Leichtathletik
Olivia Raffelsberger als neue Bundesstützpunkttrainerin

Olivia Raffelsberger (Mitte) mit einem Teil ihrer Schützlinge in der Trainingshalle.  | Foto: Königer
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Das Nachwuchskompetenzzentrum Tirol konnte kürzlich seine neue Leichtathletik-Bundesstützpunkttrainerin vorstellen. Olivia Raffelsberger wird künftig für den
Leichtathletiknachwuchs der Leistungssportschulen SportBORG und SportHAS zuständig sein.

INNSBRUCK. Olivia Raffelsberger absolvierte in den letzten 4 Jahren das Gender Trainee-Programm des Sportministeriums am Standort Innsbruck und wird nun ihre Arbeit erfolgreich weiterführen. Zum Start für die neue Stelle als offizielle Bundesstützpunkttrainerin gratulierte, das Who's Who der Leichtathletikszene. 

Was muss eine Trainerin mitbringen?

Wie Simone Larcher, Leitung der Abteilung Sport des Landes Tirol, in ihrer Begrüßungs- und Gratulationsrede betonte, habe sie selbst die jungen Athletinnen und Athleten gefragt, wie es denn so wäre, ab sofort eine Frau als Trainerin zu haben. Ist der Posten des Trainers doch recht häufig eher männlich besetzt. Doch die jungen Leute gaben eine einleuchtende Antwort: "Es ist völlig egal, ob Mann oder Frau. Wichtig ist, wie ist die Person!"

Die Athletinnen und Athleten im Kraftraum. Jeden Dienstag und Donnerstag geht es in der Früh zum Training. | Foto: Königer
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Mit dem von Raffelsberger absolvierten Gender Traineeprogramm wollte der frühere Sportminister Werner Kogler ein Zeichen setzen, um Frauen im Sport eine starke Perspektive zu geben und sie nachhaltig als Trainerinnen, Managerinnen und Funktionärinnen im Sport zu positionieren. Mit Raffelsberger ist dies offensichtlich gelungen. Sie ist die Erste in Tirol, die das Programm absolviert hat. Die Stelle als Bundesstützpunkttrainerin wurde durch allerlei Förderungen für sie geschaffen. Aktuell gibt es noch zwei weitere Frauen im Traineeprogramm in Innsbruck. 

Maßgeblich an aktueller Entwicklung beteiligt

Bereits in den letzten vier Jahren war Raffelsberger an der Entwicklung des Nachwuchsleistungssport in der Athletik beteiligt, wie Benjamin Lachmann, Sportkoordinator, bestätigt. Es wäre unter anderem ihr Verdienst, dass man einen Zuwachs an Sportschülerinnen und -schülern in der Leichtathletik verzeichnen kann.

Die Zahl der Schülerinnen und Schüler stieg in den vergangenen Jahren stetig.  | Foto: Nachwuchskompetenzzentrum Tirol
  • Die Zahl der Schülerinnen und Schüler stieg in den vergangenen Jahren stetig.
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So könne man inzwischen unter den Sportarten an den Sportschulen den dritten Platz nach Fußball und Eishockey erreichen. Die Zahl der Neuaufnahmen ist in den vergangenen Jahren stetig gestiegen, besonders seit 2021, dem Zeitpunkt, zu dem Raffelsberger ihr Traineeprogramm startete. 

Raffelsberger beim Training mit einer ihrer Schützlinge. | Foto: Königer
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Vor allem bei der Umfeldbetreuung setzte Raffelsberger einiges positives um. Sie führte bereits innerhalb ihrer Traineezeit ein, dass die Athletinnen und Athleten regelmäßig Besuch von Physiotherapeuten bekommen und eine diätologische sowie psychologische Betreuung zur Verfügung steht. 
Mit Maßnahmen wie diesen sorgte Raffelsberger für eine Weiterentwicklung des Stützpunkts und wäre laut Lachmann eine "absolute Bereicherung für das Nachwuchskompetenzzentrum". 

Wie blickt Raffelsberger in die Zukunft?

Raffelsberger selbst zeigt sich in erster Linie äußerst dankbar für all die Unterstützung von allen Seiten. Besonders ihrem Partner, der selbst Ski-Alpintrainer am Skigymnasium Stams ist, spricht sie vor versammelter Mannschaft einen großen Dank aus. Er stärkte ihr stets den Rücken in all ihren beruflichen Entscheidungen.
Dank gilt selbstverständlich auch den Athletinnen und Athleten, mit denen sie in den letzten Jahren arbeiten konnte. Wie es der Zufall wollte, war an jenem Dienstagvormittag das letzte Training für zwei anwesende Maturanten.

Lea Germey und Olivia Raffelsberger | Foto: ÖLV Wolf Amiri
  • Lea Germey und Olivia Raffelsberger
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Für Raffelsberger wäre das Traineeprogramm eher ein "Kaltstart" gewesen, auch wenn dies für Sportler eher untypisch wäre. Doch sie sei ihrem "inneren Feuer für Leichtathletik gefolgt" und hätte stets mutig in die Zukunft geblickt, was weiterhin gilt. Die ehemalige Leistungssportlerin ist bereits seit 2012 Trainerin und war von 2015-2018 Landestrainerin der Leichtathletik in Salzburg. Neben ihrem Master in Sportwissenschaften, ihrer Trainer A-Lizenz für Leichtathletik und ihrem Bachelor in Ernährungswissenschaften absolvierte sie in den letzten vier Jahren noch das Gender Traineeprogramm in Innsbruck erfolgreich.

(v.l.n.r.): Thomas Neuhauser, Thomas Ebner, Olivia Raffelsberger, Christian Taylor, Thomas Abfalter, Reinhard Kessler | Foto: Königer
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Als Ziel steckt sie sich und ihren Schützlingen "Gemeinsam immer besser zu werden". Erfolg bekomme man nicht geschenkt und hätte auch nichts mit Glück zu tun; es ist harte Arbeit und gehe mit vielen Entbehrungen einher, wie Raffelsberger betont. Deswegen werden die nächsten Schritte als Bundesstützpunkttrainerin sein, Maßnahmen zu ergreifen, damit die Athletinnen und Athleten ihre Ziele noch besser erreichen können. Dafür sieht die Trainerin eine breite Basis als essenzielle Zutat, denn so könne auch sie stets einen Schritt für die Sportler voraus sein. Man sieht es deutlich in Raffelsbergers Augen: Sie hat klare Ziele, mit denen sie in die Zukunft starten will. 

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