Sölden als Vorreiter
Gemeinde erzeugt Strom aus Trinkwasser
- Der Energieausschuss der Gemeinde Sölden rund um Vizebürgermeister Maximilian Riml blickt der Umsetzung des Projekts „Trinkwasserkraftwerk Zone 3“ mit großer Vorfreude entgegen.
- Foto: BlackTea Fotografie
- hochgeladen von Clemens Perktold
Die Gemeinde Sölden setzt ihren Weg zur Energieversorgung fort und investiert mit dem Projekt „Trinkwasserkraftwerk Sölden – Zone 3“ in eine moderne Infrastruktur.
Sölden
SÖLDEN. In den kommenden Monaten entsteht ein neues Kraftwerk, das die Energie des bestehenden Trinkwassersystems zur umweltfreundlichen Stromerzeugung nutzt und damit einen weiteren wichtigen Beitrag zur regionalen Energiewende leistet. Nachdem das Projekt bereits im Jahr 2023 eingereicht wurde, konnte nun im April 2026 die wasser-, forst- und naturschutzrechtliche Bewilligung erlangt werden. Damit wurde ein wesentlicher Meilenstein für die Umsetzung des Vorhabens erreicht und der Weg für die Realisierung des Projekts geebnet.
Sölden
Bestand wird genutzt
Errichtet wird das neue Trinkwasserkraftwerk beim Steuerbehälter See. Dabei nutzt die Gemeinde die bereits bestehende Wasserleitung zwischen dem Hochbehälter Rettenbachl und dem Steuerbehälter See als Druckrohrleitung. Durch die intelligente Nutzung vorhandener Infrastruktur kann das Projekt besonders ressourcenschonend und effizient umgesetzt werden. Herzstück der Anlage ist eine moderne zweidüsige Peltonturbine mit horizontaler Achse. Mit einer Ausbauwassermenge von bis zu 100 Litern pro Sekunde und einer Nettofallhöhe von rund 114 Metern können künftig jährlich rund 550.000 Kilowattstunden erneuerbare Energie erzeugt werden. Damit wird saubere Energie direkt aus der bestehenden Trinkwasserversorgung gewonnen, ohne zusätzliche Eingriffe in die Natur vornehmen zu müssen.
Sölden
Energie bleibt in der Region
Die erzeugte Energie bleibt vollständig in der Region und wird innerhalb der Gemeinde genutzt. Über die gemeindeeigene Erneuerbare-Energiegemeinschaft werden künftig unter anderem die Abwasserreinigungsanlage Sölden, der Abwasserspeicher Gurgl, das Sozialzentrum Sölden sowie die Straßenbeleuchtung mit regional erzeugtem Strom versorgt. Die Gemeinde stärkt dadurch nicht nur ihre Energieunabhängigkeit, sondern reduziert gleichzeitig langfristig Energiekosten und CO₂-Emissionen. Das Projekt steht damit beispielhaft für eine nachhaltige, wirtschaftliche und klimafreundliche Energieversorgung auf kommunaler Ebene.
Rund eine Million investiert
Die Gesamtinvestition für das neue Trinkwasserkraftwerk beläuft sich auf rund 950.000 Euro brutto. Unterstützt wird die Umsetzung durch Fördermittel in Höhe von etwa 200.000 Euro. Der Baustart ist für Herbst 2026 vorgesehen, die Inbetriebnahme der Anlage soll im Mai 2027 erfolgen. Mit dem neuen Kraftwerk setzt die Gemeinde Sölden ein starkes Zeichen für Versorgungssicherheit, Klimaschutz und innovative Gemeindeentwicklung.
„Mit diesem Projekt nutzen wir bestehende Infrastruktur sinnvoll und schaffen gleichzeitig einen weiteren wichtigen Beitrag zur regionalen und nachhaltigen Energieversorgung. Das Trinkwasserkraftwerk Zone 3 steht beispielhaft für innovative Gemeindeentwicklung und einen verantwortungsvollen Umgang mit natürlichen Ressourcen“, betont Vizebürgermeister Maximilian Riml.
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