50 Jahre Olympia Jubiläum
Das „Schneemandl“ kehrt nach Innsbruck zurück
- Direkt am Südring hat HNRX das „Schneemandl“ neu interpretiert.
- Foto: HNRX
- hochgeladen von Pascal Pali
50 Jahre nach den Olympischen Winterspielen blickt Innsbruck nicht nur zurück, sondern macht Geschichte im Stadtbild neu erlebbar. Mit zahlreichen Projekten und einem neuen Kunstwerk wird das Olympia-Erbe der Stadt wieder ins Bewusstsein gerückt.
INNSBRUCK. Die Spiele von 1976 haben Innsbruck nachhaltig geprägt, sowohl infrastrukturell als auch gesellschaftlich.
„Wir haben nicht nur festgestellt, wie Innsbruck sich im Stadtbild durch die Spiele verändert hat – ich denke dabei an den Stadtteil Olympisches Dorf oder an die Sportstätten. Die Spiele haben einen Modernisierungsschub mit sich gebracht“,
sagt Vizebürgermeister Georg Willi.
Auch im Rückblick bewertet er die damalige Ausrichtung als richtungsweisend: „Mit einem Abstand von fünf Jahrzehnten waren die Spiele in mancher Hinsicht ihrer Zeit voraus: einfache Spiele, kurze Wege, nachhaltige Spiele.“
- Ein Mural zur Erinnerung an die Spiele 1976. Der Künstler HNRX gemeinsam mit Vizebürgermeister Georg Willi (rechts) und dem Host des Olympia-Podcasts Tobias Rettenbacher (links) vor seinem Werk.
- Foto: Stadt Innsbruck/I.Ullmann
- hochgeladen von Pascal Pali
Neues Mural erinnert an „Schneemandl“
Ein Zeichen des Jubiläumsjahres ist ein neues Mural am Südring nahe der Kreuzung Speckbacherstraße. Der unter dem Kürzel HNRX bekannte Streetart-Künstler hat dort eine Hommage an das Olympia-Maskottchen „Schneemandl“ geschaffen.
Die Arbeit ist von der grafischen Bildwelt der 1960er- und 70er-Jahre geprägt, insbesondere vom Innsbrucker Grafiker Arthur Zelger. Diese Einflüsse ziehen sich seit Jahren durch das Werk von HNRX, der sich intensiv mit visuellen Elementen dieser Zeit auseinandersetzt.
Künstler mit enger Verbindung zu Innsbruck
HNRX ist weit über Innsbruck hinaus aktiv und lebt heute auch in Städten wie Hamburg und Wien. Gleichzeitig ist er der Tiroler Landeshauptstadt eng verbunden. Mit dem „Underbridge Festival“ hat er in den vergangenen Jahren einen großen Teil zur Entwicklung der Urban-Art-Szene beigetragen.
Auch thematisch bleibt er präsent: In seinem laufenden Kunstprojekt „Keinheitsbraun“ setzt er sich für Vielfalt und Sichtbarkeit im öffentlichen Raum ein.
Das aktuelle Mural ist für den Künstler auch persönlich bedeutend. Über Jahre hinweg hat er Motive rund um das „Schneemandl“ gesammelt. Mit dem Werk am Südring schließt sich also für ihn ein Kreis.
- Das neue Mural von HNRX erinnert an das Olympia-Maskottchen „Schneemandl“ der Spiele 1976.
- Foto: HNRX
- hochgeladen von Pascal Pali
Erinnerungen für neue Generationen
Neben baulichen Spuren leben die Spiele auch durch persönliche Geschichten weiter. „Wir sind auf viele persönliche Erinnerungen gestoßen und neue sind hinzugekommen“, erklärt Tobias Rettenbacher vom Kulturamt, der auch den Olympia-Podcast betreut.
Breites Programm zum Jubiläum
Das Mural ist Teil eines umfassenden Programms von Kultur- und Sportamt. Dazu zählen unter anderem eine Olympia-Rallye, ein Podcast, eine virtuelle Olympia-Karte sowie eine wissenschaftliche Tagung mit der Universität Innsbruck.
Großes Interesse gibt es auch am neu erschienenen Buch „Olympische Winterspiele in Innsbruck: Vorgeschichten - Bedeutungen - Nachwirkungen“, das sich bereits kurz nach Veröffentlichung als Verkaufserfolg erwiesen hat.
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