "Man merkt, das Thema brennt den Menschen unter den Nägeln", hielt BV Ilse Pfeffer fest. Für die Bezirkschefin steht fest: "Der Dialog ist wichtig. Es müssen Grundkriterien vorgegeben werden, denn irgendetwas hinbauen was niemand will, geht gar nicht. Die Anrainer und Bürger sind jetzt am Wort."

Von Seiten der MA 21 wurde festgehalten: "Die Stadt Wien sammelt jetzt alle Informationen und Wünsche welche die Bürger äußern. Es sind sicher noch keine Pläne vorhanden."

Pläne nein, Wohnbau ja

Dieser Aussage schloss sich auch Post-Pressesprecher Michael Homola an: "Es gibt definitiv keine fixen Pläne!" Der Absicht das Areal zu modernisieren verlieh der Post-Sprecher Nachdruck: "Wir wollen Sport am Areal haben und zusammen mit dem Post SV ausbauen. Wir haben Grünflächen die wir erhalten oder auch ausbauen wollen. Und dafür wird es an den Rändern des Areals Wohnbau geben. Das ist es."

Genau vor diesem Wohbau haben die Anrainer Angst. Die ersten Entwürfe mit achtstöckigen Häusern haben sich in die Köpfe gebrannt. "Solche Renderings zu präsentieren war nicht ganz geschickt", gibt Homola zu und versichert: "Natürlich werden wir uns an die Vorgaben halten. Wenn es eine Bauordnung gibt mit fünf Stockwerken, dann können wir nicht acht bauen. Das ist ganz klar."

"Ohne Investition gibt es keinen Post SV"

Eines gibt Homola dennoch zu bedenken: "Wenn die Post nicht investiert, dann gibt es keinen Post SV mehr. Aber es ist nicht fixiert wo vielleicht eine Halle steht, wo welcher Platz sein wird oder ob dieser gedreht wird. Vielleicht gehen auch Tennisplätze verloren weil man einen Beachvolleyplatz braucht. Keine Ahnung. Das ist noch alles unklar. Wir sind am Anfang des Prozesses."

Der Post SV ist als Generalpächter für das Gelände verantwortlich und kann sich eine Revitalisierung nicht leisten. Obmann Felix Weigel: "Unser Vertrag läuft 2022 aus und wir sind höchst daran interessiert, dass es den Verein auch danach noch gibt. Wir hoffen, dass es gemeinsam mit einem Bauprojekt, der Post AG und der Gemeinde Wien einige technische Änderungen, sprich Verbesserungen geben wird."

Geht es nach Weigel, dann wäre zum Beispiel eine neue Sporthalle wünschenswert. Dafür sind aber Zugeständnisse notwendig. Weigel: "Die Post ist interessiert in das Gelände zu investieren. Aber nur wenn sie auch bauliche Maßnahmen setzen kann. Davon hängt vermutlich auch der Vertrag für eine Verlängerung für unseren Verein ab. Derzeit gibt es keine Äußerung ob es weitergeht oder nicht. Aber es gibt ein Versprechen, wenn alles normal abläuft, dass es auch weitergeht."

Ein normaler Prozess

Für die Post und Sprecher Homola ebenso normal wie die Informations- und Beteiligungsveranstaltung: "Wir haben unsere Absicht kundgetan. Die Stadtentwicklungskommission war der nächste Schritt im Dezember. Jetzt ist die MA21 dran. Aktuell gibt es die Beteiligungsveranstaltung wo man die Bürger miteinbeziehen wird. Dann wird es die ersten Pläne geben. Das ist alles ein ganz normaler Prozess."

"Rettung des Postsportplatz hat oberste Priorität"

In einer offiziellen Aussendung der Post AG ist von "umfangreichen Investitionen zur Rettung der traditionsreichen Sportstätte" die Rede. Oberste Priorität sei die Rettung des Postsportplatzes in Hernals.

Umgesetzt soll es mit dem Projekt "PostsportViertel+" werden. Man will als alleiniger Grundeigentümer in einen Dialog treten, um zukunftsfähige Lösungen zu finden.

Als langfristige Ziele hat die Post AG folgende Punkte definiert:

  • Langfristige Sicherung des Weiterbestehens des traditionsreichen Wiener Postsportvereins, Modernisierung und Ausbau der Sportanlagen
  • Erhaltung und Verbesserung der Grünraumqualität für die Allgemeinheit
  • Forderungen der Klimaanpassung spielen in der Planung eine wesentliche Rolle
  • Ein qualitätsvolles Verkehrs- und Mobilitätskonzept sowie die Aufwertung und Entwicklung der Infrastruktur (Beispiel: Gesundheitsinfrastruktur und Nahversorgung sind Teil des Planungsprozesses)

Sensible Verbauung 

An den Rändern des Areals sieht die Post "sensible" Verbauung vor. Ein Architekturwettbewerb soll eine qualitätsvolle Planung garantieren. Sporteinrichtungen sollen "bestmöglich geschont" werden. Für 2020 sind seitens der Post Veranstaltungen in unterschiedlichen Formaten zum größtmöglichen Austausch und Transparenz geplant.

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