17.09.2014, 10:32 Uhr

Hollywood goes Tirol

Wann? 09.10.2014 bis 12.10.2014

Wo? Metropolkino, Innstr. 5, 6020 Innsbruck AT
"Auf den letzten Sprung": Eine der zahlreichen Tiroler Produktionen (Foto: Felix Gorbach)
Innsbruck: Metropolkino |

Das Tyrolean Independent Filmfestival geht in die zweite Runde

Von 9. bis 12. Oktober stehen das Metropolkino und die gesamte Innstraße im Zeichen des lokalen und internationalen Independentfilms. Rund 50 Filme aus 14 Ländern gibt es zu sehen – von renommierten Hollywoodgrößen ebenso wie von talentierten österreichischen Newcomern.

Zum zweiten Mal verbreitet das Tyrolean Independent Filmfestival (TyIFF) den Flair des frühen Sundance-Filmfestivals in Innsbruck. Von 9. bis 12. Oktober gibt es für Filmfans keinen besseren Ort als die Innsbrucker Innstraße. Zu sehen sind Spielfilme, Komödien, Dokumentationen, Kurzfilme, Animationen und Mikrofilme aus aller Welt - und natürlich auch aus Tirol. Obwohl alle Filme unabhängig produziert wurden, also ohne den Einfluss großer Filmproduktionsfirmen, fehlt es nicht an den großen Stars.
Bereits der Eröffnungsfilm am Donnerstag, den 9.10. ist eine Österreichpremiere:

„Third Person“, der Spielfilm des zweimaligen Oscar-Gewinners Paul Haggis, handelt von Dreiecksbeziehungen, von Liebe, Vertrauen und Betrug. In den Hauptrollen sind keine Geringeren zu sehen als Liam Neeson, Kim Basinger, Adrien Brody und Mila Kunis.

Ab Freitag sind in zehn Screenings alle restlichen Wettbewerbsfilme zu sehen. Europapremiere feiert „Coffee, Kill Boss“, eine schwarze Komödie des Emmy-nominierten Filmemachers Nathan Marshall mit Robert Forster (bekannt aus Tarantinos „Jackie Brown“, „The Descendents“ und „Breaking Bad“), Eddie Jemison („CSI Miami“, „The Closer“, „Emergency Room“, „Bruce Allmächtig“), Noureen Dewulf („Anger Management“), Peter Breitmayer (Fargo) und vielen mehr.
Ein weiteres Highlight: Der deutsche Independent Spielfilm „Reality XL“ mit Heiner Lauterbach in der Hauptrolle. Regisseur Tom Bohn, der für seine zahlreichen Tatort-Produktionen bekannt ist, und Schauspieler Max Tidof („Soko 5133’“, „Tatort“ und „Die Rosenheimcops“) werden beim Festival anwesend sein.
And the Cowbell goes to …
Am Freitagnachmittag dreht sich alles um Menschen und Tiere. In „Speciesism: The Movie“ geht es um Tierethik und Massentierhaltung. Die absurden Kurzfilme „Wie das Schwein zum Metzger wurde“ und „The Beast Fashion Victim“ greifen das Thema erneut auf. Im Anschluss daran stehen Menschen im Mittelpunkt: Dokumentationen und Kurzfilme behandeln die Themen Krebs („Pik & Herz“), Prostitution („Border Trafficking“), Flucht („Schneeglöckchen“), Genitalverstümmelung („Godka Cirka“) und den Freiheitskampf im syrischen Bürgerkrieg („Not Anymore: A Story of Revolution“).
Ganz besondere Aufmerksamkeit gilt natürlich auch dem österreichischen Film: In einer Matinee am Samstagvormittag sind sieben Kurz- und Mikrofilme aus Tirol und ganz Österreich zu sehen, die das große Potenzial der heimischen Filmszene aufzeigen. Was der Nachwuchs an der Filmakademie in Wien auf die Beine stellt, gibt es am Sonntagvormittag im Kulturcafé EarlyBird in einer Werkschau zu sehen.
Österreichisch ist auch die Trashfilmnacht, die am Freitagabend stattfindet. Fast alle der durchwegs unterhaltsamen Werke wurden von jungen österreichischen Filmemachern produziert.
Der Höhepunkt ist aber auch dieses Mal wieder die Award-Verleihung, die Samstagabend im Metropolkino stattfindet. Die Filme werden in 10 Kategorien bewertet - die Gewinner erhalten typisch tirolerische Kuhglocken, Preisgelder und zahlreiche Sachpreise.
Das TyIFF spielt nicht nur Indie-Filme, sondern ist auch selbst im wahrsten Sinne des Wortes „independent“, denn es wird nicht durch Kulturförderungen unterstützt.
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