Thema der Woche
Taubenplage in der Ulfiswiese

Die Anlage ist bei diesem einen Eingang immerfort verdreckt.
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Überall nur Taubendreck. In einer Wohnanlage im Westen wird man nicht mehr Herr der Lage.

INNSBRUCK. "Trotz Dampfreinigung sieht es nach einem Monat wieder so aus", Michael Wegan ist Bewohner einer Wohnung in der Ulfiswiese, im Westen der Stadt. Er zeigt auf die Rampe, die für RadfahrerInnen und RollstuhlfahrerInnen den Zugang zum Innenhof und den Liften ermöglicht. Das Bild, das sich zeigt, ist alles andere als appetitlich. Taubenkot die ganze Strecke entlang. Am Boden sowie auch am Geländer, an dem man sich festhalten könnte. "Die Vögel fühlen sich leider sehr wohl bei uns", erklärt Wegan, der mit seinem Hund oft spazieren geht und lieber einen kleinen Umweg nimmt, statt am Haupteingang rein- und rauszugehen. Einmal hatte er Pech: Seine teure Funktionsjacke hat seither einen Fleck, der nicht mehr auszuwaschen ist.

Problem ist neu

In dieser Wohnanlage befinden sich mehrere Wohnblöcke. Die meisten von ihnen sind saniert – zwei Gebäude allerdings nicht. Genau hier spielt sich die Taubenplage ab. Dem Eigentümer, der Baugenossenschaft Frieden, ist das Problem seit November 2018 bekannt. Wie Hausverwalter Oliver Fend erläutert, gibt es seit diesem Zeitpunkt mehrere Versuche, das Problem in den Griff zu bekommen: Klassische Taubenabwehr mit Stacheln, Installierung von Audiosystemen (für Vögel hörbare abschreckende Beschallung), Raben aus Kunststoff und sogar die Überlegung, einen Falken heranzuziehen. Die Maßnahmen blieben bisher erfolglos. Nun soll Mitte Februar ein abgehängtes Netz im Dachgeschoss Abhilfe schaffen. Falls sich das als erfolgreich herausstellt, werden die Netze auch auf weiteren Gebäudeteilen zum Einsatz kommen. "Wir haben uns intensiv mit der Problematik auseinandergesetzt. Wenn es eine einfache Lösung für die Taubenproblematik gäbe, wäre sie schon längst gelöst", meint Fend abschließend.
Erklärungen, warum die Tauben sich eben hier so wohl fühlen, gibt es aber nur vage. Laut einer Fachfirma, die die Hausverwaltung mit der Ursachenforschung beauftragte, gibt es eine stetig wachsende Zahl an Gebäuden, die gut gegen Tauben gerüstet sind. Folglich kommt es zu einer Verschiebung des Problems.

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