06.02.2018, 09:18 Uhr

Hingehört: Wenig Parkplätze und viele Baustellen

Durch die ständigen Baustellen ist die Bevölkerung in der Reichenau schon ziemlich genervt.

Das STADTBLATT geht jede Woche auf die Straße und hört sich in den Stadtteilen um. Diesmal in der Reichenau.

INNSBRUCK. Die Reichenau hat sich zu einem der bevölkerungsstärksten Stadtteile Innsbrucks entwickelt. Um die 13.000 Personen leben hier, größtenteils in Wohnungen, über deren Vergabe die Stadt Innsbruck verfügt. Wir haben uns umgehört, wo es in der Reichenau Verbesserungspotential gibt.


"Parkplätze wären notwendiger"

Für alteingesessene ReichenauerInnen ist es nicht einfach, mit den demografischen Änderungen klarzukommen. Eine Dame, die seit 45 Jahren im Stadtteil lebt, ist mit dem Stand der Dinge nicht zufrieden. "Es gibt einen hohen Ausländeranteil, man traut sich nicht mehr auf die Straße", schildert sie ihre Ängste. Die Statistik zeigt, dass in der Reichenau um die 2.000 Personen aus dem Ausland leben und insgesamt über 3.000 Personen, die einen Migrationshintergrund haben. Im Vergleich zu anderen Stadtteilen gibt es in der Reichenau einen der niedrigsten Ausländeranteile. Was in der Reichenau ein messbares Problem darstellt, ist die Parkplatzsituation. Wegen der neuen Tram gab es nicht nur jahrelang Baustellenchaos, durch die damit verbundene Begrünung sind zahlreiche Parkplätze in der Reichenauerstraße verloren gegangen. Wie ein Herr meint: "Fast jeder Innenhof hat einen schönen Garten. Parkplätze wären notwendiger."


Verspätungen

Der Bus – besonders die Linie R – ist Ärger für viele, die in die Rossau fahren. Verspätungen sind stets einzurechnen. Die Jugend hingegen langweilt sich "zu Tode". Es gäbe nichts zu erleben. Da muss man schon in die Innenstadt. Randalierende Jugendliche gibt es trotzdem kaum, weiß zum Beispiel eine Trafikantin, die auch andere Zeiten – angezündete Müllkübel, verdreckte Bänke – erlebt hat.


Konflikte mit Nachbarn

Vermehrt haben die Bewohner mit ihren Nachbarn zu schaffen: Stadtwohnungen (das STADTBLATT berichtete über diese Problematik) sind oft Ballungsorte für jene, die sonst am freien Wohnungsmarkt keine Miete zahlen könnten. Psychisch kranke Menschen, Drogenabhängige, Langzeitarbeitslose: Das Zusammenleben gestaltet sich oft schwierig und ist zermürbend. Wenige der Befragten würden aber in einen anderen Stadtteil ziehen wollen. Die Nähe zur Innpromenade, die gute Anbindung und die großzügigen Wohnungen lassen die Herzen der Reichenauer für ihren Stadtteil schlagen.
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Benno Trebo aus Innsbruck | 07.02.2018 | 11:35   Melden
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