Menschenrechte in Wien
Aktionstag gegen Menschenhandel in der Michaelerkirche

Die Teilnehmer des Aktionstags gegen Menschenhandel zogen mit Schildern durch die Michaelerkirche.
  • Die Teilnehmer des Aktionstags gegen Menschenhandel zogen mit Schildern durch die Michaelerkirche.
  • Foto: Manu Nitsch
  • hochgeladen von Mathias Kautzky

Am Internationalen Gebetstag gegen Menschenhandel gab es in der Michaelerkirche einen Aktionstag.

INNERE STADT/FAVORITEN/HIETZING: "Papst Franziskus hat schon 2015 zur Einführung eines Tags gegen Menschenhandel aufgerufen. Wir wollen ein Bewusstsein dafür schaffen, dass viele Menschen auch in Österreich von Menschenhandel betroffen sind, besonders in der Prostitution, am Bau, in der Landwirtschaft oder auch als Bettler", sagt der Salvatorianer Robert Sonnleitner, der den Aktionstag gemeinsam mit dem Hietzinger Verein "Solwodi" organisierte.

Manfred Buchner von der Favoritner Organisation "Men Via", die Männer unterstützt, die von Menschenhandel betroffen sind, erzählte von mehreren Fällen, in denen man Opfern den Weg zurück in ein selbstbestimmtes Leben ermöglichen konnte. Auch Philip Taucher von UNDOK, der "Anlaufstelle zur gewerkschaftlichen Unterstützung UNDOKumentiert Arbeitender", berichtete von seinen Bemühungen, Arbeitnehmer ohne Papiere über ihre Rechte und kollektivvertragliche Mindeststandards aufzuklären: "Es ist wichtig, dass möglichst viele von den Hilfsorganisationen wissen, um Betroffene dorthin schicken zu können", so Taucher.

"Ohne Hilfe haben die meisten keine Chance. Wir sind aber alle vor allem durch unser Konsumverhalten – auch persönlich für Menschenhandel verantwortlich", so Teilnehmerin Christina Hecher.

Nicht weg-, sondern hinsehen

Beim anschließenden Wortgottesdienst zogen junge Menschen stellvertretend für die Opfer mit Schildern durch die Kirche, ihre Gesichter verbargen sie dabei. Auf den Schildern standen Wörter wie "Schmerz", "Einsamkeit", "Scham", "Ware" und "Konsument". Dazu wurden Geschichten von Opfern des Menschenhandels vorgelesen. Andere Teilnehmer, die nicht „weg-, sondern hinsahen", drehten die Schilder anschließend um: Auf der Rückseite konnte man dann Wörter wie "Freude", "Würde" und "Gemeinsam gegen Menschenhandel" lesen. Hecher: „Es war sehr bewegend, sich einzufühlen und ein Zeichen der Solidarität und Aufmerksamkeit gegen Menschenhandel zu setzen.“

Autor:

Mathias Kautzky aus Hietzing

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