Innsbrucks und Tirols 4. Festival
WECHSELSPIEL 2024
- Wechselspiel Festival 2024 – Das Festival bringt Künstler mit und ohne Behinderung zusammen und fördert eine einzigartige, inklusive Kunstszene in Innsbruck.
- Foto: spectACT
- hochgeladen von René Rebeiz
Unter dem neuen Namen "Wechselspiel" findet das „Festival inklusive Theater, Tanz, Musik und Poetry" zum 4. Mal statt. Heuer gibt es erstmals zusätzlich ein hochkarätiges Workshop-angebot.
INNSBRUCK. Kostenlose, barrierefreie, vielfältige und offene Begegnungen werden im Rahmen der Kunst möglich. Vorbildliche und professionell erarbeitete Kunst von Menschen mit und ohne Behinderung, aus Tirol und von weit her, von Jung und Alt und von Profis und Amateu-ren gelingt es einen grenzüberschreitenden (Landes- und Staatsgrenzen, Genregrenzen, Grenzen in den Köpfen) Austausch – auch mit dem Publikum – zu ermöglichen, den es so in Westösterreich ansonsten nicht gibt.
Programm
Donnerstag, 28. November 2024
19:30 Uhr „Jattle, BAM + Poetry“, Improvisation mit Tanz, Musik und Text – live, u.a. mit Christine Riegler, Vera Rosner (zuletzt u.a. bei Doris Uhlichs Eröffnung der Europäischen Kulturhauptstadt in Bad Ischl), Otto Lechner und Frajo Köhle.
Freitag, 29. November 2024
19:30 Uhr „Eine Nacht mit Lady Macbeth“, Ensemble Roll&Rock – Ein Stück zum Thema „Behinderung und Sexualität“
Samstag, 30. November 2024
18:00 Uhr „Still Beben“, TaL – Theater am Limit
19:30 Uhr „S[ch]till here”, Die Fremden – 2x Gewinner des Theaterpreises der Theatertage am See/Friedrichshafen (D), Förderpreis der Göppinger Theatertage (D)
Sonntag, 1. Dezember 2024
11:00 Uhr „Bekenntnisse eines Witwers“, Vorarlberger Spätlese
- Vielfalt und Barrierefreiheit:
Das Festival fördert inklusive Begegnungen und bietet Gebärdensprachdolmetscher um eine barrierefreie Teilnahme für alle zu gewährleisten. - Foto: spectACT
- hochgeladen von René Rebeiz
Stückinformationen
Donnerstag, 28.11.2024, 19:30 Uhr
Jattle, BAM + Poetry - Improvisation mit Tanz, Musik und Text - live
Ohne feste Formen und ohne vorhersehbare Bewegungen treten zwei Teams nacheinander miteinander an: gesprochene Wörter beflügeln dabei live produzierte Sounds, kontaktieren Bewegungen tanzend Worte. Ein unvorhersehbarer Abend, an dem die Menschen im Publikum zu Tonabnehmern und Verstärkern der erzählten Geschichten werden, bevor sie sich selbst spielerisch verstricken dürfen. Oder war es das bereits? Der Ausgang bleibt gewiss ungewiss. Tanz: DanceAbility Tirol (Aglaia Parth, Christine Knoll-Kaserer, Raffaella Fortarel, Christine Riegler) und A.D.A.M.-Austrian DanceArt Movement (Lisa Mai, Adil Embaby, Mario Mattiazzo, Georg Nógel, la PrimaVera) Musik: Otto Lechner, Melissa Coleman, Dante Pinto Gonzales und Frajo Köhle, Text: MC Martin Fritz u.a.
Freitag, 29. November 2024, 19:30 Uhr
Eine Nacht mit Lady Macbeth, Ensemble Roll&Rock
Kurzfristig sagen Fabians Freunde den Besuch bei ihm ab. Und das an seinem Geburtstag. Als Wiedergutmachung schicken sie ihm ein ungewöhnliches „Geschenk“ vorbei: eine Frau, die dafür bezahlt wird, die Nacht mit ihm zu verbringen. Ein junger Mann im Rollstuhl und eine Sexarbeiterin. Zwei Personen, die am Rande der Gesellschaft stehen und denen im Leben selten aufrichtig zugehört wird. Was kann aus dieser Konstellation entstehen? Wird es lustig und leidenschaftlich, oder bitter und traurig? Ein Stück über die großen und kleinen Themen des Lebens und die Frage: Ist das geteilte Bedürfnis nach Freiheit, Liebe, Nähe und Verständnis das Einzige, das uns am Ende des Tages ausmacht? Von Magdalena Mrszałkowska, mit: Andrea Nitsche, Valentin Schuster, Regie: Magdalena Marszałkowska, Dramaturgie: Mich Pabian, Sprecher: Christoph Hackenberg, Marcin Marszałkowski Musik: Adam Shadid
Samstag, 30. November 2024, 18:00 Uhr
Still Beben, TaL – Theater am Limit
Hörende und Gehörlose gemeinsam auf der Theaterbühne – ohne Dolmetscher. Warum? Weil wir alle einander verstehen, wenn wir das nur wollen und uns aufeinander einlassen. Theater soll bewegen und wir wollen einander und das Publikum bewegen, indem wir uns nicht auf die Sprache verlassen, sondern auf Menschen und das, was sie erzählen wollen, egal auf welche Art. Eine kleine Gruppe von Gehörlosen und Hörenden zeigt in ihrer Performance, was sie in 3 Treffen miteinander gemeinsam entdeckt haben. Keinerlei Sprachkenntnisse erforderlich, nur Neugier und Offenheit! (Bewusst wird hier auf einen Gebärdensprachdolmetscher verzichtet.)
Samstag, 30. November 2024, 19:30 Uhr
S[ch]till here, Die Fremden
S[ch]till here erzählt vom Wunsch nach Freiheit und Unabhängigkeit und von der Sehnsucht, über den Kisten-Rand zu schauen. Es ist eine Geschichte über Ignoranz, Verschwinden und Unsichtbar-Sein. Und über das (Nicht)Gesucht-Werden. „Sari wächst in Krieg und Armut auf. Ihre alleinerziehende Mutter Nastja kämpft ums Über-leben, für Gefühle ist kein Platz und keine Zeit. Als die jugendliche Sari nach einem heftigen Streit das Land verlässt, muss sie auch ihren einzigen Besitz – ihre Spielzeugkiste – zurück-lassen, und mit dieser ihre wichtigsten Verbündeten gegen ihre Angst und ihre Einsamkeit. Jahre später gelingt es Nastja, Kontakt zu ihrer Tochter aufzunehmen. Sari versucht ihre Träume im Auge zu behalten, doch plötzlich verliert sich ihre Spur erneut. Und niemanden interessiert, wer oder wo sie ist…“ Die Eigenproduktion entstand wie alle Stücke der Gruppe unter Einbeziehung persönlicher Erlebnisse und Erfahrungen, und wurde zu einer Geschichte, die von verschiedenen Sprachen und Tanz durchzogen ist. Die Spieler der 24. Produktion des Theater-ensembles „Die Fremden“, das 2022 sein 30-jähriges Bühnenjubiläum feierte, haben ihre Wurzeln in Bulgarien, Belgien, Armenien, Indonesien, Afghanistan, in der Slowakei, im Iran und in Österreich. Leitung und Regie: Dagmar Ransmayr, mit: Armen Abisoghomyan, Dinda Daniar Darussalam, Bojana Djogovic, Garegin Gamazyan, Besmellah Jafari, Sofie Leplae, Yasmin Navid, Markus Payer, Katerina Rumenova Jost, Vanda Sokolovic
Sonntag, 1. Dezember 2024, 11:00 Uhr
Bekenntnisse eines Witwers, Vorarlberger Spätlese
Der Witwer tritt mehrfach in Erscheinung. 5 Schauspieler spielen ihn. Er erinnert sich an seine Ehe und die Kinder, die sich entfremdet haben von ihm. Nur in wenigen Momenten gesteht er sich ein, was wirklich passiert ist. Die Zuschauer lernen den Witwer hassen, aber sie werden auch mitfühlen. Die Nachbarin kommentiert – ihn und sein Leben. Leitung/Regie: Anita Ohneberg, Regie: Josef Zandler, mit: Werner Schneider, Karin Haag, Isabelle Heim, Herma Comper, Wolfgang Rainer, Wolfgang Peversdorf.
Reservierungspflicht: T 0664/112 92 85, info@brux.at oder online: www.brux.at
Eintritt: freiwillige Spenden (finanzielle Barrierefreiheit). Beim gesamten Festival sind Gebärdensprachdolmetscher mit dabei!
Das könnte dich auch interessieren:
Link einfügen
Video einbetten
Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.
Karte einbetten
Social-Media Link einfügen
Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.
Code einbetten
Beitrag oder Bildergalerie einbetten
Foto des Tages einbetten
Veranstaltung oder Bildergalerie einbetten
Du möchtest selbst beitragen?
Melde dich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.
Du möchtest kommentieren?
Du möchtest zur Diskussion beitragen? Melde Dich an, um Kommentare zu verfassen.