„Blaulicht-Krimi in der SoFuZo“
Erfolgreiche Schauübung der Einsatzorganisationen beim Tag der Sicherheit in Imst

Die Blaulichtorganisationen zeigten im Rahmen der Vorführung in Imst das perfekte Zusammenwirken von Polizei, Feuerwehr und Rettung im Ernstfall.
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IMST(alra). Am 17. August fand in der Sommer-Fußgänger-Zone in Imst der Tag der Sicherheit statt. Besonders publikumswirksam erwies sich eine gemeinsame Vorführung der Blaulichtorganisationen. „Blaulicht-Krimi in der SoFuZo“ lautete der Titel der Übung, die von Polizei, Feuerwehr und dem Roten Kreuz präsentiert wurde.

Der simulierte Einsatz bot spannende Einblicke in das Zusammenwirken der Blaulichtorganisationen im Ernstfall. Die Übungssituation basierte auf einer illegalen Entsorgung von Salzsäure. Zwei Personen wurden beim Entleeren der Kanister in den Bach beobachtet und der Vorfall an die Polizei gemeldet. Noch vor Eintreffen der Exekutive erlitten die Täter Verletzungen durch die gefährliche Säure. Die Polizeibeamten übernahmen das Sichern und Absperren des Tatorts sowie die Verständigung der Spezialeinsatzkräfte. Ein Täter befand sich auf der Flucht und wurde durch den 6-jährigen Spezialfährtenhund Arthos, einen Malinoisrüden, aufgespürt, gestellt und von den Polizeibeamten festgenommen. Die Einsatzkräfte der freiwilligen Feuerwehr Imst und der Bezirksstelle Rotes Kreuz Imst übernahmen dann die Erstversorgung der Säureopfer und die Sicherung der Gefahrenstoffe, die besondere Sicherheitsmaßnahmen und Schutzkleidung erforderte. Die weitere Aufarbeitung des Tatorts erfolgte durch die Tatortgruppe der Polizei, unter anderem wurde ein Abstieg zum Bachbett vorgenommen, um Wasserproben zu entnehmen. Die Hintergrundinformationen zum Ablauf lieferte Tatjana Stimmler (Stadtmarketing Imst), die den „Blaulicht-Krimi in der SoFuZo“moderierte.

Sprengstoff, Suchtgift, Fährte – Polizeidiensthunde im täglichen Einsatz

Im Anschluss an die gemeinsame Einsatzübung folgte eine Vorführung der Polizeidiensthundeführer, die anhand von Übungen die Arbeit mit den vierbeinigen Spezialisten demonstrierten. Zum Einsatz kam der 6-jährige Sprengstoffspürhund Yuma. Der Malinoisrüde ist spezialisiert auf die Suche nach  Sprengstoffen, Waffen und Munition – insgesamt ist er in der Lage 26 verschiedene Stoffe aufzuspüren. Rein dem Geruch folgend identifizierte der Diensthund den Inhalt eines verdächtigen Rucksacks als gefährlich und verwies durch sein eindeutiges Anzeigeverhalten auf den enthaltenen Plastiksprengstoff . Der Suchtmittelspürhund Bodie begab sich ebenfalls intensiv auf die Suche. Dabei entdeckte der deutsche Schäferhund ein gut getarntes Drogenversteck. Neben dem Stöbern nach Gegenständen und dem Verweisen wurden auch Unterordnung, Gehorsam und das Stellen und Verbellen eines Täters veranschaulicht.

Spielerische Förderung und positive Bestärkung bilden die Basis für die hoch konzentrierte Arbeit der Vierbeiner, die für jeden Erfolg vom Hundeführer bestätigt werden. Nur wenn Hund und Hundeführer eine vertrauensvolle Einheit mit tiefer Bindung bilden, sind die gefährlichen und anspruchsvollen Einsätze zu bewältigen.

Eurinos-Rettungshunde

Die Vermisstensuche und das Mantrailing–die Menschensuche nach individueller Geruchsspur zeigte ein Vierbeiner der Eurinos-Rettungshunde, der sich am Geruch einer Schildkappe orientierte und seine Hundeführerin zu einem abgängigen Kind führte. Das Eurinos Team bestand aus Nicole Haim, dem Weimaranerrüden Diego und Suchgruppenhelferin Manuela Deutschmann – beide sind einsatzgeprüfte Mantrailer.

Die Besucher des Sicherheitstages, darunter viele Kinder, waren auch heuer wieder begeistert vom anschaulichen Einsatz der Blaulichtorganisationen. Neben dem hautnahen „Krimierlebnis in der SoFuZo“ mit Polizei, Rotem Kreuz sowie Feuerwehr standen noch ÖAMTC und die Drohnenrettung aus Tirol mit allerlei wissenswerten Informationen zur Verfügung.

Info - Polizei:
Die Bundespolizei verfügt in Tirol über 90 Dienststellen und 2000 Beamte. Derzeit sind im Bundesland Tirol 26 Diensthunde im Einsatz, davon 17 PDHF auf der DHI Innsbruck und 9 PDHF als sogenannte dislozierte Hundeführer in den Bezirken Landeck, Imst, Reutte, Schwaz, Kufstein, Kitzbühel und Lienz.

Die Welpen kommen üblicherweise mit acht Wochen zum Hundeführer - bis zum Ende des 2. Lebensjahres erfolgt die Grundausbildung im eigenen Bundesland und im Bundesausbildungszentrum Bad Kreuzen OÖ, wobei Hund und Hundeführer für 13 Wochen vor Ort bleiben. Die Spezialausbildungen in den Bereichen Suchtgift, Bomben und Sprengmittel, Bargeld, Brandmittel, Spezialfährten, Blut u. Leichen, Lawinen wird je nach Bedarf und Eignung gewählt und in einer gesonderten Ausbildungszeit absolviert. Eine bundesweite Kommission erteilt nach Überprüfung die Einsatzfähigkeit der Diensthunde für den täglichen Einsatz mit dem Diensthundeführer - dieses Zweierteam ist jedoch über die gesamte Dienstzeit zur Fortbildung und Aktualisierung der Ausbildungsstandards verpflichtet.

Die Hunde werden vorwiegend aus den Rassen deutscher Schäferhund, belgischer Schäferhund, holländischer Schäferhund, Rottweiler und Riesenschnauzer gewählt - körperlich und charakterlich müssen die
Tiere ein sehr hohes Maß an Belastungen aushalten können.
Die gelungene Ausbildung geht einher mit der intensiven Bindung, die
der Diensthundeführer zu seinem Hund aufbauen muss - Beruf und
Freizeit werden mit den Vierbeinern gelebt und nur durch ständige intensive Arbeit und besonnenen Umgang kann der gewünschte gemeinsame Erfolg und die notwendige Verlässlichkeit im Einsatz erzielt werden.

Info-Feuerwehr:
Es gibt 316 freiwillige Feuerwehren, 21 Betriebsfeuerwehren und eine Berufsfeuerwehr in Tirol. Die Stadtfeuerwehr Imst verfügt über 11 Fahrzeuge für unterschiedliche Einsätze. Von der klassischen Brandbekämpfung bis zu technischen Einsätzen, Gefahrenguteinsätze, Flughelfereinsätze u.v.m. reicht das Spektrum - insgesamt waren die Imster Feuerwehrleute im Jahr 2018 zu 268 Einsätzen unterwegs und auch 2017 gab es schon 106 Ausrückungen.

Info-Rotes Kreuz:
Die Rot Kreuz Bezirksstelle Imst ist eine der 11 Bezirksstellen in Tirol, und gliedert sich in 7 Ortsstellen. Sie ist für die Betreuung der einheimischen Bürger sowie der Gästen des gesamten Bezirkes Imst verantwortlich.
In der Bezirksstelle des Roten Kreuz Imst sind derzeit im Rettungsdienst 675 freiwillige und 34 hauptberufliche Mitarbeiter mit 28 Sanitätskraftwagen für Sie im Einsatz. 6 Dienststellen im Bezirk Imst sind 24 Stunden besetzt. Mehr als 21.000 Patienten sind im vergangenen Jahr betreut worden, dafür wurde eine Strecke von insgesamt über 1,2 Millionen Kilometer gefahren.

Autor:

Alexandra Rangger aus Imst

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