Der Zweck heiligt die Mittel

Gebi Mantl

Kraftwerksbau am Malchbach ließ Mandatare an der Moral zweifeln

Der Imster Gemeinderat hat kürzlich über die Errichtung eines Kraftwerkes am Malchbach diskutiert. Die eigentliche Idee für das Kraftwerk kam von Privatpersonen, was auch zu heftigen Diskussionen im Stadtgremium führte.
IMST (fh). DerKraftwerksbau am Malchbach sorgte kürzlich für eine angeregte Debatte im Imster Stadtplenum. Nachdem das Projekt bereits seit längerer Zeit geplant, die Initiative jedoch von Privatpersonen ausgegangen ist, hatten einige Mandatare Probleme mit der Vorgehensweise des Gemeinderates. Ich habe hier moralische Bedenken, denn ich bin der Meinung, dass der Gemeinderat hier seine Machtposition ausnützt und die Idee stiehlt, erklärte Vbgm. und Stadtwerke Direktor Gebhard Mantl.

Differenzen
Auch GR Stefan Weirather hatte vor allem moralische Zweifel an der Vorgehensweise der Gemeinde. Wir haben viele private Kraftwerksbetriebe in Imst. Wenn wir da jedes Mal, wenn es ein Geschäft ist, das Projekt für uns beanspruchen würden, wäre das sicher nicht in Ordnung, so Weirather. Vbgm. Meinhard Eiter sprach sich für die Errichtung des Kraftwerks durch die Stadt (Finanzierung zu 100 Prozent) aus und verwies darauf, dass die Stadt einen Versorgungsauftrag wahrzunehmen hat. Wasser ist unser größtes Gut und speziell hier sollte die öffentliche Hand eingreifen, um die Versorgung zu gewährleisten, erläuterte Eiter. Auch Bgm. Gerhard Reheis sprach sich für die Finanzierung durch die Stadt aus und erinnerte an ein bereits vorhandenes Gutachten (inklusive Barwertberechnung), welches die Entscheidung nicht mehr schwer macht. Die Mantl -Fraktion stimmte gegen die Variante der Stadtfinanzierung.

Zur Sache
Ideenklau?
Die ursprüngliche Idee für das Kraftwerk kam von Martin Pilhak und Oskar Walch. Die Errichtung desselben erstreckt sich über öffentlichen Grund sowie Agrar - und Gemeindegrund. Stadtwerke - Direktor Gebhard Mantl sprach sich für eine Beteiligung der Ideengeber aus und argumentierte, dass es nicht in Ordnung sei, die innovative Idee einfach so zu übernehmen. Das Kraftwerk hätte eine Kapazität von 1.700.000 kW/h und es wurde bereits eine 50:50 - Lösung diskutiert. Wir hätten uns auch mit einer geringeren Beteiligung für die Herren Pilhak und Walch zufrieden gegeben, aber nun ist die Entscheidung gefallen und wir müssen sie akzeptieren, zeigte sich Direktor Mantl enttäuscht.

Gebhard Mantl setzte sich für eine Beteiligung der Ideengeber am Kraftwerk Malchbach ein. Das Gremium stimmte dagegen.

Autor:

Bezirksblätter Imst aus Imst

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