IVB: eine Busfahrerin im Gespräch
Enge Gassen – gelassenes Gemüt

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Wer schon einmal im J-Bus die enge Höttinger Gasse hinaufgefahren ist und dabei aus dem Fenster gesehen hat, kann sich vielleicht vorstellen, wie anspruchsvoll diese Strecke als BusfahrerIn zu fahren ist.

„Als ich die Strecke zum ersten Mal gefahren bin, war ich sehr aufgeregt“, erzählt Karin, „ich bin sehr langsam gefahren und vor dem Winter hab ich mich gefürchtet! Aber unsere Schneeketten sind top und die Leute von der Werkstatt sind 1A!“

Kapitänin

Seit fünf Jahren ist sie auf Innsbrucks Straßen als Busfahrerin unterwegs und fährt unter anderem die Linie J „von Gipfel zu Gipfel“. Man merkt an ihren leuchtenden Augen und dem breiten Lächeln beim Erzählen, wie viel Spaß ihr ihre Arbeit macht: „Es war immer mein Traum, etwas Großes zu fahren, anfangs wollte ich Kapitänin auf einem Schiff werden! Ich liebe die Abwechslung, es ist jeden Tag etwas anderes!“ Sie erzählt vom Alltag als Busfahrerin und dass sie selbst der oft zähe Stadtverkehr nicht aus der Ruhe bringt: „Was nützt es, sich aufzuregen? Da muss man einfach ruhig bleiben.“

Frauenpower

Neben der Abwechslung in ihrem Beruf, erzählt Karin auch von Stammgästen, über die sie sich sehr freut. Als sie einmal ausnahmsweise die Linie A fuhr, statt der Linie J, sind zwei ihrer Stammgäste versehentlich in den falschen Bus eingestiegen, weil sie Karin erkannten und automatisch dachten, das sei der J, in dem sie sitzt, schildert Karin die Situation lachend. Als Frau fühlt sie sich wohl in ihrem Job, sowohl mit ihren – meist männlichen – KollegInnen als auch mit den Fahrgästen. Obwohl sie eine der wenigen Frauen in diesem Job ist, hat sie sich noch nie diskriminiert gefühlt: „Im Gegenteil, eine ältere Dame hat mir sogar einmal gesagt, dass Frauen feiner und langsamer fahren, und ob man nicht nur Frauen als Fahrerinnen haben könnte“ - wieder wird ihre Erzählung von schallendem Lachen begleitet und ihre Fröhlichkeit ist ansteckend. „Nur einen Wunsch hätte ich: Dass Fahrgäste mehr Verständnis für die Regeln haben, zum Beispiel, dass ein Rollstuhlfahrer das Vorrecht hat, dann kommen die Kinderwägen und dann die Fahrräder“.

Autor:

Nadine Isser aus Innsbruck

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