Positive Bilanz der Veranstalter
5-Euro-Weinglas statt Eintritt beim Weingassenfest

Weingastfest 2026 in der Altstadt beim Vier-Viecher-Eck | Foto: Steinlechner
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2009 feierte im "Vier-Viecher-Eck" in der Altstadt das "Weinfest"-Premiere. Bei der 18. Auflage zeigte sich Petrus von seiner besten Seite. Musik, Kulinarik und Weine sorgten für gute Stimmung beim Weingassenfest 2026. Die 5-Euro-Weinglas-Kauf-Regelung sorgt jedoch für Diskussionen.

INNSBRUCK. Die ursprüngliche Idee war relativ einfach: Die Gastronomiebetriebe der Altstadt sollten gemeinsam mit ihren bevorzugten Winzern ein Straßenfest veranstalten. Organisiert wurde es damals vom Stadtmarketing Innsbruck gemeinsam mit den Gastronomen der Altstadt. Die Wirte luden ihre „Lieblingswinzer“ ein, präsentierten deren Weine an Marktständen und kombinierten sie mit Speisen aus den jeweiligen Weinregionen. Dazu kam Live-Musik. "Die Idee dahinter ist, dem historischen Plätzchen in Innsbruck ein wenig Leben einzuflößen und den Besuchern die Location näher zu bringen", erklärte Bernhard Vettorazzi vom Stadtmarketing im Jahr 2013 gegenüber der MeinBezirk-Redaktion.Vom „Weinfest in der Kiebachgasse“ über „Weinfest in der Gass’n“ bis zum "Weingassenfest" entwickelt sich der Namen des beliebten Treffpunktes im September. Petrus zeigte sich unterschiedlich gut gelaunt beim zweitägen Fest. Bei der 9. Auflage herrschte unglaublich schlechtes Wetter während dem Weinfest in der Gass’n.

Nicht immer gab es bestes Wetter beim Weingassenfest.  | Foto: TOM/Goldener Adler
  • Nicht immer gab es bestes Wetter beim Weingassenfest.
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2026 war Petrus in bester Stimmung. Die beteiligten Gastronomiebetriebe boten Weine aus Österreich und dem Ausland sowie unterschiedliche Speisen an. Livebands sorgten in beiden Gassen für musikalische Begleitung. Offiziell eröffnet wurde das Weingassenfest unter anderem von Bürgermeister Johannes Anzengruber, Michael Perger vom Innsbrucker Zentrumsverein, Stadträtin Mariella Lutz, Stefan Wanner von der Wirtschaftskammer Tirol und Heike Kiesling von Innsbruck Marketing. Für Aufregung und Kritik sorgte jedoch eine neue Regelung beim Weingassenfest.

Weinglaskauf statt Eintritt

"Wir wollten ein Glas Wein trinken und wurden darauf hingewiesen, dass man zusätzlich für das Glas bezahlen muss. Nein, nicht Einsatz, sondern kaufen. Sprich für das Glas Wein 4,50 Euro und für das Glas 5 Euro. Auf meine Frage warum nicht Einsatz, wurde uns gesagt dafür bezahlt man keinen Eintritt", schildert eine Besucherin gegenüber der MeinBezirk-Radaktion. "In den letzten 3 Jahren haben wir einen stark steigenden Anstieg bei den „Schwundgläsern“, sprich es wurden sehr viele Gläser nach der Veranstaltung irgendwo in der Altstadt außerhalb der Seitengassen abgestellt bzw. sind einfach mitgenommen worden. Diesem Trend entgegenzuwirken, ohne dabei eine Eintrittssituation zu schaffen, hat uns eine Reihe von Möglichkeiten prüfen lassen, die es auch bei anderen ähnlichen Veranstaltungen schon gibt", erklären die Veranstalter gegenüber der MeinBezirk-Redaktion. 

"Geführt hat uns das zum Ergebnis, dem Besucher ein äußerst hochwertiges, gebrandetes „Weingassenfest" Glas anzubieten, das auch zur Erinnerung mit nach Hause genommen werden kann. Zusätzlich passen die Besucher während der Veranstaltung gerne gut auf das Glas auf und es wird selbstverständlich gegen ein neues frisches Glas kostenlos ausgetauscht."

Fünf Euro für das Weinglas sorgen für Diskussionen. | Foto: Steinlechner
  • Fünf Euro für das Weinglas sorgen für Diskussionen.
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Erstes Fazit

Deutlich weniger Bruchgläser und Schwund, verbessertes Handling und somit weniger Wartezeiten für die Kunden, die zu einem Großteil die Umstellung verstehen und sinnvoll sehen betonen die Veranstalter. "Natürlich gibt es auch Besucher, die nach 18 Jahren weniger Verständnis für diese notwendige Änderung haben." 

"Das Weingassenfest bürgt seit vielen Jahren für hohe Qualität, diese drückt sich neben dem gastronomischen Angebot und einem neuen Glas auch in einem erstklassigen Musikangebot, welches heuer wieder erweitert wurde, aus. Daneben haben wir in mehr Sicherheit für die Besucher und zusätzliche Dekoration und Aufenthaltsqualität investiert. Die neuen Weingläser sind somit nicht nur eine Erinnerung für zu Hause, sondern sie tragen auch einen kleinen finanziellen Teil zur Fortführung einer sehr beliebten und hochwertigen Veranstaltung bei."

Wein, Wasser, gute Laune und Kritik beim Weingassenfest
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