Umgang mit dem Wolf soll in Tirol geregelt werden

- Bäuerliche Organisationen und Einrichtungen haben sich in Sachen "Wolf" zusammengetan und einen "Aktionsplan Wolf" beschlossen und vorgelegt.
- Foto: Tiroler Bauernbund
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Bäuerliche Organisationen und Einrichtungen Tirols haben einen Aktionsplan vorgelegt. Darin ist genau festgelegt, welche Maßnahmen im Umgang mit dem Wolf notwendig wären.
TIROL. In Südtirol, Bayern und Salzburg nehmen die Wolfrisse ständig zu. Um einen weiteren Umgang mit Wölfen in Tirol zu regeln, haben sich Tirols bäuerliche Organisationen und Einrichtungen zusammengeschlossen und einen gemeinsamen Maßnahmenplan "Aktionsplan Wolf" festgelegt. Ziel ist es, Menschen, Almen und Weidetiere zu schützen.
Präsentation Aktionsplan Wolf
LK-Präsident Josef Hechenberger, Bauernbundobmann Josef Geisler und Nationalrat Hermann Gahr präsentierten den Aktionsplan Wolf. In diesem Maßnahmenplan ist das weitere Vorgehen im Umgang mit dem Wolf festgelegt. Auch wenn sich BäuerInnen für den Erhalt der Arten interessieren, müssen Menschen und Weidetiere geschützt werden, so Josef Geisler. Daher sind der Schutz von Menschen sowie der Schutz und Erhalt der bäuerlichen Weide-, Alm-, Freiland- und Offenstallhaltung wesentliche Punkte im Aktionsplan Wolf.
Wölfe sind in Mitteleuopa geschützt
In Mitteleuropa genießen Wölfe einen umfangreichen Schutz. Sie können sich daher ungehindert verbreiten. Aufgrund einer hohen Vermehrungsrate und dem Fehlen natürlicher Feinde breiten sich Wölfe in Mitteleuropa rasch aus. Dadurch kommt es immer wieder zu Kontakt mit Weidevieh und infolge zu Wolfsrissen. „Der Wolf kennt keine Landesgrenzen. Bereits in der Alm- und Weidesaison 2017 kam es in Südtirol zu mehreren Wolfsrissen mit dem Resultat, dass sich in diesem Sommer bereits einige Bauern gegen eine Alpung und die damit einhergehende Gefahr entschieden haben“, so Hermann Gahr. In Salzburg wurden in den vergangenen drei Wochen mehrere Schafe und Ziegen vom Wolf gerissen.
Almwirtschaft hat in Tirol einen besonderen Stellenwert
In Tirol gibt es über 2.000 bewirtschafteten Almen. Österreichweit ist Tirol das Bundesland mit der höchsten Alpungsquote, so Josef Hechenberger. Insgesamt sind das über 380.000 Hektar an Alm-Katasterflächen und über 135.000 Hektar an Alm-Futterflächen. Rund 68.000 Schafe, 5.900 Ziegen, 3.100 Pferde und 108.000 Rinder verbringen den Sommer auf Tiroler Almen. Auch der Tourismus profitiert von der Almwirtschaft. Viele Menschen würden Tirol wegen der gepflegten Kulturlandschaft und weil Tirol ein sehr sicheres Land ist, besuchen, so Josef Hechenberger. Hechenberger setzt sich daher auch dafür ein, dass sich nicht nur bäuerliche Einrichtungen für den Maßnahmenplan absprechen. Auch der Tourismus, die Jagd und die Nachbarländer müssten sich zusammenschließen.
Unterstützer des Maßnahmenplans "Aktionsplan Wolf"
Der vorgelegte Maßnahmenplan wird durch folgende Organisationen und Verbänden unterstützt:
- Tiroler Bauernbund, Forum Land, Jungbauernschaft/Landjugend
- Landwirtschaftskammer Tirol
- Tiroler Almwirtschaftsverein
- Rinderzucht Tirol eGen
- Pferdezuchtverbände Tirol
- Tiroler Schafzuchtverband
- Tiroler Ziegenzuchtverband
- Tiroler Bäuerinnenorganisation
Eckpunkte des Maßnahmenplans
Die Sicherheit von Menschen und Weidetieren haben Vorrang vor dem Wolf. Experten sollen prüfen, wie weit Tirol als Lebensraum für den Wolf geeignet ist. In weiterer Folge soll untersucht werden, wo Präventionsmaßnahmen notwendig sind. Durch Wölfe verursachte Schäden und wirtschaftliche Nachteile sollen von der öffentlichen Hand beglichen werden. Der Schutzstatus des Wolfes müsse aufgrund von Vermischungen gesenkt werden.
Weitere Informationen
Der Aktionsplan Wolf im Wortlaut
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