"Die Regierung lässt uns verhungern"

Elisabeth Blanik, Gertraud Burtscher und Nothburga Pirker
  • Elisabeth Blanik, Gertraud Burtscher und Nothburga Pirker
  • hochgeladen von Julia Brandner

INNENSTADT (jub). Das österreichische Pensionssystem ist ein 3-Klassen-System: Es gibt die Spitzenverdiener, die Beamten und die, die auf eine Mindestsicherung angewiesen sind. Besonders häufig betroffen davon sind Frauen, da die Jahre der Kindererziehung nicht berücksichtigt werden. Erhebungen zufolge bekommt eine Tirolerin 59% der Pension eines Tirolers. Erschreckende Zahlen, wie auch Elisabeth Blanik, Vorsitzende der SPÖ Tirol, findet: "Die Rentenpolitik, wie sie jetzt ist, entspricht nicht mehr unserem System."

Oma-Revolte

Eine Frau, die versucht hat, der Altersarmut zu entkommen, ist Gertraud Burtscher, Initiatorin der "Oma-Revolte". Nach ihrer Pensionierung mit 60 Jahren studierte sie in Rekordzeit Jus und arbeitete 10 Jahre lang in einer Steuerkanzlei. Diese 10 Jahre, in denen sie fleißig über 80.000 Euro Steuern gezahlt und auf ihre Pension verzichtet hatte, bescherten ihr ein Pensionsplus von nicht einmal 100 Euro netto. Gegen diese Ungerechtigkeit geht die 74-Jährige mit Nachdruck vor. Am 1. September ist eine Demonstration in Wien geplant. Sollte sich bis Sommer 2018 nichts an der Situation für Pensionistinnen ändern, hat Burtscher auch schon einen Plan: "Ich werde 20 Frauen zusammentrommeln und einen Hungerstreik vor dem Parlament starten, nach dem Motto 'Die Regierung lässt uns verhungern'. Und glauben Sie mir, ich kriege 20 Frauen zusammen!"

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