Firstfeier mit Beigeschmack

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IBK (acz). Die Innsbrucker Immobiliengesellschaft (IIG) und die Wohnungseigentum (WE) bauen gemeinsam an der Zukunft: Diese Nachricht wollte man vergangene Woche bei der Firstfeier in der Bienerstraße übermitteln. 126 Wohnungen entstehen bis Ende des Jahres 2018. 85 davon baut die IIG, insgesamt werden 20 Mio. Euro investiert (8 Mio. Euro davon von der WE). Auch Bürgermeisterin Christine Oppitz-Plörer fand lobende Worte zum Projekt: "Diese Firstfeier freut mich besonders. Hier wurde Grund und Boden effizient eingesetzt. Ich bin glücklich zu sehen, wie die Dinge tatsächlich bis in den Himmel wachsen." Was der Politik gefällt, gibt den AnrainerInnen Grund zur Angst.

Kein Vertrauen

Direkt neben dem Neubau, in der Bienerstraße 22, beobachtete man über Monate, wie die drei Gebäude höher und höher wurden. Viel Vertrauen brachte man der Stadtplanung nicht entgegen. Die Zweifel: Hält man sich überhaupt an die bewilligte Höhe oder baut man drüber? Obwohl die Höhe stimmt (es sind zwei 7-stöckige und ein 9-stöckiges Gebäude errichtet worden), kommen andere Ängste hinzu. Die Pläne für das Zeughausareal – hier sollen ab dem heurigen Winter zirka 150 neue Wohnungen entstehen – werden immer konkreter. Die BewohnerInnen fürchten, dass die Infrastruktur – Kindergärten, Parkanlagen, Schulen – dem Zuwachs in diesem Gebiet künftig nicht standhält. Außerdem fürchte man sich vor einer Ghettoisierung: Unter den AnrainerInnen verbreiten sich unterschiedliche Gerüchte – 75 Prozent Ausländeranteil – zur Wohnungsvergabe.
Planungsstadtrat Gerhard Fritz entschärft die Gerüchte: "Wir schauen auf einen guten Mix bei der Wohnungsvergabe. Außerdem entstehen gemischt Mietwohnungen und Eigentumswohnungen." Solche Gerüchte versteht er als FPÖ-Propaganda und meint, "man solle nicht auf das Namensschild schauen" und verweist auf die strikte Regelung zur Wohnungsvergabe. Er fügt zur Infrastrukturfrage hinzu: "Nicht alle Bewohner bekommen gleichzeitig Kinder. Bei Bedarf hält man sich die Möglichkeit zur Erweiterung offen."

7,50 Euro/qm

Klar ist, dass Zwei-, Drei- und Vierzimmerwohnungen in Passivhausqualität entstehen. Auch die Lebenshilfe mietet eine Erdgeschossfläche für eine Tagesbetreuung und acht teilbetreute Inklusionswohnungen für behinderte Menschen werden zur Verfügung gestellt. Zusätzlich zur Wohnanlage wird eine Tiefgarage mit 235 Stellplätzen errichtet.

"Wichtiger Schritt"

Für die Stadtregierung ist dies "ein weiterer wichtiger Schritt zur Realisierung des Arbeitsübereinkommens" (Bgm.) – in diesem sollen bis Ende der Legislaturperiode 2.000 neue geförderte Wohnungen geschaffen werden.

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